Fußball-Nachwuchsliga SGV will auf dem Gezeigten aufbauen

Von Simon David
Eduart Tahiri (am Ball) verlor zwar mit dem SGV Heilbronn-Freiberg gegen die Bayern, doch zeigte er, wie seine Mannschaftskollegen, über weite Strecken eine ansprechende Leistung. Foto: /Oliver Bürkle

Zwar ging das erste Vorrunden-Spiel des SGV mit 0:4 verloren, doch stimmt der Auftritt gegen den FC Bayern München zuversichtlich. In den nächsten Spielen sollen Punkte geholt werden.

Mit einer 0:4-Niederlage ist die U19 des SGV Heilbronn-Freiberg in die Nachwuchsliga gestartet. Doch so deutlich das Ergebnis auch aussehen mag, so zufrieden ist man beim SGV Freiberg dennoch. Immerhin hatte man nicht irgendwen im Freiberger Wasenstadion zu Gast. Gegner war niemand geringerer als der FC Bayern München. „Wir haben bis zum ersten Gegentor sehr gut verteidigt und im Mittelfeld sehr viel richtig gemacht. Im Vergleich zu den Spielen davor wie dem Pokalspiel gegen Wolfsburg haben wir Fortschritte gemacht. Darauf können wir aufbauen“, lobt SGV-Co-Trainer Ihsan Basaran. Dennoch unterliefen den Blau-Weißen auch gegen die Bayern noch manche individuelle Fehler, die auch zu einem Gegentreffer führten.

Spielerische Klasse des FCB

Letztlich lag es aber an der spielerischen Klasse des Gegners, dass das Ergebnis so deutlich ausfiel. „Die Bayern haben das sehr gut gemacht. Aus dem Nichts machen sie Tore“, so Basaran. Eine knappe Viertelstunde hielt SGV-Keeper Rayan Safi seinen Kasten sauber. Dann stand er einen Schritt zu weit vor dem Tor, als Matteo Maric einen Weitschuss aufs Tor brachte und so das 1:0 für die Bayern erzielte (13.). Nur eine Minute später erhöhte Philipp von Taube auf 2:0. Mit seinem zweiten Treffer sorgte Maric in der 20. Minute bereits für das 3:0 der Gäste.

Heilbronn-Freiberg brach jedoch nicht ein, sondern schaffte es vielmehr, das eigene Spiel zu stabilisieren und lange Zeit weitere Gegentreffer zu vermeiden. Erst in der 73. Minute gelang Simon Schaff der vierte Bayern-Treffer. Die drei Gegentore binnen sieben Minuten schmerzten Co-Trainer Basaran etwas, doch zieht er insgesamt ein positives Fazit aus dem ersten Punktspiel. „Besonders im Spiel gegen den Ball haben wir sehr gut gearbeitet. Wir gehen mit einer Riesenerfahrung aus diesem Spiel“, betont er.

SGV macht es den Bayern schwer

Über weite Strecken konnten die Münchener ihr Spiel nicht so entfalten, wie sie wollten und versuchten es oftmals mit langen Bällen. Dennoch ist der Bayern-Nachwuchs kein Maßstab für die Schwaben. „Bei den Bayern stecken auch in dieser Altersklasse ganz andere finanzielle Möglichkeiten dahinter als bei uns. Trotzdem ist das Münchener Team sehr bodenständig, da gibt es, so wie wir es erlebt haben, keine Star-Allüren“, so der SGV-Coach. „Die Bayern haben sich gegen uns schwerer getan als gegen Unterhaching am ersten Spieltag, als sie auch 4:0 gewonnen haben“, so Basaran.

Gab es gegen die Bayern keine Punkte zu holen, so soll es schon in den nächsten Begegnungen mit etwas Zählbarem klappen. Zum Saisonstart der Nachwuchsliga steht gleich eine englische Woche an. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) steht das Auswärtsspiel beim TSV 1860 München an, ehe am Sonntag (14 Uhr) der SSV Jahn Regensburg zu Gast im Freiberger Wasenstadion sein wird. Weder die „Sechsziger“ noch Regensburg konnten bislang einen Sieg einfahren. „Wir können aus diesen Spielen auf jeden Fall Punkte mitnehmen. Neben der Weiterentwicklung unserer Spieler ist es unser Ziel, so gut wie möglich abzuschneiden und uns möglichst wieder für die Nachwuchsliga zu qualifizieren.“ Dabei ist dem Heilbronn-Freiberger Trainer bewusst, dass die vorderen Plätze der Vorrunden-Gruppe D für den SGV kaum zu erreichen sind. Denn nur die Mannschaften auf den ersten beiden Plätzen kommen sicher in die Liga A der Hauptrunde, in der der Meister ausgespielt wird. Außer den beiden Spitzenteams qualifizieren sich die besten Drittplatzierten für die Liga A (siehe auch den Infokasten).

Für den SGV geht es um den Klassenerhalt, heißt um die erneute Qualifikation für die Nachwuchsliga in der nächsten Saison. In der vergangenen Saison stießen die Freiberger als Amateurverein zu den Mannschaften der Liga B hinzu und schafften in Gruppe D den Klassenerhalt.

Für den SGV geht es daneben jedoch auch darum, möglichst viele Spieler an die Regionalliga-Mannschaft heran zu führen und dort zu etablieren.

 
 
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