Gemeindefest Ingersheim Feierlaune trotz missglücktem Fassanstich

Von Jörg Palitzsch
Bürgermeisterin Simone Lehnert brauchte viele Versuche, bis der Zapfen festsaß. Foto: /Oliver Bürkle

Der Zapfhahn wollte zunächst nicht so wie Bürgermeisterin Simone Lehnert. Das dämpfte die Feierlaune beim zweitägigen Gemeindefest im Fischerwörth allerdings nicht.

Im Vorfeld hatte Bürgermeisterin Simone Lehnert leichte Zweifel, ob ihr der Fassanstich zur offiziellen Eröffnung des zweitägigen Gemeindefestes zu „50 Jahre Ingersheim“ am Samstag gelingen würde. Am Festgelände Fischerwörth brauchte sie dann tatsächlich unzählige Schläge, bis der wohl beschädigte Plastik-Zapfhahn im Spundloch festsaß und ausgeschenkt werden konnte. Geholfen hat der Pleidelsheimer Bürgermeister Ralf Trettner, der wie die früheren Bürgermeister Volker Godel und Martin Maier, der Bundestagsabgeordnete Fabian Gramling, viele Gemeinderatsmitglieder sowie eine große Gästeschar den Trubel um den Fassanstich verfolgte.

Absprung aus 4000 Metern

Zuvor war der ehemalige Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger aus 4000 Metern im Tandem mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Ursula Heinerich aus einem Flugzeug abgesprungen, das bei Schifferstadt gestartet war. Gegen 16.15 Uhr gab es den ersten Sichtkontakt am Himmel, dann dauerte es immer noch 15 Minuten, bis das Duo unter lautem Beifall der Gäste sicher auf dem Fußballplatz landete. Für Ginger war es sein 5631. Absprung, für Heinerich das erste Mal. „Einmal, aber nie wieder“, sagte sie nach der Landung. Bewirtet wurde auf dem weitläufigen Festgelände vom Fußballverein, die musikalische Unterhaltung am Abend lieferte die Stimmungsband SEL. Nach dem etwas verunglückten Fassanstich wurden die Ehrengäste mit einem Planwagen, gezogen von einem tuckernden Traktor, nach Kleiningersheim gebracht, wo die zweite Festeröffnung stattfand.

Absprung aus 400O Metern

Mit dem Weinfass hatte Bürgermeisterin Lehnert dann weniger Probleme, schnell wurden die Gläser gefüllt. Nach und nach füllte sich auch der Festplatz am Vereinsheim Schönblick, die Bewirtung lag in den Händen der Landfrauen, des Kleiningersheimer Musikvereins und den örtlichen Winzern. Die Band Sozialstation bot schwäbische Rockmusik, die ein wenig an Wolle Kriwanek erinnerte, und lockte damit die Fans vor die Bühne.

22 Stationen

Der Sonntag gehörte dann ganz den Vereinen und den Ehrenamtlichen. Bei strahlendem Sonnenschein und den entsprechenden Temperaturen konnten auf der Schlossbergrunde, dem Fischerwörth in Groß-, und dem Schönblick in Kleiningersheim 22 Stationen angelaufen werden. Wer jede Station besuchte konnte dies in einer Broschüre abstempeln lassen, verlost wurden drei Preise. Der Festsonntag zeigte dann, wie aktiv die Vereine nach der Coronapause wieder sind. Der Tischtennisverein, die Volleyball-Abteilung des TSV Kleiningersheim, der Fußballverein, der Tennisclub, das Blasorchester und der Turnverein machten Angebote im Fischerwörth.

22 Stationen

Ein Halt war auch am Brühl möglich, wo der Akkordeonverein und die Singgemeinschaft auf dem Programm standen. Der Ortsverein des BUND, die Grüne Nachbarschaft und ein DKMS-Laufangebot gab es beim Schmetterlingsgarten an der S-Kurve. Im Siegental hatte der TVI eine Wenderunde eingerichtet.

Die nächsten Termine

Die Ingersheimer Winzer und das Weingut Fink informierten am Wengerthäusle am oberen Wengertsweg, die Ingersheimer Jägerschaft, die Fasnetszunft und der Verein für die offene und soziale Jugendarbeit waren an der Kleiningersheimer Aussichtsplatte angesiedelt. Der Schachclub fragte im Kindergarten Schönblick nach Matt in einem Zug, BMX und Laufrad waren beim MSC in der Talstraße möglich und der Angelsportverein bot Fischgerichte. Am Schönblick selbst waren die Abteilungen Gymnastik und Badminton des TSV Kleiningersheim im Einsatz. Die Landfrauen tischten Kuchen auf, die musikalische Unterhaltung kam vom Musikverein, Kinder konnten Steine bemalen. Wer nicht ganz so mobil war, für den fuhr der Seniorenbus die Runde ab.

Das steht jetzt an

Der nächsten Termin zum 50-jährigen Orts-Jubiläum ist ein Boule-Turnier beim Boule-Platz auf dem Fischerwörthgelände am 25. und 25. September. Am 26. November gibt es ein Gemeinschaftskonzert aller musizierenden Vereine in Ingersheim. Dazu hatte Bürgermeisterin Simone Lehnert angeregt, ein „Ingersheim-Lied“ zu komponieren.

 
 
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