Wenig erfolgreich verlief der zwölfte Spieltag der Fußball-Kreisliga A3 für die Mannschaften aus dem Tabellenkeller. Die beiden Mannschaften aus Bietigheim verloren ihre Spiele. der FC Mezopotamya Bietigheim kam beim 2:7 gegen den Tabellen-Zweiten SGM Nussdorf/Roßwag unter die Räder. Der FV Kirchheim verlor das Kellerduell beim TSV Großglattbach und rutschte dadurch auf Platz 13 ab. Die Spvgg Bissingen feierte dafür einen 5:0-Auswärtserfolg in Ensingen.
Fußball-Kreisliga A3 Bissingen siegt 5:0 im Verfolger-Duell
Der A-Ligist setzt sich klar beim TSV Ensingen durch. Die Teams aus Bietigheim verlieren ihre Spiele und bleiben dadurch im Tabellenkeller.
Mezopotamya Bietigheim – SGM Nussdorf/Riexingen 2:7 (1:3)
Marko Kühn nutzte nach zehn Minuten eine Standardsituation zur Gästeführung. Diese hielt jedoch nicht lange, weil auch die Bietigheimer durch einen Standard von Ozan Kalkan zum Ausgleich kamen (18.). „Wir hatten das ganze Spiel unter Kontrolle. Es hätte auch höher ausgehen können“, analysiert Nikola Ristomanov. Der SGM-Coach durfte kurz darauf die erneute Führung durch Johannes Wizemann bejubeln, der auch noch den dritten Treffer nachlegte (20./44.). Von Bietigheim kam in dieser Phase nicht mehr viel. Nach dem Seitenwechsel sorgten Roberton Ancona (47.) und Denis Kerkez (49.) für klare Verhältnisse, ehe die Hausherren durch Dieter Walter (50.) noch mal verkürzten. Hakan Atalay (54.) und Adrian Böhme (86.) gestalteten das Ergebnis jedoch deutlich. „Wir haben auswärts gewonnen, unsere Tore geschossen und es sauber zu Ende gespielt“, freut sich Ristomanov. Nur einen Wermutstropfen hatte der Kantersieg: „Unser schönstes Tor der Saison haben wir noch nicht geschossen.“
SV Horrheim – Hellas Bietigheim 3:0 (0:0)
In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber Glück. „Es hätte 2:2 stehen können. Wir hatten zwar mehr Spielanteile, haben uns aber auch zwei Fehler im Aufbauspiel geleistet“, berichtet SVH-Coach Sergej Hilgenberg. Nach sieben Minuten parierte der Horrheimer Keeper Pablo Kraft im Eins-gegen-eins glänzend. Einige Minuten später landete der nächste Versuch der Bietigheimer am Innenpfosten. „Da hatten wir zwar Glück, aber auch wir hatten viele Chancen“, sagt Hilgenberg. Doch auch der Gästekeeper war in guter Form und entschärfte einige Schüsse.
„Die erste Halbzeit war nicht gut. In der zweiten Halbzeit haben wir dann von Mann zu Mann gespielt“, erklärt der Übungsleiter. Damit war sein Team dann auch erfolgreich. Ein Doppelpass, eine Flanke und am Ende jubelte Ben Borchert (56.). Danach verwertete Sascha Burger eine weitere Flanke von David Klenk (66.). Für die Entscheidung sorgte wieder Ben Borchert nach einer schönen Kombination (72.).
TSV Ensingen – Spvgg Bissingen 0:5 (0:2)
„Das Ergebnis sieht ziemlich hoch aus, gibt das Spiel aber nicht wieder“, erklärt Liborio Palascino. Die Mannschaft des Ensinger Trainers hatte eigentlich einen guten Start erwischt und zunächst mehr vom Spiel. Dann rächte sich jedoch ein Fehler im Aufbauspiel. Nach einer Balleroberung schaltete Bissingen schnell um und ging durch Anton Blank in Führung (27.). „Für mich war wichtig, dass wir defensiv kompakt arbeiten und das haben wir bis zum 0:1 getan“, sagt Palascino. Wenig später setzte es sogar das 0:2 durch Eros Ciatto (40.) – allerdings aus abseitsverdächtiger Position. „Nach dem 0:2 haben wir umgestellt und sind früher drauf gegangen. Momentan belohnen wir uns aber nicht und der Gegner war einfach eiskalt. Von fünf Schüssen waren fünf drin“, erklärt der TSV-Coach. Anton Blank entschied das Match nach gut einer Stunde (67.).
