Als Spitzenreiter in der 3. Liga Süd mit sieben Zählern Vorsprung auf die Konkurrenz, können sich die Handballer des SV Salamander Kornwestheim aktuell sportlich nicht beschweren. „Schaut man auf die Tabelle, kann man sagen, dass es sehr gut aussieht“, weiß auch der sportliche Leiter Pascal Welz. Doch steht eine Frage im Raum: Sollte der SVK die Position halten, wie geht es in der nächsten Saison weiter?
Handball 3. Liga Süd Die Salamander sind auf der Suche nach der Heimat
Wo geht es für den SV Kornwestheim in der nächsten Saison hin? Spielen die Lurchis in der zweiten oder dritten Liga? Und in welcher Halle?
Ein Sponsor müsste her
„Dass die Jungs auf Platz eins stehen, ist eine riesige Überraschung. Das ist weit vor den Erwartungen“, sagt Welz. Deshalb hat man sich vor der Saison auch nicht unbedingt mit Aufstiegsregularien befasst. Daher müssen nun die Zahlen und Fakten auf den Tisch gelegt werden, um eventuell eine Lizenz für Liga zwei einzureichen. Das gestaltet sich allerdings schwierig. Denn den Salamandern fehlt schlicht das Geld. „Wir müssen schauen, wo wir herkommen. Das Thema Geld ist bei uns limitiert, deshalb beschäftigen wir uns damit, was man darstellen kann“, erklärt der sportliche Leiter und ergänzt: „Wenn sich nicht ein großer Sponsor auftut, wird es nun sehr schwer zu stemmen sein.“
Vergleichbar etwa mit dem HC Oppenweiler/Backnang, der in der Vorsaison den Sprung ins Profigeschäft schaffte und nun unter anderem gegen die SG BBM Bietigheim im Unterhaus spielt, ist die Lage des SVK nicht. „Sie haben eine Trainingshalle in der sie täglich trainieren können. Das sind bei uns andere Bedingungen.“ Denn aktuell steht für die Kornwestheimer nur die altehrwürdige Sporthalle „Hölle“ Ost zur Verfügung. „Sie ist ein bisschen älter, aber trotzdem unsere Heimat. Die Jungs fühlen sich wohl“, so Welz
In der dürften die Lurchis aber nicht in Liga zwei antreten, dafür sind die Voraussetzungen der HBL zu hoch gesteckt. Ein Umzug käme allerdings auch nicht in Frage. „Das ist eine Kostenfrage“, antwortet der sportliche Leiter. Aktuell hat der SV einen Zuschauerschnitt von 300 bis 400 Personen. „Da die Fantasie zu haben, in eine größere Halle zu gehen und Miete zu zahlen. Die Rechnung will ich nicht aufmachen.“ Zudem ist auch der nostalgische Wert für die Salamander wichtig. Die Mannschaft und der Verein wollen schlichtweg nicht weg aus der Hölle Ost und nach Ludwigsburg in die MHP-Arena oder in die Stuttgarter Scharrena. „Die Kornwestheimer Handballer gehören in die Halle Ost. Sie hat einfach ihren Charme“, sagt Welz klar.
