Fußball Oberliga Thomas Herbst wird Trainer in Pforzheim

Von Claus Pfitzer
Thomas Herbst stand lange Zeit an der Seitenlinie des FV Löchgau in der Verbands- und Landesliga. Jetzt heuert er beim Oberligisten in Pforzheim an. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der ehemalige Coach des Landesligisten FV Löchgau wechselt in die Oberliga zum 1. CfR.

Thomas Herbst aus Freudental tritt beim Oberligisten 1. CfR Pforzheim die Nachfolge von Sani Murati an, von dem sich die Pforzheimer kurz vor Weihnachten getrennt haben. „Das ist für mich eine Herausforderung. Die Mannschaft hat Qualität, die wir versuchen, rauszukitzeln. Die Verantwortlichen wünschen sich Stabilität. Ich hatte gleich beim ersten Telefonat einen super Eindruck“, berichtet Herbst. „Der Verein hat Ambitionen und als Ziel die Richtung Regionalliga formuliert, damit kann ich gut leben, denn ich habe dieselben Ansprüche. Jetzt versuchen wir, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Ich werde jetzt die Spieler treffen und mir einen Überblick verschaffen“, sagt der zweifache Familienvater im Gespräch mit der BZ.

Auf- und Abstieg mit dem FVL

Der ambitionierte 36-jährige Herbst beendete nach der Vorsaison seine Tätigkeit beim Landesligisten FV Löchgau und strebte ein Engagement in einer höheren Liga an. Nach einer halbjährigen Fußballpause, in der Herbst zahlreiche Spiele, auch in der Oberliga, beobachtete, erfüllt er sich nun seinen Wunsch und wechselt erstmals zu einem anderen Verein. 2013 beendete er aufgrund einer Verletzung seine aktive Karriere und übernahm für drei Spielzeiten den Bezirksligisten FV Löchgau II. Es folgten sieben Jahre als Coach der ersten Mannschaft. 2018 stieg Herbst mit dem FVL in die Verbandsliga auf. Nach dem Abstieg nach einer Saison etablierte er die Löchgauer in der Landesliga durchgehend in der Spitzengruppe.

Beim 1. CfR Pforzheim trifft er auf seinen ehemaligen Schützling zu FVL-Zeiten, Wycliff Yeoboah, der zur Saison 2022/23 ins Brötzinger Tal gewechselt ist. Ich habe beim FV Löchgau erst als Spieler, dann als Trainer eine tolle und erfolgreiche Zeit erlebt. Aber im Sommer entschied ich mich, den nächsten Schritt zu gehen. Ein Engagement beim 1. CfR Pforzheim ist nun für mich genau dieser Schritt nach vorne. Ich verfolge den Verein schon länger und habe mir in der Vergangenheit auch schon einige Spiele angeschaut“, erzählt Herbst.

Der bisherige Pforzheimer Coach Murati hatte zusammen mit Alexander Freygang die Mannschaft im September 2022 auf Rang 16 übernommen und mit 60 Punkten aus 27 Spielen auf Platz drei geführt. In die laufende Saison startete der 1. CfR mit großen Ambitionen, aber nach zuletzt sieben Spielen mit nur einem Sieg am 13. Oktober (1:0 gegen den FC Holzhausen) und Tabellenplatz sieben mit 13 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach musste Murati gehen. Geblieben ist der Bad Rappenauer Freygang, der künftig als Co-Trainer fungiert.

Los geht es in der Liga am 24. Februar mit der brisanten Nachholpartie gegen den ATSV Mutschelbach. Das Hinspiel verloren die Pforzheimer nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit mit 4:6. Die Pforzheimer gelten als eines der spielstärksten Teams in der Oberliga mit einer bärenstarken Offensive, sie konnten zuletzt aber ihr Potenzial nicht ausreichend auf den Platz bringen. Das ist jetzt die Aufgabe des neuen Trainers.  

Afrika-Cup-Teilnehmer im Kader

In den ersten Trainingswochen seiner Amtszeit muss Herbst auf Stanley Ratifo verzichten, jedoch nicht auf Grund von Verletzungen oder ähnlichem. Der 29-Jährige spielt für die Nationalmannschaft von Mosambik, die ab Mitte Januar um den Afrika-Cup kämpft. Der Fünftligist ist damit der unterklassigste deutsche Verein, der einen Spieler für das Turnier stellt. Zum ersten Saisonspiel ist der Stürmer aber auf alle Fälle wieder dabei. Claus Pfitzer

 
 
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