Handball Bönnigheims Abstieg ist kaum noch abzuwenden

Von bz
Auch die sechs Tore von Jaron May (links) verhalfen dem TSV Bönnigheim nicht zu einem Erfolgserlebnis im Kellerduell gegen Plankstadt. Foto: /Oliver Bürkle

Auch das Duell gegen den Vorletzten aus Plankstadt bleibt das Tabellenschlusslicht ohne Punktgewinn.  

Nach der 27:30 – Niederlage gegen die Handballwölfe Plankstadt im Kellerduell Letzter gegen Vorletzter schwindet bei den Oberliga-Handballern des TSV Bönnigheim der Glaube an den Klassenerhalt immer mehr. Bei sechs Punkten Rückstand aufs rettende Ufer, und nur noch sechs zu absolvierenden Spielen erscheint der Abstieg unabwendbar zu sein. Doch nachdem vor Saisonbeginn mit Jonas May und Samuel Schmid zwei absolute Leistungsträger den Verein in Richtung Weinsberg verlassen haben, war jedem klar, dass der Klassenerhalt eine große Herausforderung für den TSV wird.

Zu viele Bönnigheimer Fehlwürfe

„Dieses Spiel musste man nicht verlieren. Wir haben zwar immer wieder uns gute Chancen heraus gespielt, uns aber mit einem sicheren Abschluss nicht belohnt. Plankstadt war vor allem in der Crunchtime cleverer und nahm so verdientermaßen beide Punkte mit auf die Heimreise“, ärgerte sich TSV-Trainer Philipp Dröse über insgesamt 20 Fehlwürfe seines Teams. Sebastian Kaiser im Tor der Plankstädter wurde über 60 Minuten zu einem zu großen Hindernis für die Bönnigheimer Angreifer. Bester Werfer auf Seiten der enttäuschten Gastgeber war Davis Müller mit neun Toren, davon sechs in Abschnitt eins. Ihm ging aber gegen Ende der Partie sichtlich die Puste aus.

Die Zuschauer in der Bönnigheimer Sporthalle sahen bis in die Schlussminuten ein überaus hektisches und spannendes Spiel. 140 Sekunden vor dem Abpfiff unterlief Jaron May ein Abspielfehler, den die Gäste zu einer Zwei-Tore-Führung zum 28:26 nutzten. Zwar kam der TSV durch Andreas Horst erneut auf einen Treffer heran, doch schließlich machten die Handballwölfe Plankstadt gegen resignierende Bönnigheimer den Sack zu.

Dabei waren die Gastgeber gut in die von Trainer Dröse als Endspiel titulierte Partie gestartet. In der siebten Minute hatte David Müller das 4:1 erzielt. Zwar konnte Plankstadt beim 5:4 (11.) auf ein Tor Rückstand verkürzen, doch beim 9:5 (15.) durch Levin May schien der TSV wieder komfortabel davongezogen zu sein. Als Benedikt Qual einen Tempogegenstoss nicht verwerten konnte, erzielten die Gäste im Gegenzug den 12:11 – Anschlusstreffer. Zur Pause stand es 15:14. „Wir hätten uns in den ersten 30 Minuten ein viel größeres Polster erarbeiten müssen. Da haben wir nicht nur über Außen zu viele gute Möglichkeiten ausgelassen“, meinte Bönnigheims 4-facher Torschütze Jaron May.

Nach dem Wechsel konnten sich die Gäste beim 15:16 erstmals die Führung an sich reißen, doch die Einheimischen hielten dagegen und wendeten durch Andreas Horsts Treffer zum 21:19 (42.) wieder das Blatt. Als danach David Track einen Siebenmeter übers Tor warf, sorgte ein leichter Ballverlust des TSV dafür, dass der Gegner zum 21:21 – Ausgleich ins verlassene Bönnigheimer Tor traf.

Zwar zog Plankstadt in Folge auf 25:22 (53.) davon, doch es blieb weiterhin ein Spiel Spitz auf Knopf mit unsicherem Ausgang. Schließlich aber dann doch mit dem besseren Ende für die jubelnden Gäste.

TSV Bönnigheim: Kerber, Teschke; Qual (2), Haug (2), Müller (9), Levin May (2), Jaron May (4/1), Galluccio, Mack, Zundel (1), Schmid (3), Track, Horst (4), Tingler.

 
 
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