Glücklicher Auswärtssieg für die Handballer des TSV Bönnigheim im Kellerduell bei der TSG Söflingen: Zwei Sekunden vor der Schlusssirene hämmerte David Müller die Kugel ins Netz der konsternierten Gastgeber. Es war sein fünftes Tor in einem Spiel, bei dem man beiden Mannschaften die Tabellensituation in der Oberliga anmerkte. Es gab auf beiden Seiten viele schwache Phasen. „Eigentlich wäre ein Unentschieden das gerechtere Endergebnis gewesen“, konstatierte TSV-Trainer Simon Weiberle. Dennoch war er natürlich erleichtert, zwei Punkte auf der Habenseite verbucht zu haben.
Handball-Oberliga TSV-Handballer siegen zwei Sekunden vor Schluss
Beim 33:32 im Ulmer Stadtteil Söflingen gelingt dem Bönnigheimer Oberliga-Team endlich der erste Auswärtssieg.
Trotz Sieg kaum lobende Worte vom Trainer
Lobende Worte für sein Team fand er jedoch kaum für den Auftritt seines Teams: „Es war ein komplett zerfahrenes Spiel, wobei wir einfach schlecht verteidigen, es in der Abwehr nicht geschafft haben einfache Dinge wie übergeben-übernehmen zu beherzigen.“. Positiv anzumerken ist allerdings die schnelle Mitte, die zu mehreren einfachen Treffern führte, aber auch die Tatsache, dass das Gäste-Team trotz der Unzulänglichkeiten dran geglaubt hat, und sich mit großer Moral immer wieder zurück kämpfte und in die Spur fand.
Auf Bönnigheimer Seite überzeugte nach zuletzt schwächeren Auftritten vor allem Linksaußen Yannick Herter mit fünf Toren, bei einer makellosen 100-Prozent-Quote. Durch diesen Erfolg, übrigens im fünften Auswärtsspiel endlich auch der erste Sieg in einer fremden Halle, ist der TSV nun mit 7:11 Punkten Vorletzter, die TSG rutschte auf den letzten Platz mit 6:14 Punkten ab.
Im Sportzentrum Kuhberg in Ulm erspielten sich die Gastgeber vor 250 Zuschauern bis zur zwölften Minute einen 10:7-Vorsprung, vor allem deshalb, weil die TSV-Abwehr nur Staffage bildete und nicht in die Zweikämpfe kam. Auch Torhüter Felix Kerber bekam keine Hand an den Ball, sodass er kurz darauf durch Nick Teschke ersetzt wurde. Beim 14:11 (19.) sah sich Bönnigheims Coach zu einer Auszeit genötigt, worauf sich sein Team trotz einiger überhasteter Würfe zum 17:17-Pausenstand heran kämpfte.
Starker Auftakt des TSV nach der Pause
In die zweite Halbzeit starteten die Gäste ganz stark. Keeper Nick Teschke parierte hintereinander freie Chancen der TSG, und kam so auf insgesamt acht Paraden. Mit diesem Rückhalt erspielten sich seine Farben bis zur 38. Minute eine 23:20-Führung. Doch genau so schnell war dieser Vorteil durch eigene Fehler wieder dahin.
Nach dem 25:25 (45.) legte Söflingen bis zum 31:31 immer ein Tor vor, Bönnigheim konnte allerdings umgehend ausgleichen. Als nur noch etwas mehr als eine Minute zu spielen war, erzielte Robin Mack das 32:31 für den TSV. Doch die TSG kam nach einer Auszeit zum 32:32-Ausgleich, weil Nick Teschke der Ball etwas unglücklich durch die Finger fluschte. Letztlich hatten aber die Bönnigheimer durch David Müller in einem engen Spiel das etwas glücklichere Ende für sich.
TSV Bönnigheim: Felix Kerber, Nick Teschke; Qual (5), Haug (1), Müller (5), Levin May (1), Jaron May (5/4), Herter (5), Mack (5), Zundel, Track, Cakar (3), Horst (3).
