Fußball Verbandsliga Auf direktem Weg zurück nach oben

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Mischt mit Heimerdingen in der Verbandsliga mit: Trainer Holger Ludwig. Foto: Andreas Gorr

In der Verbandsliga führt die TSG Backnang zur Winterpause mit sieben Punkten Vorsprung die Tabelle an.

16 Spiele, zwölf Siege und vier Unentschieden, dabei in allen acht Heimspielen dreifach gepunktet – das ist die nahezu makellose Bilanz des Verbandsliga-Tabellenführers TSG Backnang nach der Vorrunde. Die erste Niederlage setzte es im ersten Rückrunden- und letzten Spiel vor der Winterpause mit dem 1:3 bei der SKV Rutesheim. Mit Mario Marinic, der in 17 Spielen 18-mal getroffen hat, stellt die TSG auch den Führenden der Torschützenliste.

Die Mannschaft von Trainer Evangelos Sbonias, nach dem unglücklichen Abstieg aus der Oberliga kaum verändert und mit Shqiprim Binakaj vo der SG Sonnenhof Großaspach wesentlich verstärkt, wurde bislang ihrer Favoritenrolle absolut gerecht. Über die Winterpause beträgt der Vorsprung auf die beiden Verfolger FSV Hollenbach und SSV Ehingen-Süd (je 33 Zähler) sieben Punkte. Nur Hollenbach hat mit 47 Toren mehr Treffer erzielt als der Spitzenreiter (41), der mit 15 Gegentoren die mit Abstand beste Defensive stellt.

SKV Rutesheim im Kommen

Der Bezirk Enz/Murr ist mit drei Mannschaften vertreten. Die SKV Rutesheim, die in der Vorsaison am letzten Spieltag Platz zwei und die Aufstiegsrunde verpasst hat, ist nach Startschwierigkeiten mit fünf Niederlagen – davon vier hintereinander – in sieben Spielen stark im Kommen und verabschiedete sich mit der starken Leistung gegen Backnang in die Pause. Schwer wogen die verletzungsbedingten Ausfälle von Stammkräften wie Tobias Weiß, Tobias Gebbert, Alexander Wellert, Steffen Hertenstein oder Gianluca Crepaldi. Das gute Abschneiden liegt auch an Salvatore Catanzzano, der schon zwölf Treffer auf seinem Konto hat, darunter ein Viererpack. In der Auswärtstabelle belegt das Team von Trainer Jens Eng, der die schwere Nachfolge des langjährigen SKV-Trainer Rolf Kramer angetreten hat, mit vier Siegen, einem Remis und drei Niederlagen Platz zwei. In der realen Tabelle steht Rutesheim auf Rang sieben.

Eng setzt auf eine eingespielte Mannschaft mit einigen Neuzugängen, von denen drei ihren Stammplatz im Team gefunden haben: Defensivmann Tim Ruloff und die Offensivspieler Robin Münst mit seinen acht Saisontoren sowie der schnelle Mustafa Uslu.

Probleme, sich in der neuen Liga zurechtzufinden, hatte der Aufsteiger TSV Heimerdingen, der praktisch mit seinem Aufstiegskader angetreten ist. Die fünf Heimsiege stellen eine bemerkenswerte Quote dar. Auch bei den Heimerdingern missriet der Start: vier Punkte standen nach sieben Spieltagen auf der Habenseite.

Vier Siege aus fünf Spielen

Zuletzt holte der Neuling  vier Sieg aus fünf Spielen. Die Zeit der Vorbereitung auf die neue Umgebung nach den drei Relegationsspielen war kurz. Die Mannschaft von Trainer Holger Ludwig passte sich aber nach und nach an die gestiegenen Anforderungen an und stabilisierte sich vor allem in der Defensive.

Daheim wurden die Spitzenteams des FSV Hollenbach, des VfL Sindelfingen und des Oberliga-Absteigers FC Normannia Gmünd geschlagen. Verstärkungen waren der verbandsligaerfahrene Defensivmann Marc Bitzer und noch mehr der schnelle Alexander Grau. Auch die Probleme auf der Torhüterposition durch die Ausfälle der etatmäßigen Schlussmänner Maik Riesch und Lukas Emmrich wurden aufgefangen. Einmal stand sogar Feldspieler Daniel Geppert zwischen den Pfosten.

In die Winterpause hat sich der TSV mit einem 2:0 über den VfL Pfullingen verabschiedet und sich damit eine gute Ausgangsposition für die Fortsetzung der Rückrunde ab dem 22. Februar geschaffen. Dann müssen die Heimerdinger gleich beim Tabellenführer in Backnang antreten. Aktuell belegen sie Rang 13. Sollte kein württembergischer Oberligist absteigen, wonach es derzeit aussieht, würde diese Platzierung am Ende die Teilnahme an der Relegation bedeuten.

Vier Zähler weniger auf dem Konto hat der VfB Neckarrems (15), der auf dem drittletzten Platz geführt wird.  Vor allem die miserable Auswärtsbilanz mit nur einem Sieg und acht Niederlagen macht den Neckarremsern zu schaffen. Das anfangs gute Abschneiden daheim hat sich durch etliche Niederlagen auch verschlechtert. Dem Dauerbrenner in der Verbandsliga droht eine schwere Rückrunde, und das trotz erfahrener und langjähriger Akteure.

Auf Trainersuche ist der 1. FC Normannia Gmünd. Holger Traub gab nach dem letzten Spiel am 30. November bekannt, dass er am Saisonende seine dann dreieinhalbjährige Tätigkeit – mit dem Aufstieg in die Oberliga 2018 als Höhepunkt – beim FCN beenden wird. Daraufhin entschlossen sich die Verantwortlichen in Gmünd zur sofortigen Trennung.

 
 
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