Fußball-Landesligist Bietigheim Germania feuert Trainer Eschenbach

Von Mathias Schmid
Arm in Arm zeigten sich Co-Trainer Holger Lung (Mitte), Trainer Andreas Eschenbach(Zweiter von rechts) und Vorstand Holger Conrad noch bei der Präsentation des neuen Coaches im Januar 2021. Jetzt ist die gemeinsame Zeit vorbei.⇥ Foto: Martin Kalb

Der Landesligist reagiert auf die sportliche Misere. Ein neuer Trainer soll bald feststehen.

Fußball-Landesligist SV Germania Bietigheim hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Andreas Eschenbach getrennt. „Nach der anhaltenden sportlichen Talfahrt hat man die Zusammenarbeit mit Trainer Andreas Eschenbach beendet. Zuletzt konnte man mit den gezeigten Leistungen keinesfalls zufrieden sein“, sagt der Erste Vorsitzende Holger Conrad in einem Presse-Statement.

Gehen musste auch Co-Trainer Holger Lung. Nicht betroffen von der Rochade auf den Chefsesseln ist Towarttrainer Björn Burkhardt. Das Training am Dienstag hält die Mannschaft laut Vorsitzendem selbst ab. Für die Einheiten am Donnerstag und Freitag (am Mittwoch ist trainingsfrei) soll dann schon der neue Übungsleiter parat stehen.

Denn bei der Nachfolge könnte es laut Verein relativ schnell gehen, „da sich die Vorstandschaft bereits in aussichtsreichen Gesprächen mit Trainerkanditaten befindet“. Noch im Laufe dieser Woche hofft der Vorstand, alles in trockene Tücher zu bekommen, sodass „das die eine oder andere Trainingseinheit bereits vom neuen Trainer geleitet werden kann bevor man zum schweren Auswärtsspiel beim TSV  Allmersbach antreten muss“.

Das Thema Trainerwechsel hat sich laut Conrad „relativ rasch entwickelt“, sei aber „natürlich ein gewisser Prozess im Laufe der bisherigen enttäuschenden Saison gewesen: Aus den vergangenen sieben Spielen holte Germania nur einen Zähler – gegen den Tabellenletzten TSV Öhringen. Die letzten fünf Spiele gingen allesamt verloren, zuletzt die Partie am Sonntag gegen den SV Kornwestheim (1:2). „Es war leider weitestgehend in Ordnung, dass wir die Spiele verloren haben“, räumt der Vereinsboss ein, „besonders weh dabei tun die Niederlagen gegen direkte Konkurrenten um die Nicht-Abstiegsplätze.“ Derzeit belegt Germania Abstiegsrang 15.

Trennung „nicht im Bösen“

Die Trennung von Eschenbach sei aber „keinesfalls im Bösen“ verlaufen. Der Vorstand sehe aber „keine Perspektive auf eine kurzfristige Kehrtwende, die vor allem in den nächsten Wochen notwendig sein wird“. Dann stehen nämlich mit Leonberg und Leingarten zwei weitere direkte Tabellennachbarn auf dem Programm. Die Vrantwortlichen um Conrad hoffen nun, „mit einem neuen Trainerteam der Mannschaft die entsprechenden Impulse zu geben und eine Kehrtwende einzuleiten“.

Von externen Verstärkungen im Winter will Conrad aktuell noch nicht reden. „Die Verstärkung muss sein, dass die Spieler an die Leistung anknüpfen, die sie in der Lage sind, abzurufen.“ Er spreche keinem der Jungs ab, dass er nicht will. „Das Problem ist aktuell einfach im Kopf. Da muss der neue Trainer ansetzen.“

„Wir kommen da wieder raus“, hatte sich Eschenbach noch vergangene Woche im BZ-Interview zuversichtlich gezeigt. Die Mannschaft hätte schon gezeigt, dass sie es kann. Er hatte betont: „Ich habe nicht das Gefühl, dass die Rückendeckung fehlt oder es so brodelt, dass man Konsequenzen ziehen müsste.“ Knapp eine Woche später ist aber genau das passiert. Eschenbach war am Dienstag für die BZ nicht zu erreichen. Per WhatsApp teilte er mit: „Die SVG-Vertretung und ich haben uns im beidseitigen Einvernehmen freundlich und wertschätzend getrennt.“

 
 
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