Wie schon am vergangenen Dienstag, als der SGV Freiberg im Nachholspiel gegen Eintracht Trier mit 1:0 gewann, besticht der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga auch am Samstagnachmittag gegen den FC Astoria Walldorf mit Effizienz. Denn viele Chancen erarbeiten sich die Männer von Coach Kushtrim Lushtaku nicht, die wenigen nutzen sie am Ende dann aber eiskalt und fahren schließlich den 2:0-Heimsieg im Wasen-Stadion ein.
Fußball Regionalliga Freiberger Effizienz sorgt für Heimsieg
Ohne viel Glanz und Gloria, aber mit einer starken Defensive und einem überragenden Meghon Valpoort gewinnt der SGV mit 2:0 gegen Astoria Walldorf.
„In der ersten Halbzeit hat Astoria einen sehr sehr guten Ball gespielt, man merkt, sie spielen sehr unbekümmert“, lobt Lushtaku nach dem Spiel die Gäste. Dabei schlagen seine Männer nach neun Minuten bereits zum ersten Mal zu. Meghon Valpoort setzt sich im Mittelfeld stark gegen Konrad Riehle durch, lässt im Solo Innenverteidiger Dennis Egel aussteigen und legt im Sechzehner quer. Marius Köhl, der zum ersten Mal in diesem Jahr wieder von Anfang an auf dem Platz steht, lässt mit guter Übersicht den Ball durch, im Zentrum lauert Leon Petö, der noch abgefälscht zum frühen 1:0 versenkt.
Laupheimer verpasst das Zweite
Auch bei der zweiten SGV-Chance in Durchgang eins hat Valpoort seine Füße im Spiel, einen Konter legt er erneut in der Box quer, dieses Mal auf Lukas Laupheimer. Der scheitert aber aus kurzer Distanz an Mario Schragl im Astoria-Kasten. Das Ganze findet jedoch schon in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten statt. Dazwischen ist viel Leerlauf, das Spiel findet hauptsächlich zwischen den Strafräumen statt. Beide Seiten liefern sich zahlreiche Fehlpässe, Walldorf versucht sich immer wieder nach vorne zu kombinieren, scheitert aber spätestens an der letzten Freiberger Linie und lädt damit die Hausherren zu Kontern ein. Die spielt die Lushtaku-Elf aber zu schlampig aus, bezeichnend ist hierfür ein Abschluss von Petö, der nach einem Querpass von der 16er-Kante aus direkt abschließt, anstatt sich die Zeit zu nehmen, den Ball zu kontrollieren und noch ein paar Schritte in Richtung Tor zu gehen. So landet sein Abschluss viel zu harmlos direkt in den Armen von Schragl.
Valpoort mit dem zweiten Assist
Auch nach dem Seitenwechsel passiert wenig. Nur selten gibt es mal Ballstafetten mit über zehn Pässen. Der Freiberger Defensiv-Riegel steht sicher, auch ohne den weiterhin verletzten Tino Bradara. Der Außenverteidiger, der an diesem Montag nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk operiert wird, will aber in Richtung Saisonendspurt wieder eingreifen. Bis dahin muss der 28-Jährige noch zuschauen. Von der Tribüne aus sieht er nach 66 Minuten, dass sein SGV aus dem Nichts auf 2:0 stellt. Joker Nicklas Shipnoski schickt aus der eigenen Hälfte Valpoort steil, der bullige Stürmer erläuft den langen Schlag und hat am Strafraum erneut die Übersicht. Dieses Mal für den erst kurz zuvor eingewechselten Julian Kudala, der kurz oben abschließt und sein fünftes Saisontor markiert.
Der Sommerneuzugang aus Schweinfurt stand damit bislang zehn Mal auf dem Platz und kommt aktuell im Schnitt auf ein Tor alle 90 Minuten. Denn bei keinem seiner Einsätze kam er über die volle Spielzeit zum Zug, vier Mal wurde er ein- und sechs Mal ausgewechselt.
Lob von beiden Trainern
Ansonsten bleibt die Action in Durchgang zwei ebenfalls überschaubar. Walldorf fällt wenig ein, die letzte Genauigkeit in der gefährlichen Zone fehlt den Gästen aus der Kurpfalz. Damit bleibt es am Ende beim 2:0 und Freiberg fährt den sechsten Sieg in Serie ein. „Wir können uns trotzdem nicht viel vorwerfen, wir haben unser Spiel durchgezogen, wie wir es wollten. Heute hat uns einfach vorne die Durchschlagskraft gefehlt“, resümiert FC-Coach Andreas Schön und zollt den Hausherren Respekt: „Das zeigt die Qualität von Freiberg, dass sie hinten gut sind. Vorne ist es einfach Wahnsinn, was sie für eine Qualität haben.“
Auch Lushtaku lobt seine Jungs: „Drei Spiele in einer Woche, neun Punkte, 9:0 Tore, überragend. Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren, ich bin stolz auf sie.“
