Gegen Freiburg setzt es die erste Heimniederlage Steelers fehlt das Puckglück

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Und wieder ist gleich Benjamin Meisner (Mitte) Endstation: Hier scheitert Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz am Freiburger Torhüter. ⇥⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Das Bietigheimer DEL2-Team verliert erstmals zu Hause. Beim 3:4 gegen Freiburg nach Penaltyschießen vergeben die Naud-Schützlinge zu viele Chancen.

Im dritten Heimspiel hat es die Bietigheim Steelers erwischt: Sie gingen erstmals in der EgeTrans-Arena in der laufenden DEL2-Saison als Verlierer vom Eis: Die Wölfe Freiburg setzen sich am Sonntagabend mit 4:3 nach Penaltyschießen durch. Damit endete eine Bietigheimer Erfolgsserie mit zuletzt drei Siegen hintereinander. „Nur im ersten Spiel haben wir bisher nicht gepunktet, sonst immer. Das ist sehr positiv“, sagte SCB-Trainer Danny Naud und wies auf den Kräfteverschleiß hin: „Man muss bedenken, dass das unser fünftes Spiel in zehn Tagen war.“

Am Freitag spielt wieder Brenner

Sein Kader war derselbe wie in den vergangenen Duellen, sprich: Bis auf Youngster Fabjon Kuqi blieb personell alles beim Alten. In Nuancen tat sich aber doch etwas bei der Aufstellung: Trotz der drei siegreichen Partien in Folge musste Torhüter Cody Brenner seinem Kollegen Jimmy Hertel den Platz zwischen den Pfosten überlassen – eine Folge des Naud’schen Rotationsprinzips, das einem Goalie maximal drei Einsätze am Stück zugesteht – und sonst in kürzeren Abständen Wechsel bei Niederlagen mit mindestens drei Toren Unterschied. Demnach kehrt Brenner also bereits am kommenden Freitag (20 Uhr) im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse ins Steelers-Gehäuse zurück.

Eine weitere Neuerung hatte mit dem knallroten Helm des Topscorers zu tun: Den trug erstmals der US-Amerikaner C.J. Stretch, der zuletzt gegen Dresden und Bad Tölz jeweils zum Matchwinner avanciert war. Der entthronte Norman Hauner hatte im ersten Drittel gleich eine gute Chance, auf Stretch wieder Boden gutzumachen, doch sein Geschoss knallte mit einem lauten „Pling“ an den Pfosten, was bei der Geisterkulisse besonders gut zu hören war (5.).

Die Breisgauer, die nach wie vor auf ihren verletzten letztjährigen Topscorer Cam Spiro verzichten mussten, durften in der zehnten Minute erstmals die Arme zum Jubeln hochreißen: Hertel wehrte einen Schuss von Rothelmträger und Verteidiger Alexander Brückmann mit dem Schoner ab, und Christian Billich staubte zum 0:1 ab.

Eine Einzelaktion von Riley Sheen bescherte Bietigheim bei einem eigentlich eher schwachen Powerplay das 1:1: Der leichtfüßige Kanadier bekam in der neutralen Zone von Tim Schüle die Scheibe serviert, ließ zwei Freiburger Hindernisse stehen und bezwang EHC-Torhüter Benjamin Meisner mit einen haltbar scheinenden Schuss (15.).

Im Mitteldrittel wurden die Steelers sofort kalt erwischt: Kapitän Nikolai Goc hatte bei einem Zweikampf etwas leichtfertig eine Strafzeit verursacht. Das folgende Überzahlspiel nutzte der kanadische Wölfe-Verteidiger Nick Pageau zum 1:2 (22.). Auch beim 2:2 war ein Abwehrspezialist der Initiator: Max Renners fulminanten Knaller von der blauen Linie fälschte René Schoofs zum Ausgleich ab (26.). Doch auch ein drittes Mal geriet das Heimteam in Rückstand: Die Abwehr „vergaß“ Andreé Hult nahe des Bullykreises, und dieser vollendete zum 2:3 (39.). Die Schiedsrichter schauten sich den Treffer zur Sicherheit noch mal auf Video an – und gaben ihn dann auch. Gleichwohl war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, denn die Steelers hatten bis dahin doppelt so viele Torschüsse in der Statistik stehen wie der Gegner.

Auch im dritten Durchgang war der Mannschaft aus dem Ellental das Puckglück nicht hold. An der kompakt stehenden und diszipliniert verteidigenden Wölfe-Defensive bissen sich die Schwaben die Zähne aus, zumal auch Meisner im Kasten unbezwingbar schien. Bis zur 57. Minute. Da krönte Altmeister Matt McKnight das schöne Zusammenspiel mit Sheen mit dem verdienten 3:3. Nach der torlosen Verlängerung fiel die Entscheidung im Penaltyschießen: Für Freiburg trafen Skyler McKenzie und Simon Danner, während Sheen und Stretch ihre Versuche vergaben. Die Steelers waren geschlagen.

 
 
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