Fußball-Kreisliga A3 Spvgg Besigheim verabschiedet sich mit Kantersieg nach oben

Von tw/sda
Kevin Carter (links) macht Bönnigheims Samuel Wolas den Ball streitig. Beim 6:0 gegen den TSV ließ die Spvgg Besigheim dem Gegner keine Chance. Foto: /Oliver Bürkle

Mit dem 6:0 gegen den TSV Bönnigheim krönt der Meister eine herausragende Saison. Der TSV Enzweihingen bleibt Dank des Rückzugs von Häfnerhaslach in der Staffel.

Das schlechte Wetter brachte den letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A3 gehörig durcheinander. Vier von acht Begegnungen fielen dem Regen zum Opfer. Doch lediglich eines davon wird nachgeholt. Vizemeister VfR Sersheim empfängt am Mittwochabend (19 Uhr) Absteiger FV Kirchheim. Die anderen ausgefallenen Begegnungen wurden teils für beide Mannschaften mit 0:3 als verloren gewertet, da sie auf eine nachträgliche Austragung verzichteten. In den verbleibenden vier Spielen fielen dafür umso mehr Tore – 34 Mal mussten die Torhüter den Ball aus dem Netz fischen. Meister Spvgg Besigheim verabschiedete sich mit einem 6:0 über den TSV Bönnigheim in Richtung Bezirksliga. Absteigen müssen der FV Kirchheim und die SG Roßwag/Mühlhausen, die sich nach dieser Saison auflösen wird (die BZ berichtete). Der TSV Enzweihingen, sportlich abgestiegen, bleibt in der Kreisliga A3, da der TSV Häfnerhaslach zur neuen Saison keine Mannschaft melden wird. Die Enzweihinger profitierten außerdem davon, dass kein Bezirksliga-Absteiger der Kreisliga A3 zugeordnet werden wird. Denn eigentlich waren vier Absteiger aus der Staffel vorgesehen, um die Sollzahl von 15 Mannschaften in der Saison 2024/25 zu erreichen. Da von oben nun jedoch keine Mannschaft hinzukommt, bleibt der TSV der Staffel auch in der nächsten Saison erhalten.

TSV Häfnerhaslach – TSV Enzweihingen 4:5 (3:1) „Das ist der normale Wahnsinn des Fußballs“, erklärt Gero Scordino, Übungsleiter des TSV Häfnerhaslach. „Unser Plan war es von Anfang an, mit der ersten Mannschaft vorzulegen und dann nach und nach durchzuwechseln. Das haben wir auch so durchgezogen.“ Anfangs ging der Plan voll auf: Nach einem Strafstoß, den Torhüter Maximilian Stuber verwandelte (9.), glich Leonard Pfisterer für die Enzweihinger aus (25.). Doch Marco Hirsch (41.) und Dennis Can Özcagir (44.) ließen die Gastgeber vor der Pause noch zweimal jubeln. Quasi mit dem Wiederanpfiff erzielte Hirsch direkt das 4:1 (46.), sodass sich die Häfnerhaslacher wohl so in Sicherheit wähnten und Scordino die Wechselspiele beginnen ließ. Doch die Gäste steckten nicht auf und kamen durch den Mann des Tages, Cihat Aytac, zurück. Der Enzweihinger Stürmer traf innerhalb von nur 24 Minuten drei Mal (62./71./86.) und drehte so die Partie fast im Alleingang. Lediglich der Treffer von Jona Köpff in der 79. Minute zum zwischenzeitlichen 4:4 machte einen möglichen lupenreinen Hattrick zunichte.

