Handball, DHB-Pokal SG BBM erreicht souverän zweite Runde

Von bzh
Konstantin Poltrum war in Leutershausen bestens aufgelegt. Mit seinen Paraden und zwei abgewehrten Siebenmetern ermöglicht der Keeper der SG BBM einen guten Start in das Pokalduell. Foto: /Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim wird im DHB-Pokal ihrer Favoritenrolle gerecht und kommt mit einem 34:27-Sieg bei Drittligist SG Leutershausen weiter. Torhüter Konstantin Poltrum hofft nun auf ein attraktives Los für Runde zwei.

Souverän meisterte die SG BBM Bietigheim die erste Hürde im DHB-Pokal. Bei der SG Leutershausen siegte die Zweitliga-Mannschaft von Trainer Iker Romero am Samstag 34:27 und lag dabei nie im Rückstand. Mit den Wölfen Würzburg (24:25 in Fürstenfeldbruck) und Eintracht Hagen (26:28 in Vinnhorst) schieden zwei Bietigheimer Klassenrivalen in der ersten Pokalrunde gegen Drittligisten aus. Dieses Schicksal ersparte sich die SG mit einem ansprechenden Auftritt. Bei der traditionsreichen SG Leutershausen landete das Viadukt-Team einen Start-Ziel-Sieg, führte dabei mit bis zu elf Toren Differenz (30:19).

Starker Rückhalt

Konstantin Poltrum zog den „Roten Teufeln“ von der Bergstraße früh den Zahn. Bereits nach wenigen Sekunden war der SG-Torhüter bei einen Strafwurf von Gianluca Pauli nicht zu bezwingen. Beim nächsten SGL-Angriff vereitelte „Konsti“ eine Großchance von Sven Schreiber. Auch als Bietigheim wegen einer Zeitstrafe gegen Nikola Vlahovic in Unterzahl war, hielt Poltrum seinen Kasten sauber, wehrte einen weiteren Siebenmeter von Pauli sowie einen freien Wurf von Schreiber ab. „Das hat uns einen guten Start ermöglicht“, freute sich der SG-Keeper. Mit diesem Rückhalt fanden die Ellentäler besser als die Gastgeber ins Spiel, legten eine 3:0-Führung vor und kamen fortan kaum mehr in Bedrängnis.

Christian Schäfer zeigte vor 340 Zuschauern, wie man Siebenmeter wirft. Er traf vom Punkt zum 4:1 und 5:1, verwandelte alle sechs der SG zugesprochenen Strafwürfe eiskalt. Einen Treffer mehr verbuchte Neuzugang Alexander Velz, der in Minute zwölf auf 7:2 erhöhte. Das passte nicht in den Matchplan von Leutershausens Coach Marc Nagel. „Wir wollen das Spiel möglichst lange offenhalten, je länger desto besser“, so die Devise des ehemaligen Nationalspielers, der, um Korrekturen vorzunehmen, zur Grünen Karte griff.

Nagels Auszeit änderte wenig. Nur kurz schnupperte sein Team Morgenluft als der kurzfristig von Potsdam nach Leutershausen gewechselte frühere Bietigheimer Robin Haller mit seinem Premierentor das 9:5 und Kevin Bitz das 9:6 erzielten. SG-Kreisläufer Johnny Fischer dämpfte die Hoffnungen mit zwei Treffern zum 11:5. Haller hielt sein neues Team mit den Toren zum 12:7 und 12:9 im Spiel und zeigte, dass er für die Badener zur erhofften Verstärkung werden kann.

Zur Pause führte Bietigheim 17:13 und baute danach seinen Vorsprung zügig aus. Dabei hatten vor allem Velz und Lukas Urban ihre Finger im Spiel. Der Dynamik von Velz hatte die SGL nur wenig entgegenzusetzen und Urban einfach nicht auf dem Plan. Den in die zweite SG-Mannschaft zurückgegangenen Linksaußen zauberte Coach Romero als Ersatz für die Langzeitverletzten Alexander Pfeifer und Tim Kaulitz sowie den fehlenden Rückkehrer Jan Asmuth aus dem Hut. Urban sollte den auf den Flügel aushelfenden Max Öhler entlasten. Das machte der 21-Jährige perfekt, netzte bei Gegenstößen und von der Außenposition sechsmal ein. So viele Treffer hatte Urban bei seinen 28 Einsätzen im SG-Bundesligateam zwischen 2019 und 2021 insgesamt nicht erzielt.

Romero zog ein positives Fazit: „Wir haben eine gute Mentalität gezeigt und eine konzentrierte Leistung abgeliefert.“ Poltrum riskierte einen Blick auf die zweite Pokalrunde: „Mein Wunschgegner ist ein richtiger Kracher wie Kiel oder Flensburg, aber ein Heimspiel gegen einen Zweitligarivalen wäre auch gut.“ In den beiden letzten Pokalwettbewerben schied die SG BBM jeweils gegen Erstligist MT Melsungen aus.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Genz; Vlahovic (3), Claus (2), Lopez, Öhler, Schäfer (6/6), de la Peña, Wiederstein (2), Velz (7), Hejny (3), Lukas Urban (6), Brenner (1), Titzmann, Fischer (4).

 
 
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