Fußball: TSV Bönnigheim Meister-Team bleibt zusammen

Von Simon David
Grund zum Jubeln hatten die Spieler des TSV Bönnigheim in der letzten Saison häufig. Noah Maier (Mitte) war mit 23 Toren erfolgreichster Torschütze des Kreisliga-Meisters. Foto: Ralf Poller/Avanti

Zum Aufstiegs-Kader des TSV Bönnigheim kommen mehrere Spieler mit Bezirksliga-Erfahrung. Ziel des Neulings ist, der Klassenerhalt.

Eine sehr erfolgreiche Saison liegt hinter dem TSV Bönnigheim:  Mit am Ende sieben Punkten Vorsprung vor der Spielgemeinschaft aus TSV Nussdorf und FV Roßwag sicherte sich die Mannschaft von Trainer Timo Etzel die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A3. Am dritten Spieltag hatte der TSV die Tabellenführung übernommen, die bis zum Saisonende verteidigt wurde.

TSV in Punktspielen sehr lange ungeschlagen

Mehr als 20 Spieltage blieben sie ungeschlagen, eine Serie, die bereits in der Vorsaison begonnen hatte. „Die Spiele waren nie einfach. Alle Gegner hatten Bock auf uns. Jeder wollte der Erste sein, der uns eine Niederlage beibringt“, erinnert sich Bönnigheims Sportlicher Leiter Florian Flaig. Ende März war es dann soweit: Zu Hause gab es eine 3:6-Niederlage gegen den späteren Tabellen-Dritten Spvgg Bissingen. Knapp einen Monat später musste der Tabellenführer eine weitere Heim-Pleite gegen Nussdorf/Roßwag hinnehmen. Diesmal verlor der TSV mit 2:5. Die elf Gegentore aus diesen beiden Begegnungen schmerzten die Bönnigheimer sehr, doch stellten sie letztlich mit 42 Gegentoren die beste Abwehr der Staffel.

Mit 100 erzielten Treffern war der Meister auch in der Offensive sehr stark. 23 Tore gingen auf das Konto von Noah Maier, dem erfolgreichsten Torjäger der Blau-Weißen. Maier war nicht der einzige Akteur, der dem Bönnigheimer Spiel seinen Stempel aufdrückte. So hatten auch Marvin Maslowski und Paul Aichinger, die 2025 zum TSV gewechselt waren, ihren Anteil am Erfolg, der, so betonen Sportlicher Leiter und Trainer, vor allem durch den Zusammenhalt im Team erreicht wurde. „Die Mannschaft ist ein verschworener Haufen. Alle sind miteinander befreundet. Maslowski und Aichinger waren eine echte Bereicherung für den Kader“, sagt Flaig. Der Zusammenhalt der Spieler besteht über Mannschaftsgrenzen hinweg, mitunter halfen Spieler der zweiten Mannschaft in der ersten aus und umgekehrt. Das wird auch künftig so sein. Insgesamt 37 Spieler stehen dem TSV für beide Mannschaften zur Verfügung. „Wir geben jedem die Möglichkeit, sich zu beweisen“, sagt Trainer Timo Etzel.

Für die anstehende Saison in der Bezirksliga hat sich der Aufsteiger kräftig verstärkt. Zum Stamm der Meister-Mannschaft, der komplett zusammenbleibt, kommen mehrere, zum Teil sehr erfahrene Akteure. So haben Timo Schwob und Isak Osmani beim FSV 08 Bietigheim-Bissigen II Bezirksliga-Erfahrung gesammelt. Mit Sandro Nigro wechselte ein flexibel einsetzbarer Stürmer vom FV Löchgau II zum TSV. „Wir müssen uns taktisch wie spielerisch weiterentwickeln, denn von der Kreisliga in die Bezirksliga ist es ein großer Schritt. In der Bezirksliga wird ein deutlich körperbetonterer Fußball gespielt als in der Kreisliga A“, betont Flaig. Die Verstärkung mit erfahrenen Spielern ist daher notwendig.

Auf der Torhüterposition nun breiter aufgestellt

Unter den Neuzugängen sind auch drei Torhüter, nachdem in der vergangenen Saison nur drei Keeper für beide Mannschaften zur Verfügung standen. Nun ist der Neu-Bezirksligist auch auf dieser Position wieder besser in der Breite aufgestellt. Einer der neuen Keeper ist Deniz Keskin, der zuletzt beim TASV Hessigheim unter Vertrag stand. Das Ziel in der höheren Liga ist klar: der Klassenerhalt. Neben diesem rein sportlichen Ziel geht es für Trainer Etzel auch darum, den schon bestehenden Zusammenhalt im Team weiter zu fördern und das Team spielerisch weiter zu entwickeln. „Der große Wille, den die Mannschaft in der letzten Saison gezeigt hat, hat mir sehr gefallen. Manchmal sind wir aber mit Chancen zu leichtfertig umgegangen.“

Pleidelsheim, Aldingen und Hessigheim als Favoriten

Als Favoriten in Sachen Meisterschaft sehen die Bönnigheimer Absteiger GSV Pleidelsheim, den TV Aldingen und den TASV Hessigheim weit vorne. Flaig traut auch der Spvgg Besigheim zu, ein gewichtiges Wort in der Aufstiegsfrage mitzureden. Doch ungeachtet der Stärke der Gegner geht es für die Bönnigheimer darum, so selbstbewusst wie möglich aufzutreten und möglichst früh viele Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. „Wir hätten gerne gegen mehr Bezirksligisten getestet, aber das hat aus terminlichen Gründen nicht geklappt“, bedauert Etzel.

In den kommenden Wochen stehen nun mehrere Testspiele an, zumeist jedoch gegen unterklassige Teams. Am ersten Bezirksliga-Spieltag ist das Etzel-Team am 6. September auswärts beim TSV Merklingen gefordert.

 
 
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