Fußballtrainer aus Löchgau VfR Heilbronn trennt sich von Andreas Lechner

Von Andreas Eberle
Andreas Lechners Zeit als Trainer beim VfR Heilbronn ist abgelaufen. Foto: Herbert Schmerbeck

Der 45-jährige Coach aus Löchgau erhält beim Landesliga-Aufsteiger den Laufpass – trotz Tabellenplatz fünf zur Winterpause und trotz der zwei Aufstiege unter seiner Regie.

Ausgerechnet die Nullnummer am Samstag in seinem Heimatort hat Andreas Lechner den Trainerjob beim Fußball-Landesligisten VfR Heilbronn gekostet: Zwei Tage nach dem 0:0 beim FV Löchgau verkündete der 2018 durch eine Neugründung wiederbelebte Traditionsklub die Trennung. „Es ist nicht so, dass es einen Riesenknall gegeben hat. Der Verein will eine andere Ausrichtung und einen neuen Impuls setzen“, sagt Lechner und berichtet von „ehrlichen und offenen Gesprächen“.

Unterschiedliche Vorstellungen

Am Sonntagvormittag hatten sich er und Klubchef Onur Celik getroffen, um unter vier Augen die Lage zu analysieren. Dabei wurde schnell klar, dass beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen haben – sowohl was die sportlichen Ziele anbelangt als auch die Spielweise. Celik fordert mehr Offensivfußball und den Aufstieg der als Mitfavorit in die Runde gestarteten Heilbronner. Lechner legt dagegen Wert auf eine gute Abwehrarbeit und war mit dem bis zur Winterpause erreichten fünften Platz „unterm Strich zufrieden“. Zumal der Klub im Sommer nach der Bezirksliga-Meisterschaft einen gewaltigen Umbruch vorgenommen hatte: Gleich 18 neue Kicker, die drei Talente aus der eigenen U19 inbegriffen, galt es zu integrieren.

Lechner hatte den VfR im Sommer 2019 in der Kreisliga A übernommen und mit zwei Aufstiegen schnurstracks in die Landesliga geführt. „Ich hatte in Heilbronn dreieinhalb unheimlich gute und erfolgreiche Jahre, in denen ich viele neue Freunde kennengelernt habe“, sagt der geschasste Coach. Er weist aber auch auf die hohe Erwartungshaltung im Unterland hin: „Der Verein hat große Ambitionen. Darum ist auch der Druck groß, unter dem Trainer und Mannschaft stehen.“

Am Montagabend verabschiedete sich Lechner im Tagungsraum eines Heilbronner Hotels vom Team. Den Termin hatte der VfR extra noch organisiert. So harmonisch laufen Trennungen nicht immer ab.

 
 
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