Gemeinschaftsschule in Kirchheim bekommt mehr Platz Erweiterung kann beginnen

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Die Container der Kirchheimer Schule auf dem Laiern soll der Vergangenheit angehören. Für rund zehn Millionen Euro wird die Gemeinschaftsschule erweitert und saniert.⇥ Foto: Martin Kalb

Der Kirchheimer Gemeinderat fasste den Baubeschluss zur Erweiterung der Gemeinschaftsschule auf dem Laiern, nachdem erste Förderzusagen da sind.

Im Jahr 2015 wurde aus der Werkrealschule auf dem Laiern in Kirchheim eine Gemeinschaftsschule, der inzwischen der Platz fehlt. Nun soll hier um ein Gebäude erweitert werden, um das Raumproblem zu lösen. Gleichzeitig müssen in einem späteren Schritt die über 30 Jahre alten Bestandsgebäude saniert und an die geänderten Anforderungen des Schulbetriebs angepasst werden. Der Gemeinderat fasste den Baubeschluss einstimmig.

Durch die Einführung des Ganztagsbetriebs ergab sich in erster Linie das Platzproblem, das für Randzeiten mit gemieteten Containern gelöst wird, die auch für die Kernzeitbetreuung genutzt werden und die Gemeinde viel Geld kosten. Stark gewachsen ist auch die Zahl der Grundschüler, was zudem mehr Platz erforderlich macht.

Zehn Millionen Euro

Rund zehn Millionen Euro sollen die Erweiterung und die Sanierung kosten, die europaweit ausgeschrieben werden mussten. Fünf Architekturbüros beteiligten sich, den Zuschlag bekam das Büro „Architektur 109“ aus Stuttgart, das auch die erste Vorplanung vorgelegt hatte. Entstehen sollen nach dem Siegerentwurf 15 neue Klassen- und Kursräume, Integrationsräume, Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht sowie Flächen für die Ganztagsbetreuung und ein Schülercafé. Gebaut wird zunächst der große dreistöckige Anbau im Norden, wo rund elf Klassenzimmer entstehen sollen. Der Maschinen- und Werkstattbereich soll aus dem Gebäudetrakt ausgegliedert werden und im Süden einen neuen Zugang bekommen.

Geschlossener Innenhof

An der Ecke Stromberg-/Friedrichstraße soll nach dem Entwurf ein Baukörper entstehen, der sich an der Umgebungsbebauung orientiert und architektonisch zum bestehenden Schulgebäude passt. Auch soll das Lehrerzimmer vergrößert werden, und es soll ein geschlossener Innenhof geschaffen werden, der dem Lehrerkollegium und den Kernzeitbetreuerinnen eine Rückzugsmöglichkeit bieten würde.

Nachdem der Gemeinderat dem Haushaltsentwurf zugestimmt hatte, sind die Bedingungen für die Förderung in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro erfüllt. Im ersten Halbjahr soll der Großteil der Gewerke für Sanierung und Erweiterung ausgeschrieben werden, die wesentlichen Entscheidungen, wie zur Fassadengestaltung, sollen mit dem Gemeinderat abgestimmt werden. Für kleinere Gewerke soll eine Projektgruppe eingerichtet werden, die bei Bedarf auch kurzfristig und formlos eingeladen werden kann und im Gemeinderat informiert.

Nach der erteilten Förderung muss nun auch in diesem Jahr mit den Gewerken begonnen werden, denn die Förderung hängt am Abschluss der Erweiterung bis 31.Dezember 2022. Durch den hohen Anteil auswärtiger Schüler könnte die Förderung der Erweiterung rund 60 Prozent betragen, die Sanierung kann später mit 33 Prozent der Kosten bezuschusst werden.

„Mit der Förderung können wir eine der wenigen Schulen, die sich entwickeln, erhalten und den Folgeschritt gehen und erweitern“, sagte Bürgermeister Uwe Seibold in der Sitzung. Rund 5,5 Millionen Euro sei der Anteil für die Gemeinde, der über mehrere Jahre finanziert werden soll. Für den Haushalt sei das Projekt „fast ein Nullsummenspiel“, da die Abschreibung auf 35 Jahre angelegt sei, betonte Seibold.

 
 
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