Vor über 50 Jahren hielten Terroristen der „Roten-Armee-Fraktion“ (RAF) beim so genannten „Deutschen Herbst“ die Nation in Atem. 28 Jahre lang reichte die Chronologie der Terrorakte mit mindestens 34 Morden, unzähligen schwer Verletzten und hohem Sachschaden, auf die der damals beruflich damit intensiv betroffene Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger in der neuen „mörin“ des Vereins für Heimatgeschichte Sachsenheim zurückschaut.
Geschichtsheft „mörin“ Tage des Terrors inmitten der Stadt
Die RAF-Jagd hält im April 1977 ganz Sachsenheim im Atem.
Der 79-jährige Sersheimer ist bis heute ein gefragter und aktiver Mann: Neben drei Büchern, die er verfasst hat, hält er bundesweit seit 2013 pro Jahr rund 40 Vorträge.
Spannende Tage in Sachsenheim
In der „mörin“ geht der Autor in seinem reichlich bebilderten Beitrag nun auch authentisch explizit auf die RAF-Jagd in Sachsenheim und Umgebung ein. Gemeint ist die Zeit um den April 1977, als das Großsachsenheimer Bahnhofsviertel im Zusammenhang mit der RAF von 200 Polizeikräften abgeriegelt und die Bevölkerung unter anderem auch wegen Hubschraubereinsatzes und Flugblättern in hohe Anspannung versetzt worden war. Klaus Pflieger spannt dabei gewohnt sachlich und faktenbezogen den Bogen von den ab dem Jahr 1970 aufgetauchten drei RAF-Generationen bis hin zum Jahr 1998, als die „Baader-Meinhof-Bande“ ihre Vision selbst für gescheitert erklärte. Dazwischen stehen die Morde an einflussreichen Menschen wie Siegfried Buback, Dr. Hanns-Martin Schleyer und weiteren.
Die Mär vom Hexensprung
Im zweiten Teil dieser Zeitschrift geht es um den Hexensprung im Uracher Tal. Beim Hexensprung handelt es sich um eine Mär aus der Feder des einstigen edlen Ritters, Minnesängers und Poeten Hermann von Sachsenheim Senior. Darin ist unter anderem auch nachzulesen, wie man beispielsweise am besten – mehr oder weniger wirkungsvolle – Hexen-Salben selber kreieren kann.
