Gemeinde organisiert Begehung von Spielpätzen Meinung der Eltern ist gefragt

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Bürgermeister Alexander Fleig und Planerin Ann-Kathrin Meyer präsentieren bei der Begehung des Spielplatzes Taubenstraße die vorläufigen Planungen.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Die Gemeinde Freudental hat Pläne für zwei Spielplätze für unterschiedliche Altersgruppen.

Durch das neue Baugebiet Alleenfeld werden vermutlich mehr Familien mit Kindern dazukommen, die den nahen Spielplatz an der Kita Taubenstraße nutzen werden. „Deshalb ist es uns wichtig, dass wir einen schönen Spielplatz haben und man es mit der Bürgerschaft bespricht“, begrüßte Bürgermeister Alexander Fleig die Eltern, Omas und Kinder zum Lokaltermin am Dienstagnachmittag, nachdem bereits im Nachrichtenblatt zu einer Umfrage aufgerufen worden war. Auch die Leitungen der Kinderbetreuung waren gefragt worden, welche Pläne für den Spielplatz sie am sinnvollsten finden.

1000 Quadratmeter

Die gemeindeeigene Fläche, die im neuen Baugebiet für einen Spielplatz reserviert worden war, ist rund 500 Quadratmeter groß und schließt unmittelbar an den öffentlichen Spielplatz an, den es hier schon gibt. Er war vor Jahren verkleinert worden, zugunsten des Kita-Außenbereichs und stellt den Zugang zum neuen Wohngebiet her. Insgesamt 1000 Quadratmeter stünden so zur Verfügung, für die im Juli bereits im Gemeinderat Planungsvarianten vorgestellt worden waren (die BZ berichtete). Aber der Rathauschef wies auch darauf hin, dass nicht alles, was auf dem Plan gut aussieht, später auch gut wird.

Klar ist die Wegeführung, die auch für Senioren oder Kinderlose von Bedeutung ist und in der favorisierten Planung im nördlichen Bereich von der Taubenstraße zum Alleenfeld führt. Ob dort dann ein Tor steht, war eine der Fragen, die sich ergaben. Für Mütter mit zwei oder mehr Kindern sei dies sinnvoll, weil man nicht immer auf alle achten könne, erklärte eine Mutter. Eine Seilbahn schlug der junge Maximilian vor, die Fleig aus Rücksicht auf die Nachbarn hier aber nicht umsetzen möchte. Strittig waren die Sitzquader aus Stein, für eine Mutter keine gute Lösung. Ihr wären normale Bänke mit Rückenlehne lieber. Hier solle beides angeboten werden, so Fleig, auch so etwas wie ein „Schwätzbänkle“ für Senioren, die den Platz so für sich nutzen können.

Raum zum Toben

Ann-Kathrin Meyer vom Büro Modus Consult stellte die Spielgeräte wie Kletter-Balanciergerät, Nestschaukeln oder Seilrutsche vor, die für die größeren Kinder gedacht sind. „Der Trend ist, etwas anzubieten und Raum zum Toben zu geben“, so die Planerin, die Spielgeräte sollen dazu beitragen, die Motorik der Kinder zu verbessern.

Beim zweiten Spielplatz „Steinbach“, der abgelegen am Grävenitzweg liegt, will man nun die Planung als Platz für kleinere Kinder überdenken. Hier gibt es keine Nachbarn und einen möglichen Rückzugsraum auch für Jugendliche, die von dem Platz profitieren könnten.

Am Weg könnte hier ein Bereich für die Älteren entstehen, dahinter, mit passenden Spielgeräten, auch eine Fläche für die Jüngeren. Der als Pflasterweg modellierte Steinbach war mancher Mutter zu lang.

Dass die frühere Querung der Bietigheimer Straße nun weggefallen ist, bedauerte eine Teilnehmerin der Besichtigung, die den neuen Weg über den Kreisel als gefährlich einstuft. Eine weitere Mutter fragte, warum man nicht auch die Schule in die Umfrage miteinbezogen habe. Bürgermeister Fleig will die Anregungen für die Sitzung des Gemeinderats im Oktober aufnehmen. Ziel sei es, dass beide Spielplätze im nächsten Jahr fertiggestellt sind. ⇥

 
 
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