Fußball: Großaspach trifft auf Zwickau Der letzte Strohhalm

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Kulttrainer Joe Enochs gastiert mit dem FSV Zwickau in Aspach. ⇥ Foto: dpa

Der Trainer der SG Sonnenhof Großaspach rechnet im Drittliga-Heimspiel gegen Zwickau mit einem aggressiven Gegner.

Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena steht bereits als erster Absteiger aus der Dritten Liga fest. Schon bald könnte die SG Sonnenhof Großaspach folgen. Um den Rückstand von aktuell elf Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz in den verbleibenden sechs Duellen noch aufzuholen, ist ein größeres Fußball-Wunder nötig. Zum drittletzten Heimspiel in dieser Saison ist an diesem Mittwoch (19 Uhr/live auf Magenta Sport) vor leeren Rängen der ebenfalls abstiegsbedrohte FSV Zwickau zu Gast.

„Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe und eine gegnerische Mannschaft, die sehr engagiert auftreten und aggressiv gegen den Ball arbeiten wird. Wir brauchen von Beginn an gute Lösungen“, sagt Hans-Jürgen Boysen. Trotz der ungemütlichen Tabellenlage hält der SG-Trainer mit seiner Mannschaft stoisch an der Zielsetzung fest, die er für die Zeit nach der Corona-Pause ausgegeben hat: „Wir wollen guten Fußball spielen und natürlich gewinnen. Das blieb uns zuletzt leider verwehrt, aber wir werden wieder alles versuchen, um drei Punkte einzufahren.“

Die Leistungen der Aspacher seit dem Re-Start konnten sich sehen lassen, auch wenn die Ausbeute bisher überschaubar war. Selbst beim Aufstiegsanwärter Eintracht Braunschweig hätte die SG am Samstag nach einer überzeugenden zweiten Hälfe zumindest einen Punkt verdient gehabt. Erst ein spätes Gegentor besiegelte das 1:2 und die bereits 18. Niederlage im 32. Saisonspiel. „Dennoch hat die Mannschaft wieder Gesicht gezeigt und eine starke Leistung auf den Platz gebracht. Das stimmt mich auch optimistisch für die Partie gegen Zwickau“, sagt Boysen.

Der Ex-Zweitligist aus Sachsen hat am Sonntag nach einem turbulenten Spiel und einem 3:3 gegen die Spvgg Unterhaching vorübergehend die Abstiegszone verlassen und ist auf Platz 16 geklettert. Die Hauptkonkurrenten um den Klassenerhalt sind der ostdeutsche Leidensgenosse Chemnitzer FC und Preußen Münster, die sich bereits am Dienstagabend gegenüberstanden. Gegen Unterhaching lag Zwickau schon nach fünf Minuten mit 0:2 zurück, ehe Morris Schröter (2) und Elias Huth den Spieß umdrehten. Wie Großaspach kassierte dann aber auch die Elf von Kulttrainer Joe Enochs (früher FC St. Pauli und VfL Osnabrück) kurz vor dem Abpfiff noch ein Tor.

Gehring und Leist immer dabei

Bisher trafen Großaspach und Zwickau in der Dritten Liga siebenmal aufeinander. Die SG-Innenverteidiger Kai Gehring und Julian Leist kamen dabei stets zum Einsatz. Der Sonnenhof ging viermal als Sieger vom Feld, die drei weiteren Begegnungen entschied der FSV für sich.

Verzichten muss Coach Boysen wie gehabt auf Michael Vitzthum (Hüftverletzung), Jamil Dem (Reha), Timo Röttger (Knöchelverletzung) und Eric Hottmann (Reha). Der Einsatz von Dan-Patrick Poggenberg (Verletzung im Rippenbereich) und Matthias Morys (Adduktorenprobleme) sind fraglich. Dagegen kehren Panagiotis Vlachodimos und Sebastian Bösel nach ihren abgesessenen Gelbsperren in den Kader zurück.

 
 
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