Paris, die „Lichterstadt“ ist eines der beliebtesten Reiseziele in Europa. Für Dominik Popic, Fußballer des Bezirksligisten FSV 08 Bietigheim-Bissingen II, der die französische Hauptstadt am vergangenen Wochenende bereiste, waren die historischen, kulturellen und kulinarischen Angebote jedoch nur Nebensache. Der Grund seiner Reise war die Teilnahme am Paris Marathon, zu der sich der Fußballer im vergangenen Jahr recht spontan gemeinsam mit drei Freunden entschloss.
Fußball/Laufen Marathon-Debüt für Nullacht-Kicker
Dominik Popic kam beim Paris Marathon nach drei Stunden und 45 Minuten ins Ziel. Ein erfolgreicher erster Lauf für den Mittelfeldmann des FSV 08 Bietigheim-Bissingen.
Premiere am Silvesterlauf
Dabei hatte Popic mit dem Laufsport bislang nicht viel Berührung gehabt. Im Gegenteil begann er erst im Zuge der Meldung für den Wettbewerb mit Training und Vorbereitung, zu der auch die Teilnahme am Bietigheimer Silvesterlauf 2025 gehörte. „Da habe ich irgendwas um Platz 240 belegt“, berichtet der 26-Jährige. Die Vorbereitung auf seinen ersten Marathon und der Fußball liefen parallel. Mit der Nullacht-Zweiten erlebte er in der laufenden Saison mehr Aufs als Abs. Insgesamt lief es für die Elf vom Bruchwald besser als zunächst gedacht.
„Am Anfang war das Ziel ganz klar formuliert: So früh wie möglich den Klassenerhalt sichern“, erzählt der zu Saisonbeginn vom SB Asperg nach Bissingen gewechselte Spieler. „Das haben wir mittlerweile geschafft. Jetzt schauen wir nach oben.“ Aktuell belegen die Nullachter Platz sechs der Tabelle. Der Rückstand auf Platz drei beträgt nur zwei, der auf Platz zwei nur sechs Punkte, bei noch sechs ausstehenden Begegnungen. Highlights gab es aus Popics Sicht in dieser Saison bereits mehrere. So den 6:1-Auswärtssieg beim TV Aldingen, bei dem er zwei seiner bislang vier Saisontore erzielte. Am vergangenen Sonntag fehlte er allerdings bei der 0:1-Niederlage in Kornwestheim. Der erste Marathon seines Lebens ging in diesem Falle vor.
Schneller als der Tempoblock
Am Freitag war Popic nach Paris gereist, einen Tag später als seine drei Freunde, die mit ihm auf die Idee der Teilnahme gekommen waren. Zwei von ihnen hatten jedoch verletzungsbedingt zurückziehen müssen und verlegten sich daher auf die Unterstützung der beiden verbliebenen Freunde, die zu den etwa 55.000 Startern des Marathons gehörten. Diese starteten gestaffelt nach der Zielzeit, die sie sich gesetzt hatten. „Ich bin in dem Block mit gestartet, der sich viereinviertel Stunden vorgenommen hatten“, resümiert Popic. Schnell erwies sich jedoch, dass er für diese Gruppe eindeutig zu schnell unterwegs war.
Am Ende kam er nach drei Stunden und 45 Minuten ins Ziel – ein Erfolg. „Eigentlich hatte ich gehofft, sogar die drei Stunden 30 Minuten zu knacken, aber das hat nicht gereicht.“ Bis Kilometer 25 lief noch alles sehr gut, spätestens ab Kilometer 30 wurde es dann aber richtig hart. „Es war vor allem ein Kampf im Kopf, durchzuhalten.“
Ehrgeiz geweckt
Erst gegen Ende ist ihm das Laufen wieder leichter gefallen. „Die Zuschauer an der Strecke haben die Sportler sehr lautstark angefeuert. Das war richtig emotional“, so der Fußballer, der auch künftig Marathons laufen möchte. Dann soll die Zeit von dreieinhalb Stunden unterboten werden. Erst einmal musste er sich jedoch erholen. Am Montag kehrte er nach Hause zurück. Nun gilt sein sportlicher Fokus zunächst wieder den Nullachtern, mit denen er am Saisonende so weit oben in der Tabelle stehen möchte wie möglich. In der kommenden Saison wird Dominik Popic das Trikot jedoch nicht mehr tragen, da er nach studienbedingt nach Maastricht ziehen wird.
