Fußball Nach dem Neustart: Trend stimmt, Ergebnisse noch nicht

Von Simon David
Nullacht-Coach Antonios Chandolias ist mit seinem Team bisher nicht ideal in die neue Saison in der Bezirksliga gestartet. Foto: FSV 08 Bietigheim-Bissingen

Fußball-Bezirksligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen II ist mit einem komplett neuen Kader in die Saison gegangen. Noch ist das Team in der Findungsphase.

Umbrüche sind im Fußball keine Seltenheit. Fast in jeder Liga gibt es in jeder Spielzeit zumindest eine Mannschaft, deren Gesicht sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich verändert hat. Bei U23-Teams ist die Wahrscheinlichkeit größerer Veränderungen noch einmal größer, da viele junge Akteure in die erste Mannschaft des Vereins oder zu einem vielleicht noch höherklassiger spielenden, anderen Verein wechseln möchte. Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen II, der ein solches U23-Team ist, hat im Vergleich zur Vorsaison nun aber nicht nur einen Umbruch erlebt, sondern einen kompletten Neuanfang. 

Komplett neu aufgestellte Bissinger Mannschaft

Praktisch der komplette Kader wurde ausgetauscht, die ehemaligen Akteure wechselten zur Konkurrenz, dafür wurden gut 20 neue Spieler verpflichtet. Auch auf dem Trainerposten gab es eine Veränderung beim Bezirksligisten. Franco Buono, der die Blau-Weißen in der vergangenen Saison trainierte, gab frühzeitig bekannt, dass er zum Saisonende eine Pause einlegen würde.

So vermeldeten die Bissinger Ende April in den sozialen Medien die Verpflichtung von Ümit Saygi als Cheftrainer der U23. Doch zu einer Trainertätigkeit Saygis sollte es letztlich doch nicht kommen. Stattdessen steht nun Antonios Chandolias an der Seitenlinie. Bereits vor Saisonbeginn war dem neuen Trainer klar, dass seine Mannschaft Zeit brauchen würde, um sich zu finden. „Die Spieler müssen sich erst einmal kennenlernen“, sagte Chandolias vor dem ersten Spieltag. Tatsächlich warten die Nullachter auch nach vier Spieltagen noch immer auf den ersten Punktgewinn.

Vor allem der Saisonstart fiel sehr herb und deftig aus. Im Pokal unterlag man Hessigheim mit 0:6, am ersten Bezirksliga-Spieltag verlor man mit 0:7 in Marbach. Auch die folgenden Begegnungen gingen verloren, allerdings fielen die Ergebnisse immer knapper aus. Dem 1:4 gegen Pattonville folgte ein 1:3 in Grünbühl.

Am vergangenen Wochenende waren die Nullachter dem ersten Punktgewinn, ja sogar dem ersten Sieg sehr nahe, standen am Ende aber wieder ohne Punkte da, weil ihnen am Ende die Kraft ausgegangen war.

Das erste Erfolgserlebnis nur knapp verpasst

Gegen Drita Kosova Kornwestheim hatte man zweimal geführt und bis kurz vor Schluss ein Unentschieden gehalten. In der Nachspielzeit musste der FSV dann jedoch den entscheidenden Gegentreffer zum 3:4 hinnehmen. „Am Ende ist uns da die Luft ausgegangen. Der Trend ist aber eindeutig positiv. Wir haben gegen Drita ein starkes Spiel gemacht. Daher war die Enttäuschung nach der Niederlage groß“, gesteht Chandolias. „Wir sind gehandicapt, weil wir vollkommen neu zusammengesetzt sind. Das wird noch zwei bis drei Wochen bleiben.“ Noch sei die Mannschaft nicht endgültig zusammengewachsen. Die Entwicklung ginge aber in die richtige Richtung. „Es gibt Vereine, die schlimmer dran sind. Wir wussten ja im Voraus, dass der Saisonstart schwierig werden würde. Andere Mannschaften haben sich gut aufgestellt gesehen und sind auch nicht gut gestartet.“

Auch, wenn die Nullachter noch nicht effektiv genug ihre Möglichkeiten nutzten und noch etwas Zeit benötigen, um wirklich zu einer Einheit zu werden, ist Chandolias zuversichtlich, dass sein Team bald die nötigen Punkte holen wird, um die Bezirksliga halten zu können.

 
 
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