Gravierende Änderungen für Autofahrer in Besigheim Neue Regeln fürs Parken

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Noch ist er mit einer Plastikplane verdeckt, der neue Parkscheinautomaten auf dem Parkplatz der Stadthalle Alte Kelter. Ab Dienstag, 15. September, muss für das Parken bezahlt werden.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Für die Autofahrer und Anwohner gibt es nach den Ferien gravierende Änderungen. Das Parkierungskonzept wird in Kraft gesetzt.

Die Zeiten, in denen in Besigheim überall in der Stadt umsonst geparkt werden kann und es nur wenige Parkzeitbeschränkungen gibt, sind mit dem Ende der Ferien endgültig vorbei. Dann gilt das neue Parkierungskonzept, das der Gemeinderat am Dienstag nach vielen vorangegangenen Diskussionen verabschiedet hat.

Als erste Autofahrer dürften es diejenigen gemerkt haben, die ihr Fahrzeug gewohnheitsmäßig auf dem Platz an der Enz beim Radsportheim abstellen. Dieser Parkplatz ist seit Montag ebenso gesperrt wie der Parkplatz am Riedweg hinter dem Geschäftshaus der Firma Layher. „Das wird dauerhaft so bleiben“, kündigte die Stadt auf ihrer Facebook-Seite an. Die Autofahrer werden auf das neue Parkhaus gegenüber Edeka verwiesen, das schon seit einiger Zeit geöffnet ist und wo es genügend freie Plätze gibt. Freie Plätze gibt es erfahrungsgemäß auch auf dem P+R-Platz direkt beim Bahnhof.

Gebühren werden fällig

Noch ist das Parken im neuen Parkhaus umsonst. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben, allerdings sind die Gebühren ausgesprochen niedrig: Zehn Cent pro Stunde kostet es künftig, dort sein Auto abzustellen. Eine Monatskarte für die Zeit von 7 bis 20 Uhr kostet 20 Euro. Wer sein Auto dort ganztags abstellen möchte, muss monatlich 40 Euro bezahlen.

Gravierend sind die Änderungen in der Innenstadt, erkennbar an den Parkscheinautomaten, die bereits an verschiedenen Plätzen aufgestellt sind, darunter auf dem Parkplatz der Stadthalle Alte Kelter. Dort und in der Tiefgarage kostet das Parken wochentags künftig 50 Cent ab der zweiten Stunde, die maximale Parkzeit beträgt vier Stunden.

 Auch auf den Parkplätzen am kleinen Neckerle gegenüber Komet, beim Bauhof und in der Oberamteigasse kostet das Parken künftig 50 Cent pro Stunde. Allerdings sind dort die ersten beiden Stunden kostenlos, eine Begrenzung gibt es nicht.

Mit dem Beschluss von Dienstag hat der Gemeinderat auch einen Parkausweis für Anwohner der Innenstadt eingeführt. Ihn kann auf Antrag jeder Haushalt in der Innenstadt bekommen, der keinen eigenen Parkplatz hat, auch keinen angemieteten.

Einteilung in zwei Zonen

Um die Pkw der Anwohner besser auf die Parkplätze verteilen zu können, wurden zwei Zonen eingerichtet. Anwohner der Hauptstraße und der Vorstadt können ihr Fahrzeug mit Anwohner-Parkausweis in den beiden unteren Ebenen der Tiefgarage unter der Kelter abstellen. Für die Anwohner in den übrigen Straßenzügen stehen die Parkplätze beim Bauhof, in der Oberamteigasse und im kleinen Neckerle bereit.

Der Parkausweis kostet zunächst 30 Euro pro Jahr. Damit richtet sich die Stadt nach den gesetzlichen Vorgaben. Im Gemeinderat gab es indes Stimmen, diese Gebühr deutlich höher anzusetzen. Dies soll geschehen, sobald es die gesetzlichen Vorgaben erlauben, sagte Bürgermeister Steffen Bühler auf Nachfrage der BZ. Im Gespräch sind Beträge bis zu 240 Euro jährlich.

Die Stadt will auch Pläne weiter verfolgen, den P+R-Parkplatz beim Bahnhof aufzustocken. Um Zuschüsse zu bekommen, sind dazu allerdings umfangreiche Untersuchungen über den tatsächlichen Bedarf und die Nutzung notwendig.

 
 
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