FV Löchgau Beim dritten Anlauf doppelt besetzt

Von Manuel Schust
Stürmer Tim Schwara (am Ball) und der FV Löchgau wollen in der Landesliga erneut angreifen. Foto: /Oliver Bürkle

Mit zwei Transfer-Coups und tieferem Kader peilt der FV Löchgau erneut den Aufstieg in die Verbandsliga an.

Rund einen Monat ist es her, dass der FV Löchgau in der Relegationsrunde gegen den SG Empfingen eine 0:2-Niederlage einstecken und damit die Hoffnungen auf den Aufstieg in die Verbandsliga erneut begraben musste. Wie schon in der Saison 2024/2025 scheiterten die Roten nach einer starken Landesliga-Spielzeit wieder in der Relegation. Mit einem breiteren Kader und zwei Neuzugängen aus der Oberliga soll für die Mannschaft von Trainer Markus Lang nun im dritten Anlauf der Sprung in die Verbandsliga klappen.

Hoffen auf ausgeglichenere Liga

Starke 69 Punkte hatten die Löchgauer Kicker in der zurückliegenden Spielzeit in der Landesliga eingefahren. Doch wie in der Vorsaison, als man knapp hinter dem FSV Waiblingen die Runde abschloss, gab es auch in der vergangenen Saison mit der SKV Rutesheim ein anderes Überflieger-Team, das den Roten die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Verbandsliga wegschnappen konnte. „Das gibt es in diesen Ligen öfter, das ein Verein eine so überragende Saison spielt“, sagt Löchgaus Sportlicher Leiter Daniel Brodbeck. „Holzhausen hat in der Verbandsliga auch eine richtig gute Saison gespielt, aber die Young Boys Reutlingen sind vorne wegmarschiert.“ Brodbeck hofft auf eine „etwas ausgeglichenere Landesliga in der nächsten Saison“. Stark schätzt der Sportliche Leiter der Roten neben dem FSV Waiblingen auch den TSV Gaildorf ein, der sich gut verstärkt habe. „Und mit dem VfR Heilbronn ist auch spannender Absteiger aus der Verbandsliga runtergekommen.“

In der kurzen Sommerpause verließen den FVL unter anderem zwar Ivanilson Guerra Matias, Lukas Mann, Komninos Delkos und Medin Bulic in Richtung FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Doch das neu formierte Team von Markus Lang hat in der Tiefe und Spitze an Qualität zugelegt.

Viel Oberliga-Erfahrung

Zwei Transfer-Coups gelangen den Löchgauern mit der Verpflichtung von Alexander Götz und Marco Manduzio. Während der langjährige Nullachter Götz nach zehn Jahren in der Oberliga zu seinem Heimatverein zurückkehrt (die BZ berichtete), ist der Transfer von Manduzio gelungen, weil der Innenverteidiger sich beruflich neu orientiert hat. Beim 26-Jährigen, der einst beim VfB Stuttgart ausgebildet wurde und zuletzt bei FC Nöttingen gespielt hat, genießt der Fußball nicht mehr die oberste Priorität. Da er in Besigheim wohnt und sein kleiner Bruder früher in Löchgau kickte, lag der Wechsel zu den Roten auf der Hand. „So einen kurzen Weg ins Training hatte ich, glaube ich, noch nie“, sagt „Mandu“ schmunzelnd.

Doch nicht nur mit den beiden Oberliga-erfahrenen Spielern hat der FVL an Qualität dazugewonnen. Mit Nektarios Tsouloulis, Mardoche Calemba und Kevin Kloos konnte man drei Spieler verpflichten, die zuletzt beim TV Oeffingen für Furore gesorgt haben. Jan Sonntag ist ein echter Knipser, der vom Bezirksliga-Meister SV Germania Bietigheim zu den Roten gestoßen. 27 Tore erzielte der 20-jährige Stürmer in 25 Spielen. Von der SKV Rutesheim wurde Torhüter Jan Göbel verpflichtet. Sechs Spieler aus der eigenen Jugend sind zudem in den Herren 1-Kader aufgerückt.

„Es war in der Kaderzusammenstellung unser Ziel, alle Positionen doppelt zu besetzen – und das ist uns auch gut gelungen“, sagt FVL-Trainer Markus Lang, der mit der bisherigen Vorbereitung zufrieden ist. Seit dem 5. Juli sind die Löchgauer Kicker wieder im Training. Das erste Pflichtspiel bestreitet Löchgau im WFV-Pokal gegen die SG Sonnenhof Großaspach am 1. August um 17 Uhr.

 
 
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