Handball-Bundesliga SC Magdeburg gewinnt Spitzenspiel beim THW Kiel

Von dpa
Der SC Magdeburg feierte beim THW Kiel den Sieg im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga. Foto: Frank Molter/dpa Foto: dpa

Das Team aus Sachsen-Anhalt feiert beim 29:27 über Kiel den 14. Sieg im 14. Pflichtspiel der Saison und steht schon vier Punkte vor den «Zebras». Erster Verfolger sind die Füchse Berlin, die einen 30:22-Heimsieg über den TuS N-Lübbecke feiern.

Kiel - Der SC Magdeburg bleibt die Nummer eins in der Handball-Bundesliga. Das Team von Trainer Bennet Wiegert setzte sich am Sonntag vor 9300 Zuschauern verdient mit 29:27 (16:15) bei Rekordmeister und Titelverteidiger THW Kiel durch.

Mit acht Siegen in acht Partien und 16:0 Punkten liegt der SCM jetzt schon vier Zähler vor den "Zebras". Insgesamt war es für Magdeburg der 14. Erfolg im 14. Pflichtspiel der Saison

"Das ist wunderschön. Wir haben voll daran geglaubt, dass wir es schaffen können", sagt der SCM-Keeper Jannick Green nach der Partie bei Sky. THW-Kapitän Domagoj Duvnjak sprach von einem "verdienten Sieg" der Gäste, betonte aber auch: "Das Leben geht weiter. Wir haben noch viele Spiele vor uns." Das sah auch Magdeburgs Trainer Wiegert so, der vor allem weiter "demütig" bleiben will.

In einer spannenden Partie wurde es kurz nach dem Seitenwechsel hektisch. Erst sah SCM-Abwehrchef Piotr Chrapkowski nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (33.), dann musste auch der Magdeburger Spielmacher Marko Bezjak wegen eines Nachtretens gegen Magnus Landin mit Rot vom Feld (35.). Dennoch gingen die Gäste beim 24:21 (47.) mit drei Toren in Führung und brachten den Vorsprung verdient über die Zeit. Vor dem Spiel hatten die Kieler die Vertragsverlängerungen mit Duvnjak und Niclas Ekberg bis zum 30. Juni 2024 bekanntgegeben.

Füchse bleiben erster Verfolger

Erster Verfolger der Magdeburger sind jetzt die Füchse Berlin, die nach dem 30:22 (16:12) über Aufsteiger TuS N-Lübbecke ebenfalls noch ungeschlagen sind und 15:1 Punkte auf ihrem Konto haben. Die Gäste leisteten aber lange Widerstand. Aus einem 7:13 (21.) machte die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic zwischenzeitlich ein 16:17 (36.).

Weiter holprig läuft die Saison für die SG Flensburg-Handewitt, die den Vertrag mit Rückrum-Linkshänder Franz Semper bis zum 30. Juni 2024 verlängert hat. Nach einem 6:10-Rückstand (17.) dauerte es lange, ehe der 30:29 (14:15)-Heimsieg über den TVB Stuttgart feststand.

Groß war die Enttäuschung beim TSV GWD Minden. In der 39. Minute stand eine 21:13-Führung gegen den TBV Lemgo Lippe auf der Anzeigetafel, doch am Ende gewann der Pokalsieger mit 32:29 (11:15). Mit 0:16 Punkten bleiben die Mindener Tabellenletzter. Die Rhein-Neckar Löwen retteten bei der HSG Wetzlar ein 30:29 (15:13) ins Ziel. Die letzte Chance zum Ausgleich vergab Wetzlars Stefan Cavor mit einem direkten Freiwurf.

© dpa-infocom, dpa:211024-99-718146/4

 
 
- Anzeige -