Gemeinderat Freudental 700 000 Euro für einen Anbau ans Feuerwehrhaus

Von Gabriele Szczegulski
Auf der rechten Seite soll der neue Anbau des Feuerwehrhauses als Unterbringung vor allem für Logistikfahrzeuge entstehen. Foto: /Oliver Bürkle

Bis zum 31. Januar muss für die Förderung aus dem Ausgleichsstock beantragt sein. Deswegen wurde schnell ein Kostenvoranschlag erarbeitet.

Bürgermeister Alexander Fleig hatte am Mittwoch den nicht gerade positiven Haushalt 2024 den Gemeinderäten vorgelegt, da bekamen diese den nächsten Schock: Der Kostenvoranschlag für den Bau eines Anbaus ans Feuerwehrhaus weist eine Summe von rund 750 000 Euro auf. Stille im Gemeinderat. „Ja, ich weiß, das ist der nächste Schreck“, so Fleig. „Wer soll das bezahlen?“, kommentierte Norbert Schmatelka von der Bürgergruppe Freudental.

Doch erst mal mussten die Räte gar nicht über diesen Betrag oder die Pläne für den Anbau diskutieren. Gefragt war ihre Meinung, ob die Verwaltung einen Antrag auf Förderung aus dem Ausgleichstock stellen soll. Dieser muss nämlich bis 31. Januar beantragt sein.

Punkt kam kurzfristig auf die Tagesordnung

Diese Frist war auch der Grund, dass der Tagesordnungspunkt „Freiwillige Feuerwehr – Umsetzung der Maßnahmen aus dem Feuerwehrbedarfsplan“ ganz kurzfristig auf die Tagesordnung kommt. „Wir mussten feststellen, dass wir pro Jahr nur noch einen Antrag für Förderung aus dem Ausgleichsstock stellen dürfen und dass dieser bis 31. Januar erfolgen muss“, so Fleig. „Das bedeutet“, so Andreas Büdenbender von der Bürgergruppe Freudental, „dass wir künftig Kindergartenbau gegen Feuerwehr oder ähnlich ausspielen müssen?“. „Ja“, lautete die klare Antwort des Bürgermeisters. In diesem Fall hieß es Feuerwehrhausanbau gegen neues Feuerwehrfahrzeug. Da für das Fahrzeug eine Beantragung aber nur mit einer offiziellen Ausschreibung und den dadurch eingegangenen Angeboten eingereicht werden kann, wurde dieses Verfahren auf das Jahr 2025 verschoben.

Um den Antrag auf Förderung des Feuerwehrhausanbaus stellen zu können, muss ein Kostenvoranschlag vorliegen. In aller Schnelle trommelte Fleig deshalb den Planer Jochen Feyerabend und den Feuerwehrausschuss zusammen, die sich dafür entschieden hatten unter zwei Varianten derzeit zu Variante 2 zu tendieren. „Aber auch diese hat ihre Nachteile, das muss man dann in der endgültigen Diskussion sehen“, sagte Feuerwehrkommandant Alexander Weidhaus, der eigens in die Sitzung des Gemeinderats gekommen war.

Variante 2 sieht vor, dass der Anbau rechts vom Feuerwehrhof entlang des Feldwegs erstellt wird, während bei Variante 1 der Anbau auf dem Parkplatz der Schönenberghalle geplant ist, was den Wegfall von Parkplätzen, aber auch die Entkoppelung der Halle von der vorhandenen bedeutet, wie Weidhaus anmerkte.

Variante 2 beinhaltet eine geschlossene Überdachung zwischen Bestand und neuer Halle als geschlossener Durchgang für die Feuerwehrleute. Deren Fahrzeugstellplätze würden dann am Feldweg platziert. Die Halle selbst würde ein nach hinten niedrigeres Pultdach bekommen. Die Gemeinderäte stimmte einstimmig zu, dass die Verwaltung den Antrag stellen kann. Über die Details des Anbaus und die Pläne wird dann im Laufe des Jahres diskutiert.

 
 
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