Spvgg Besigheim – TSV Bönnigheim 6:0 (2:0) Auch in ihrem letzten Spiel in der A3 setzte sich die Spvgg Besigheim bei strömendem Regen gegen den TSV Bönnigheim klar mit einem 6:0 und ohne den bereits im Urlaub weilenden Torjäger Patrick Müller durch. Vor dem Spiel hatte Staffelleiter Fritz Siegle Besigheims Mannschaftsspielführer Masallah Cihanoglu den Meisterwimpel überreicht. In der 13. Minute brachte Simon Herbst die Gastgeber nach einem Eckball von Ermal Gashi mit 1:0 in Führung. Kay Hachmann verwertete einen Pass von Gashi zum 2:0 (28.). Kurz nach der Pause traf Yannick Härter nach einem verunglückten Rückpass des TSV aus kurzer Distanz zum 3:0 (48.). In der 58. Minute wurde Gashi vor dem Strafraum gefoult und traf selbst mit seinem Freistoß flach in die linke, untere Torecke zum 4:0. Beim 5:0 verwertete Justin Stroh eine Vorlage von Gafarou Lakaza für den TSV-Torhüter unhaltbar (63.). Den Schlusspunkt setzte Felix Jakob mit dem 6:0 in der 77. Minute.

Danach feierte die Mannschaft mit ihren Fans ausgiebig die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Durchgehend vom ersten Spieltag hatten die Besigheimer die Tabellenführung in der Kreisliga A3 inne. Mit Patrick Müller, der 34 Saisontore erzielte, stellt der Meister auch den Torschützenkönig der Staffel. Die Tatsache, dass sechs verschiedene Spieler die Tore im letzten Spiel erzielten, spricht jedoch auch für die Breite des Kaders.

SV Horrheim – Spvgg Bissingen 3:0/Urteil Die Begegnung fiel dem Wetter zum Opfer und wurde mit 3:0 für die Gastgeber gewertet.

SGM Riexingen – TSV Kleinglattbach beide 0:3/Urteil Aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes konnte die Partie zwischen der SGM Riexingen und dem TSV Kleinglattbach nicht stattfinden. Das Spiel wurde mit einer 0:3-Niederlage gegen beide Mannschaften gewertet. Die Regularien des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) sehen dies vor, sofern beide Mannschaften auf ein Austragen der Partie verzichten.

SGM Sachsenheim – SV Illingen beide 0:3/Urteil Auch diese Begegnung fiel dem sintflutartigen Regen zum Opfer.

SGM Hohenhaslach/Freudental – SGM Roßwag/Mühlhausen 3:6 (3:2) Lange war gar nicht klar gewesen, ob das Spiel überhaupt stattfindet. Da die SGM Sachsenheim jedoch unbedingt spielen wollte, wurde die Begegnung schließlich angepfiffen. Nach wenigen Sekunden erzielte Luca Fuchs das 1:0 aus Sicht der Gäste. Auf der Gegenseite folgte der Doppelschlag von Jonas Neuffer (10./20.). Doch die Vaihinger steckten nicht auf und kamen durch Manuel Dreibach zum Ausgleich (38.). Das letzte Wort vor dem Pausentee hatte allerdings erneut Neuffer (40.). Luca Fuchs schoss sein Team in Durchgang zwei im Alleingang zum Sieg: Drei Tore in der zweiten Hälfte (63./65./88.) kamen zum 1:0 für den Mann des Spiels noch hinzu, der dazu auch noch beide Torvorlagen lieferte. Auch für den zweiten Dreibach-Treffer in der 75. Minute.

TSV Ensingen – FV Löchgau II 5:5 (2:1)

27 Minuten waren im Topspiel absolviert, als Yannick Reustle die Zweitvertretung des FV Löchgau in Front brachte. Doch ein Eigentor seines Mitspielers Leon Rammig (32.) und ein Treffer von Alexander Stierl (42.) ließen die Gastgeber mit einer Führung in die Pause gehen. Er war es auch, der nach dem Seitenwechsel einen Strafstoß verwandelte (47.).

Vier Minuten später stellte Dominik Urbani auf 4:1. „Dann war es bitter, dass wir drei Tore in zehn Minuten bekommen haben“, ärgert sich Häfner. Damon Schaupp schnürte innerhalb der genannten Zeitspanne einen lupenreinen Hattrick (55./56. /65.) – 4:4. Ionut-Nicusor Raducanu stellte zwar in der 79. Minute wieder auf Sieg, doch Schaupp hatte nicht genug und legte mit dem Schlusspfiff seinen vierten Treffer nach (90.). tw/sda

 
 
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