Hallenhockey, 1. Verbandsliga BHTC ist weiter im Titelrennen

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Wie schon zu Hause gewann der Bietigheimer HTC auch beim HC Lahr. Mit 3:1 brachten die Bietigfheimer zudem Tabellenführer FT Freiburg die erste Saisonniederlage bei.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Bietigheims Männer haben mit Siegen in Lahr und bei der FT Freiburg noch Chancen auf den Oberliga-Aufstieg.

Auch beim Auswärtswochenende in Südbaden wurden die Hockey-Männer des Bietigheimer HTC nicht gestoppt.  Sie siegten in der Ersten Verbandsliga beim Abstiegskandidaten HC Lahr mit 4:1 und trübten mit einem 7:4 die Stimmung bei der bis dahin verlustpunktfreien FT Freiburg. Mit drei Punkten Rückstand vor dem letzten Spieltag haben die Bietigheimer jetzt selbst noch Aufstiegschancen.

„Bei Lahr ging es um alles. Bereits das Hinspiel in Bietigheim war sehr körperlich geprägt, und für das 0:10 wollten sie sich sicher auch revanchieren“, erklärte Bietigheims Trainer Can Yutseven die Ausgangslage vor der Partie. Um den erwarteten Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen, begann der BHTC direkt an ohne Torhüter und mit einem Feldspieler mehr. Beim Gastgeber führte dies bereits in den ersten Spielminuten zu Chaos. Bietigheim nutzte jedoch seine Schüsse aus dem Spiel ebenfalls nicht, doch zwei Strafecken von Manuel Max stellten die 2:0-Halbzeitführung her.

In der zweiten Hälfte kam dann Torhüter Alexander Grießer doch ins Spiel und verzeichnete nach 27 Minuten drei gehaltene Ecken und fünf vereitelte Torchancen, ehe beide Teams ihre Torhüter auswechselten. Zu diesem Zeitpunkt hatten Max mit seinem dritten Treffer und Jeremias Mang per Strafecke auf 4:0 gestellt.

„Als Lahr den Torhüter auswechselte, wollte ich meine Spieler mal ein 6 gegen 6 trainieren lassen. Dass wir dann noch ein Gegentor bekommen zeigt, dass wir da noch Potenzial haben – auch wenn solch eher außergewöhnliche Situationen nur selten vorkommen“, so Yurtseven. Die Stimmung nach dem Sieg wurde lediglich durch die Verletzung von Kapitän Johannes Melzow getrübt, der einen Ball ins Gesicht bekam und mit Nasenbluten sowie Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Aufstiegsfeier verdorben

Nach Übernachtung in Freiburg ging der BHTC ideal vorbereitet in das Spitzenspiel beim Tabellenführer. Die Hockeyabteilung der Freien Turnerschaft wollte bei einem Punktgewinn ihr 100-jähriges Bestehen mit dem Oberliga-Aufstieg feiern. Dafür  wurde ein professioneller Rahmen mit gut besetzter neuer Sporthalle und der wohl ersten Übertragung eines Verbandsligaspiels per Livestream geboten. Davon ließen sich die Bietigheimer nicht beeindrucken. Sie wollten zeigen, dass sie, obwohl nur auf Rang zwei stehend, eigentlich die bessere Mannschaft sind.

Max Linde sorgte nach wenigen Minuten für die 1:0-Führung, resultierend aus einem mutigen Pressing. Als die Gastgeber sich dann doch durch die aufgerückten Bietigheimer spielten, waren sie nur per Foul zu stoppen und verwandelten die fällige Strafecke zum Ausgleich. Dann herrschte erneut Chaos in der FT-Hintermannschaft und Max wusste dies zur erneuten Führung zu nutzen (8.). Per Strafecke erhöhte Alexander Wengert auf 3:1. Aber auch Freiburg war danach per Strafecke erfolgreich. Durch ein erneutes Eckentor von Wengert ging es mit 4:2 in die Pause.

Kurioser Start der zweiten Hälfte

Die zweite Hälfte begann kurios. Die Schiedsrichter gaben das Spiel frei, doch die Hallenuhr funktionierte nicht. Da die Schiedsrichter selbst die Zeit mitstoppten und das Spiel nicht unterbrachen, nutzte Max die Verwirrung und schoss den Ball ins Tor. Die Schiedsrichter gaben den Treffer jedoch nicht, da sie es als unfair erachteten, die allgemeine Verwirrung so auszunutzen. Freiburg erzielte daraufhin den 3:4-Anschlusstreffer, ehe Linde die zwei-Tore-Führung wiederherstellte. Freiburg verkürzte zwar noch einmal doch erneut hatte der BHTC durch Sebastian Firsching die Antwort mit dem 6:4 parat. Unter Zeitdruck musste Freiburg für die letzten Minuten den Torhüter rausnehmen. Max sorgte schließlich mit der Rückhand aus spitzem Winkel für die Entscheidung.

Bietigheimer HTC: Grießer, Karrer; Firsching, Gronbach, Linde, Mang, Max, Melzow, Hannes Straub, Julian Straub, Unkel, Wengert, Rehwald,  Wypior.

 
 
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