Das Spitzen-Duo der Fußball-Kreisliga A3 hat sich am Wochenende keine Blöße gegeben. Sowohl Tabellenführer TSV Bönnigheim als auch Verfolger SGM Nussdorf/Roßwag gewannen ihre Spiele. Im Kampf um den Klassenerhalt holten sowohl der FV Kirchheim als auch der SV Hellas 94 Bietigheim wichtige Punkte.
Fußball-Kreisliga A3 TSV hält die Konkurrenz auf Abstand
Kreisligist Bönnigheim hat Dank eines 3:1-Auswärtssieges bei Mezopotamya Bietigheim weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei.
FC Mezopotamya Bietigheim – TSV Bönnigheim 1:3 (1:2)
Nach einer knappen Viertelstunde brachte Maximo Sezgi die Bietigheimer mit 1:0 in Führung (13.). Noah Maier sorgte noch vor der Pause zunächst für den 1:1-Ausgleich (36.), ehe er in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den 2:1-Führungstreffer erzielte (45.+2). Lange blieb es bei dieser knappen Führung. Erst sehr spät, in der zehnten Minute der Nachspielzeit traf Luigi Annunziata zum 3:1-Endstand.
So hat Bönnigheim weiter sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei, allerdings bei bereits einem mehr bestrittenen Spiel.
SV Horrheim – SGM Hohenhaslach/Freudental 2:7 (1:4)
SGM-Trainer Marco Bärschneider freut sich: „Es war ein richtig gutes Spiel von Anfang bis Ende – nach dem Weckschuss aus der dritten Minute.“ Das Spiel hatte kaum begonnen, da kam nach einem Freistoß für Horrheim Dominik Bahmer am freien Pfosten zum Abschluss. Im ersten Anlauf traf er die Latte, der Ball prallte wieder zurück. Im Gegenzug erzielte Luca Sautter das 1:0 für die Gäste (5.). Die Treffer zwei und drei folgten als Doppelschlag. In der 27. Minute verwandelte Marcel Göttfert einen Foulelfmeter, nachdem im Eins-gegen-eins mit dem Torwart der Angreifer von Pascal Kohler einen kleinen Schubser bekommen hatte. Finn Schopper erhöhte in der 31. Minute auf 3:0.
Das 1:3 für Horrheim entstand durch einen Ball in die Tiefe, den David Klenk zur Überraschung der Gegner durchließ. Sascha Berger setzte sich im Eins-gegen-eins durch. Doch Göttfert stellte unmittelbar vor dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder her. „Es waren schön herausgespielte Tore, freut sich Bärschneider. „Keine Zufallstreffer und keine 35-Meter-Knaller, aber immer über zwei, drei Stationen und schnell nach vorne gespielt. Das probieren wir jetzt seit zwei Jahren, aber dieses Mal hat es die Mannschaft hervorragend umgesetzt, auch wenn uns Rasen gar nicht so liegt.“
Schopper erhöhte in der 48. Minute auf 5:1, dann verkürzte Luca-Niclas Schneider per Eigentor auf 5:2. In der Schlussphase machten Linus Tröster und Schneider endgültig den Deckel drauf.
TSV Großglattbach – SV Hellas 94 Bietigheim 2:3 (2:1)
Dardan Marashi brachte die Gäste früh mit 1:0 in Führung (4.). Florian Kuhnle (21.) und Markus King (38.) drehten das Ergebnis vor der Pause für Großglattbach. Doch beim Gegner handelt es sich um eine abgezockte Mannschaft. Dani Da Silva traf in der zweiten Hälfte zweimal und sicherte Hellas so drei wichtige Punkte (51./61.).
FV Markgröningen – SGM Riexingen 2:2 (2:1)
Durch den Sieg des FV Kirchheim in Ensingen ist die SGM Riexingen nach ihrer Punkteteilung auf den Relegationsplatz abgerutscht. Brian Richard brachte den Tabellen-Achten in der 24. Minute in Führung, doch David Follak glich postwendend aus (28.). In der Nachspielzeit vor der Pause brachte Juri Gnad den FVM erneut in Führung. Ebenfalls Gnad war es, der in der 65. Minute per Eigentor auf den 2:2-Endstand ausglich.
