Fußball-WFV-Pokal Mustapha schießt den Favoriten spät ins Viertelfinale

Von Claus Pfitzer
Tim Niklas Pietzsch trifft per Kopf zum 1:0 für den SGV Heilbronn Freiberg. Der Favorit setzte sich am Ende mit 2:0 bei Oberligist 1. FC Normannia Gmünd durch Foto: Gerald Oelze-de Stoppany/Eibner-Pressefoto

Der SGV Heilbronn- Freiberg müht sich im WFV-Pokal beim Oberliga-Schlusslicht zu einem 2:0-Sieg. 

Mehr Mühe als erwartet hatte der haushohe Favorit SGV Heilbronn-Freiberg, um sich beim noch punktlosen Oberliga-Schlusslucht 1. FC Normannia Gmünd mit 2:0 durchzusetzen und das Pokal-Viertelfinale zu erreichen, das im Januar ausgelost wird.

„Ich bin zufrieden, wir haben auf dem engen Platz unseren Job erledigt. Ich habe viel rotiert. Wir haben gut angefangen, es war aber schwer, etwas zu kreieren. Der Gründer Torwart hat unsere Versuche aus der Distanz gut gehalten“, hatte SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku den Pokalauftritt im Hinblick auf das Derby in der Liga am Samstag (14 Uhr) gegen die Stuttgarter Kickers ab.

Seinen Torhüter lobte auch Normannia-Trainer Patrick Faber hinterher:“ Leif Lochbrunner hat unfassbar gut gehalten. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Mut und das Spiel lange offen gehalten. Wir haben gezeigt, was wir spielen können.“

Gmünds Torhüter macht ein sehr starkes Spiel

Gmünds Keeper Lochbrunner, der in der vergangenen Saison noch für den FSV 08 Bietigheim-Bissingen gespielt hat und in der Stadt an Enz und Metter wohnt, bewahrte sein Team mit tollen Paraden bei Schüssen von Marius Köhl (8.) und Justin Steinkötter (19.) vor einem Rückstand und zeigte auch nach dem 0:1 eine herausragende Leistung. „Es war ein tolles Gefühl zu spielen. Wir haben eine starke kämpferische Leistung gezeigt. Aus dem Spiel können wir viel Positives mitnehmen. Ich bin mit meinem Wechsel sehr zufrieden, es macht Spaß und für den Sport nimmt man auch die längere Anfahrt in Kauf“, sagte Lochbrunner, der in der Liga bislang die Nummer zwei war.

Die überlegenen Freiberger gingen durch eine Standardsituation in Führung. Marshall Faleu verlängerte eine Ecke per Kopf und Tom-Niklas Pietzsch, der mit Faleu die neu formierte Innenverteidigung bildete, traf ebenfalls per Kopf (20.).

Kurz vor der Pause scheiterte Matt-Brahan Zie ebenfalls an Lochbrunner. In der zweiten Halbzeit traten die Gastgeber mutig auf, schalteten immer wieder schnell um und sorgten für eine ausgeglichene Partie.

Gmünd vergibt Foulelfmeter kurz nach der Pause

Der stark spielende Daniel Rapp hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte mit einem Elfmeter an Freibergs Torhüter Benedikt Grawe (48.). Zuvor hatte Pietzsch Mike Huras zu Fall gebracht. Grade musste immer wieder eingreifen, denn die Gmünder ließen in ihren Angriffsbemühungen nicht nach. Der SGV hatte zwar meist die Spielkontrolle, es fehlten aber die zwingenden Aktionen.

Endgültige Entscheidung erst sehr spät

In der 88. Minute sorgte Marlon Mustapha für die Entscheidung. Er nahm ein Zuspiel von Gwang-in Lee in Bedrängnis auf, setzte sich durch und traf aus 16 Metern zum 2:0. Zuvor hatte Mustapha mit einem Heber den Pfosten getroffen (77.) und hatte aus 16 Metern knapp das Tor verfehlt.

SGV Heilbronn-Freiberg: Grade - Weik, Pietzsch, Faleu, Bradara - Lorch (46. Martin), Laupheimer - Biankadi, Köhl (46. Lee), Zie (79. Malungo) - Steinkötter 46. Mustapha).

 
 
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