Fußball-Landesliga Der SV Germania steigt ab, Pleidelsheim darf noch hoffen

Von Simon David
Pleidelsheims Patrick Sirch (links) zeigt vollen Einsatz. Mit 16 Saisontoren trug er wesentlich dazu bei, dass der GSV lange um den direkten Klassenerhalt mitspielte. Foto: /Oliver Bürkle

Während die Bietigheimer spielfrei sind, werden sie in der Tabelle von Pflugfelden und dem GSV überholt. Die Wenninger-Elf sichert sich immerhin Platz 13.

Der SV Germania Bietigheim spielt in der nächsten Saison nur noch in der Fußball-Bezirksliga. Nachdem sowohl der GSV Pleidelsheim als auch der TV Pflugfelden am letzten Spieltag der Landesliga gewannen, rutschte der spielfreie SVG auf Platz 14 der Tabelle ab und hat damit den Klassenerhalt verpasst. Pleidelsheim steht ebenfalls auf einem Abstiegsplatz, darf aber noch hoffen, auch 2024/25 in der Landesliga zu spielen. Dies hängt jedoch davon ab, ob Vizemeister VfR Heilbronn über die Relegation den Aufstieg in die Verbandsliga schafft. Der TV Pflugfelden ist als Zwölfter dagegen sicher gerettet.

GSV Pleidelsheim – SV Kaisersbach 2:0 (2:0) Die Pleidelsheimer bestimmten die Begegnung fast nach Belieben. Die Gäste waren zwar stets bemüht, sich Chancen herauszuspielen, doch ließen die Gelb-Schwarzen über die gesamte Spielzeit nichts Zwingendes zu. Der GSV knüpfte an die Leistung aus dem Spiel in Satteldorf an und belohnte sich diesmal auch mit etwas Zählbarem dafür. Nach einer knappen halben Stunde nutzte Daniel Pfeiffer eine Hereingabe von der linken Seite per Kopf zum 1:0 (26.). Mit einem verwandelten Handelfmeter erhöhte Patrick Sirch kurz darauf auf 2:0 (34.). Der 16. Saisontreffer des erfolgreichsten Pleidelsheimer Angreifers sorgte für großen Jubel bei den 200 Zuschauern, die trotz des regnerischen Wetters gekommen waren. Aufgrund des souveränen Auftretens der Gastgeber bestand früh kein Zweifel mehr daran, dass das Wenninger-Team zumindest den Sprung auf Platz 13 schaffen würde. Der Sieg hätte am Ende noch deutlich höher ausfallen können, doch wurden mehrere gute Chancen vergeben.

Fast 20 Minuten wähnten sich die Pleidelsheimer nach Ende ihres Spiels sogar auf der sicheren Seite, da aus Schluchtern nur der Zwischenstand von 1:1 bekannt war. Eine Punkteteilung des Tabellenletzten mit dem TV Pflugfelden hätte dem GSV zum direkten Klassenerhalt gereicht. Schließlich stellte sich jedoch heraus, dass das 1:1 nicht das Endergebnis war. Der TVP gewann beim Schlusslicht mit 4:1.

„Wir haben verdient gegen Kaisersbach gewonnen. Schade, dass es nicht zum direkten Klassenerhalt gereicht hat, denn eine Mannschaft wie Pleidelsheim gehört in die Landesliga“, sagt GSV-Trainer Marcus Wenninger. Er lobt den Zusammenhalt in der Mannschaft, die sich auch durch andauernde Verletzungssorgen und andere Rückschläge nicht habe unterkriegen lassen. „Vor allem die Rückrunde mit 23 Punkten war sehr stark. Nach nur 14 Zählern in der Vorrunde sind wir jetzt aber vom VfR Heilbronn abhängig“, fügt er hinzu. Das Verletzungspech, gerade bei den Torhütern und die extrem kurze Vorbereitungszeit nach der Aufstiegsrelegation sind für Wenninger die Hauptgründe, warum sich seine Mannschaft in der Hinrunde so schwer tat. GSV Pleidelsheim: Schüler – Deyhle, Kevin Sirch, Tränkle, Weiden – Pfeiffer (90. Marcel Kunberger), Ranzinger (90.+2 Meier), Schlipf (82. Mack) – Patrick Sirch (89. Porubek), Bender (88. Igwe), Hachmann.

TSV Ilshofen – FV Löchgau 2:1 (1:0) Mit seiner fünften Niederlage in Folge beendete der FV Löchgau die Saison 2023/24. Damit rutschten die „Roten“ auf Platz neun der Abschlusstabelle ab, während der TSV Ilshofen auf Rang sechs kletterte. Lukas Lindner hatte die Gastgeber nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung gebracht. Mitte der zweiten Halbzeit hatte Tim Schwara für den Ausgleich gesorgt (67.). Der elfte Saisontreffer des Löchgauer Angreifers reichte am Ende dem FVL jedoch nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen, da Lars Fischer kurz vor Schluss das 2:1 für die Gastgeber erzielte (88.).

Für die Löchgauer, die über viele Jahre in der Spitzengruppe der Landesliga mitspielten, endet die Saison damit mit einer Negativ-Serie. Da der FVL jedoch frühzeitig weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun hatte, sind diese Niederlagen leichter zu verschmerzen. In der nächsten Saison wird der FVL unter dem neuen Trainer Daniel Zmpitas neu angreifen. FV Löchgau: Seker – Feufel, Gurth, Trautwein, Haile – Hamann, Del Genio, Held (71. Ansu) – Schwara, Ntarok (79. Abraha), Rieger.

 
 
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