SV Illingen – SpVgg Bissingen 1:1 (1:0)
Beide Treffer der Partie sind durch Elfmeter gefallen. „Der erste war ein Handelfmeter“, berichtet SVI-Trainer Hüsnü Gür. In der 15. Minute verwandelte Fynn Köppl vom Punkt zum 1:0. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war es dann Eros Ciatto, der per Foulelfmeter für die SpVgg Bissingen zum Ausgleich traf. „Da ist kein Mensch durchgestiegen“, ärgert sich Gür. „Vielleicht soll es ein Foulspiel gewesen sein.“ Er bescheinigt den Gästen, einen etwas höheren Spielanteil gehabt zu haben. „Wir waren verletzungsbedingt völlig anders aufgestellt, aber die Jungs haben es ganz gut gemacht“, sagt Gür. „Leider haben wir es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, nachzulegen.“
Der Illinger Trainer berichtet etwas verwundert, dass er zwölfeinhalb Minuten Nachspielzeit auf der Uhr hatte. „Die letzten paar Minuten waren die Bissinger einer weniger“, sagt Gür. Der Gelb-Rot-Sünder hatte wegen Ballwegschlagens den Platz verlassen müssen. „Die ganze Zeit war der Gegner ein bisschen lautstark unterwegs und hat dafür reichlich Gelbe Karten kassiert“, sagt der SVI-Trainer.
„Und ein Punkt gegen Bissingen ist jetzt nicht schlecht. Aber wir haben lange geführt und hatten auch die Möglichkeit, das zweite Tor nachzulegen. Es ist ärgerlich, dass ein Elfmeter das dann entscheidet.“
TSV Ensingen – FV Kirchheim 2:3 (0:2)
Gegen den FV Kirchheim, der erst durch seinen Sieg knapp über dem Strich steht, hat der TSV Ensingen kein Mittel gefunden. „Es war ein erwartetes intensives Spiel“, sagt TSV-Trainer Alexander Stierl. „Man hat von Anfang an gemerkt, dass es bei Kirchheim um alles geht. Die sind gleich in die Zweikämpfe rein, aber fair geblieben.“ Dabei hatten zunächst die Gastgeber eine gute Viertelstunde. Davide Tasselli flankte in die Mitte auf Nick Heckele, doch der Gästekeeper parierte. „Das wäre der perfekte Start gewesen“, sagt Stierl. „Aber wir haben gut weitergespielt.“
Doch unvermittelt stand es 0:2. Beim ersten Gegentor in der 26. Minute ließ sich die Ensinger Abwehr vor dem eigenen Sechzehner im Zweikampf den Ball abluchsen, was Kai Müller für die 1:0-Führung nutzte. Liborio Crosta legte in der 38. Minute per Konter das 2:0 nach.
Beim TSV Ensingen war die anfänglich gute Stimmung dahin. „Nach dem Seitenwechsel sind wir aber wieder sehr gut rausgekommen“, sagt Stierl. In der 48. Minute fiel das 1:2. Heckele spielte den Ball nach links außen auf Laurin Metzger, der zu Tasselli am zweiten Pfosten weiterleitete, der nur noch einschieben musste.
Ensingen hielt den Druck hoch. Robin Carta nahm den Ball von rechts außen in die Mitte und schoss aus 20 Metern direkt ins Eck. „Ein sehr schönes Tor“, sagt Stierl. „Aber dann kam der Genickbruch.“
Nach einem langen Ball spekulierte die Ensinger Abwehr auf Abseits, doch der Pfiff blieb aus. Der Innenverteidiger wurde noch getunnelt, dann gelangte Albin Abdullahu so kunstvoll an den Ball, dass dieser direkt unter der Latte einschlug. „Kirchheim hat dann mit Mann und Maus verteidigt und uns ist zu wenig eingefallen“, sagt Stier. „Es war eine bittere, unnötige Niederlage“. rkü/sda
