Handball Für die SG ist „eine Rechnung offen“

Von Niklas Braiger
Beim Pokalspiel in Großwallstadt zog die SG BBM Bietigheim um Alexander Pfeifer (am Ball) noch den Kürzeren. Jetzt soll die Revanche in der Liga gelingen.  Foto: /Marco Wolf

Gegen Großwallstadt flog Bietigheim vor eineinhalb Monaten aus dem DHB-Pokal. Jetzt treffen sich beide Teams im Ligaspielbetrieb wieder. 

In der 2. Handball-Bundesliga  sind die Männer zwar noch mitten in der Hinrunde, trotzdem kommt es an diesem Freitag um 19 Uhr bereits zum zweiten Duell der SG BBM Bietigheim und des TV Großwallstadt. Denn Anfang Oktober standen sich die beiden Klubs bereits im DHB-Pokal gegenüber. Damals fügte der Traditionsklub aus Unterfranken den Ellentälern die erste Saisonniederlage zu und schmiss sie in letzter Sekunde mit 35:34 aus dem Pokalwettbewerb. Daher ist die SG heiß auf die schnelle Revanche in der Liga.

Wiedersehen für Bietigheims Alexander Pfeifer

„Wir haben definitiv noch eine Rechnung offen, die wir unbedingt begleichen wollen und natürlich wollen wir die zwei Punkte in Bietigheim behalten“, sagt Linksaußen Alexander Pfeifer. Für ihn ist es nicht nur wegen der Pokal-Pleite ein besonderes Spiel. Zwei Jahre in der Jugend und in der Saison 2020/21 im Zweitligakader spielte „Pfeffi“ beim sechsmaligen Deutschen Meister. „Für mich ist es immer ein Highlight, gegen meinen ehemaligen Klub zu spielen. Dort durfte ich sowohl in der Jugend als auch im Herrenbereich sehr viel lernen diese Zeit hat mich zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin“, erklärt der Außen.

Ein weiteres Wiedersehen gibt es für André Lohrbach. Der Trainer der Gäste kennt das Ellental wie seine Westentasche. Von 2012 an lief der Linksaußen viereinhalb Spielzeiten für die SG BBM auf, erzielte über 500 Tore und war ein prägender Teil des Teams, das den Aufstieg 2014/15 in die Bundesliga realisierte. Aus dem aktuellen Kader kennt Lohrbach tatsächlich noch einen Akteur, der heute noch das Trikot der Bietigheimer trägt. 2017 noch als 18-jähriger Youngster stand Nikola Vlahovic schon damals in der Halle am Viadukt auf dem Parkett, seine erste Profi-Saison war auch gleichzeitig Lohrbachs letzte im Ländle. Auch der heutige Torwart-Trainer Jürgen Müller stand 2016/17 noch selbst für die SG zwischen den Pfosten. Sympathien wird es in den 60 Spielminuten dennoch wohl keine geben. Denn die Großwallstädter sind aktuell gut in Form und wollen nach zwei knappen Niederlagen gegen Spitzenteams nun endlich auch Zählbares einfahren. Zuletzt verloren die Franken mit 39:40 gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Hagen und eine Woche später mit 30:34 daheim gegen den Tabellenzweiten Balingen-Weilstetten.

Großwallstadt mit Verletzungssorgen

Mit der SG steht nun also das dritte Top-Team der Liga binnen 13 Tagen an. Was Lohrbach allerdings Sorgen bereitet, ist die aktuelle Personallage am Main. Gegen die HBW Balingen-Weilstetten vergangene Woche konnten nur elf Spieler auflaufen, immerhin ein bis zwei Akteure könnten in der Ege-Trans-Arena wieder auf dem Parkett stehen. Mit Yessine Meddeb, Maximilian Horner und Joel Zimmer fehlten die drei etatmäßigen Spieler auf im rechten Rückraum, die insgesamt schon für 67 Tore des TVG gesorgt hatten. Deutlich kleiner ist das Lazarett dafür im Lager von Coach Iker Romero. Dort kehrte Max Prantner nach Knieproblemen wieder in den Kader zurück, damit fehlt weiterhin lediglich Nico Bacani mit anhaltenden Rückenproblemen. Ansonsten sind aber alle SG-Spieler fit und bereit für die Revanche.

 
 
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