Gemeinderat stimmt dafür Das Bönnigheimer Gerätehaus muss erweitert werden

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Das Bönnigheimer Feuerwehrhaus muss für den neuen Gerätewagen angebaut werden. ⇥ Foto: Martin Kalb

Für die Truppe wird ein Gerätewagen Logistik 2 angeschafft, für diesen ist ein Anbau an das bestehende Gebäude nötig.

Erst 2010 wurde das Feuerwehrhaus der früher selbstständigen Wehren in Hofen, Hohenstein und der Kernstadt in der Kirchheimer Straße 100 eingeweiht. Doch die technischen Anforderungen an die Wehr haben sich gewandelt. Daher stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einhellig für die Anschaffung eines Gerätewagens Logistik 2. Und dieser braucht dann ein Dach über dem Kopf.

Kommandant Mike Etzel wies darauf hin, dass die Stadt gewachsen sei und damit auch die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr. Diese verfüge derzeit über vier Löschfahrzeuge und zwei Mannschaftstransportwagen. Das ist leider nicht mehr zeitgemäß“, erläuterte er. Deshalb soll ein Löschfahrzeug durch einen Gerätewagen Logistik 2 mit Zusatzbeladung für die Technische Hilfe ersetzt werden. Das sehe auch der 2019 entwickelte Feuerwehrbedarfsplan so vor. Das neue Fahrzeug werde als eine Nachschubeinheit erforderlich, die flexibel bei allen Aufgaben eingesetzt werden könne. Als Beispiele nannte er neue Kraftfahrzeugtechniken oder das Eindringen von Löschwasser in offene Entwässerungsgräben. Der GW-L2 brauche jedoch mehr Platz als ein Löschfahrzeug und der sei nicht da. Die Stadt rechnet bei der Neuanschaffung des Fahrzeugs mit Kosten in Höhe von 320 000 Euro. Darin enthalten ist auch eine fachliche Begleitung, die sich um die erforderliche europaweite Ausschreibung kümmert. Vom Landratsamt kommt ein Zuschuss in Höhe von 66 000 Euro.

Für Stadtrat Markus Stahl (UWG) ist es richtig, auf die gestiegenen Anforderungen der Wehr zu reagieren und eine zeitgemäße Aufstellung zu organisieren. „Wir müssen zuerst das Fahrzeug genau planen und dann Änderungen am Feuerwehrhaus sorgfältig und wirtschaftlich angehen“, sagte er. Da man derzeit mit einer zweijährigen Lieferzeit rechnen müsse, bleibe genügend Zeit, meinte Bürgermeister Albrecht Dautel. Hans-Martin Jäger (UWG) wollte wissen, ob die Verwaltung die Erweiterung des Feuerwehrhauses plane oder ob man beabsichtige, externen Sachverstand hinzuzuziehen. Es sei vorgesehen, den Architekten des Feuerwehrhauses anzufragen, sagte Dautel. Christa Häußer (FWV/CDU) verwies auf die finanziell angespannte Situation der Stadt und bat darum, bescheiden zu sein. Jürgen Carstens (Grüne) war sich sicher: Das neue Fahrzeug brauche eine Behausung.

 
 
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