Kristof Grünenwald (77.) und Eros Ciatto (83.) legten für die Bissinger nach. „Das Glück war heute nicht auf unserer Seite. Aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten“, resümiert Palascino. Durch den Auswärtssieg tauschten die Bissinger den Platz mit dem TSV Ensingen. Die Sportvereinigung ist nun Dritter.
TSV Großglattbach – FV Kirchheim 3:1 (1:1)
Die Hausherren scheinen in der Liga endgültig angekommen zu sein. „Das war richtig gut und richtig wichtig, weil auch die Mannschaften um uns herum gewonnen haben“, freut sich der TSV-Coach Matthias Gille. Nach guten Anfangsminuten geriet Großglattbach allerdings kurzzeitig ins Schwimmen. „Da mussten wir uns kurz sammeln. In dieser Phase haben wir auch das Gegentor bekommen“, sagt Gille. Gustavo Wals hatte ins Schwarze getroffen (14.). Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht aus dem Konzept bringen.
Wenig später entschärfte Kimi-David Fleischer im Großglattbacher Tor einen Elfmeter mit einer Glanzparade. „Da war mir klar, dass es heute für uns läuft“, berichtet Gille, der aber nicht vollständig zufrieden war. „Wir haben nicht die spielerische Klasse gezeigt, die wir normalerweise zeigen. Aber das war auf dem Geläuf auch schwierig.“ Der Ausgleich fiel unter die Marke „Traumtor“. Florian Kuhnle setzte sich auf der Außenbahn durch und zimmerte das Leder unhaltbar in den langen Winkel (27.). Nach dem Seitenwechsel fehlte den Hausherren zwar die Souveränität, aber das machten sie mit Einsatz wieder wett. Kuhnle nutzte einen Abpraller zum 2:0 (75.). Dann wurde es kurz hitzig und ein Großglattbacher flog mit der Ampelkarte vom Platz (89.). Im Anschluss machte Kuhnle mit seinem dritten Tor den Deckel drauf (90.).
FV Markgröningen – SGM Hohenhaslach/Freudental 1:0 (1:0)
Marco Bärschneider war nach dem Abpfiff bedient. „Das war so ein Tag, an dem man besser im Bett geblieben wäre“, stellt der SGM-Trainer fest. Spielerisch waren die Hausherren nicht besser, wohl aber, was die Einstellung anging. „Die waren besser, weil sie mehr Wille hatten. Die wollten mehr gewinnen“, sagt Bärschneider. Bei seiner Mannschaft lief derweil herzlich wenig zusammen. Beide Teams hatten zwar einige Latten- oder Pfostentreffer, allerdings waren das eher Zufallsprodukte. „Wir haben vorne nichts auf die Reihe gekriegt“, sagt Bärschneider. Gut zehn Minuten vor dem Ende gelang Brian Richard das Tor des Tages (79.). Danach kassierte noch ein Markgröninger die Rote Karte, doch die Überzahl konnten die Gäste nicht nutzen. Dementsprechend nüchtern fällt Bärschneiders Fazit aus: „Ingesamt war das völlig verdient.“
SGM Riexingen – TSV Kleinglattbach 2:0 (0:0)
„Wenn man nur zwei Mal zehn Minuten Fußball spielt, reicht das einfach nicht aus. Das war schlecht und nicht annähernd die Leistung, die wir in den letzten Wochen gezeigt haben“, erklärt der Kleinglattbacher Markus Martenka. In den ersten zehn Minuten erspielte sich sein Team drei gute Möglichkeiten, ließ diese aber allesamt ungenutzt. „Danach haben wir Riexingen das Spiel überlassen und Glück gehabt, dass wir nicht mit 0:4 oder 0:5 in die Pause gehen“, sagt Martenka.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Zehn Minuten Vollgasfußball von Kleinglattbach und danach Flaute. „Dann ist der Kopf wieder runter gegangen. Wir hatten keine Körpersprache. Es reicht nicht aus, wenn vier oder fünf Mann auf dem Platz wollen und der Rest sich ausruht“, kritisiert der TSV-Coach sein Team. Die SGM Riexingen nutzte derweil die Gunst der Stunde und entschied das Spiel durch Tore von Mike Renier (63.) und Lennox Zech (90.) für sich. Die SGM kletterte auf Platz zehn. dd/sda
