Fußball Julian Kudala ist Freibergs Edeljoker

Von Niklas Braiger
Julian Kudala (links) traf bisher fünf Mal für den SGV Freiberg und ist damit auf 90 Minuten gerechnet der torgefährl Foto: Julia Rahn/Pressefoto Baumann

Der 24-Jährige kam im Sommer an den Wasen und war schon fünf Mal erfolgreich.

Im Schnitt alle 105 Minuten trifft Julian Kudala für den SGV Freiberg. Der Flügelstürmer hat vereinsintern mit fünf Toren bei lediglich 526 Minuten Einsatzzeit den besten Tor-Schnitt auf 90 Minuten. Auch im Vergleich zur gesamten Regionalliga Süd-West können ihm nicht viele das Wasser reichen. Abgesehen von Sean Busch (Homburg), Marlon Ludwig (Walldorf) und Nicola Köhler (Fulda), die allesamt nur in einem Spiel eingewechselt wurden und direkt trafen, stehen vier Spieler über dem gebürtigen Regensburger. Kassels Benjamin Girth trifft im Schnitt alle 104 Minuten (sieben Tore, 731 Minuten), Homburgs Kaan Inanoglu alle 102 (sechs Tore, 610 Minuten).

Unter die magische 100-Minuten-Marke kommen lediglich Mike Huras (Großaspach) mit einem Treffer bei 94 Zeigerumdrehungen auf dem Feld und Krish Raweri vom SC Freiburg II. Der traf drei Mal in sechs Kurzeinsätzen für die Breisgauer und netzt im Schnitt alle 75 Minuten.

Immer wieder verletzt

Den Tor-Schnitt will Kudala auch an diesem Wochenende aber weiter verbessern. Am Samstag (14 Uhr) geht es für den SGV auswärts zum FC 08 Homburg. „Wenn man frisch reinkommt haben die Abwehrspieler schon ein paar Minuten in den Knochen. Dann kommt man als frischer Spieler rein, da will man noch einmal Aktionen setzen und der Mannschaft helfen“, erklärt der 24-Jährige, der bislang am Wasen meist in der Joker-Rolle zum Einsatz kommt. Das ist jedoch auch dem geschuldet, dass Kudala nicht immer verletzungsfrei bleiben konnte. Acht Spiele verpasste er bereits angeschlagen. Am vergangenen Wochenende wurde er nach zwei Spielen Pause in der 87. Minute gegen die Stuttgarter Kickers eingewechselt und holte einen Elfmeter heraus, den Nicklas Shipnoski allerdings verschoss.

Mögliches Wiedersehen

Dennoch gewannen Kudala und der SGV die Partie am Ende mit 2:1, was den Flügelspieler weiterhin vom Aufstieg träumen lässt. In der dritten Liga könnte er nämlich auf gleich zwei Ex-Klubs treffen. Von 2020 bis 2023 spielte Kudala nämlich bei der Zweitmannschaft des VfB Stuttgart in der Regionalliga, ehe es ihn 2023/24 zum SSV Ulm in Liga drei verschlug. Die Spatzen stehen aktuell allerdings auf Platz 17, dem ersten Abstiegsplatz, und haben bereits acht Punkte Rückstand. Trotz der Vergangenheit in der Münster-Stadt schweift Kudalas Blick nicht ab. „Gar nicht, um ehrlich zu sein. Ich konzentriere mich einfach auf die Aufgabe hier, dass wir unseren Job hier machen. Da schaue ich nicht auf andere, da schaue ich nur auf uns, da habe ich keine Zeit dafür“, erklärt er, ergänzt aber: „Ein Spiel in der dritten Liga gegen die alten Jungs wäre schön.“

Seitz als Spielverderber

Nun müssen er und seine Mitspieler aber erst einmal in Homburg bestehen. Beim FC könnte ein Mann seinem Ex-Verein allerdings ein Schnippchen schlagen: Roland Seitz, Trainer bei der Wasen-Elf von Januar 2023 bis Dezember 2024, steht nun bei den Homburgern an der Seitenlinie und würde mit einem Sieg seines FC dafür sorgen, dass Freiberg womöglich die Tabellenführung verliert.

 
 
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