Handball: SG BBM Bietigheim Mit mehr Konstanz vorne dabei sein

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Der Bietigheimer Neuzugang Maximilian Hejny holt im DHB-Pokal-Duell bei der SG Leutershausen zum Wurf aus. Sein Bewacher Lars Röller kommt zu spät. Am Samstag legt die SG BBM nun auch in der Zweiten Liga wieder los – beim Aufsteiger 1. VfL Potsdam. Foto: /Marco Wolf

Die SG BBM startet mit einem Gastspiel beim Aufsteiger 1. VfL Potsdam in die Zweitliga-Saison 2022/23. Trainer Iker Romero ist von der Vorbereitung und den Neuzugängen angetan. Das Linksaußen-Problem ist gelöst.

Die stärkste Zweite Liga der Handball-Welt startet am Wochenende in die Saison 2022/23. Die SG BBM Bietigheim spielt zum Auftakt an diesem Samstagabend (19 Uhr) beim hoch eingeschätzten Aufsteiger 1. VfL Potsdam.

Für Iker Romero, der mit der SG in die zweite Saison geht, ein besonderes Spiel. Trainer bei den Brandenburgern ist seit 2021 Bob Hanning, der ihn, in seiner Funktion als Geschäftsführer des Erstligisten Füchse Berlin, vor elf Jahren vom FC Barcelona in die Hauptstadt holte. „Wir sind eng befreundet, und ich freue mich riesig auf das Spiel und das Treffen mit Bob“, erklärt Romero.

Vor dem Gegner hat der 42-jährige Bietigheimer Coach großen Respekt: „Das ist eine junge Mannschaft mit hoher Qualität und einem sehr guten Trainer, die durch den Aufstieg und die gelungene Vorbereitung viel Selbstvertrauen hat. Hinzu kommt, dass Potsdam mit einem Heimspiel startet. Das motiviert besonders.“

Zu sehr will Romero aber nicht auf den als Füchse-Filiale geltenden VfL schauen. „Wir müssen auf uns fokussiert sein und unsere Leistung bringen. Alles andere können wir kaum beeinflussen.“ Die Schiedsrichter schon gar nicht. Mit Robert Schulze und Tobias Tönnies, die unter anderem das EM-Finale zu Jahresbeginn leiteten, wurde Deutschlands Topgespann eingeteilt.

Lukas Urban wieder im Team

Das Ellental-Team muss in Potsdam auf die verletzten Alexander Pfeifer, Tim Kaulitz, Paco Barthe und Jan Asmuth verzichten. Dafür wird Lukas Urban aus der zweiten Mannschaft wieder dabei sein. „Darüber bin ich glücklich. Er hat oft mit uns trainiert und wird uns in den nächsten Wochen auf Linksaußen helfen“, bekräftigt Romero, der von seinem Aufgebot und auch den Verstärkungen überzeugt ist. „Unsere Neuzugänge bringen viel Qualität mit, haben sich schnell integriert“, lobt der spanische Weltmeister von 2005. „Sportlich lief die Vorbereitung sehr gut. Schade, dass sich Alexander Pfeifer und Tim Kaulitz schwer verletzt haben. In der letzten Saison fehlte uns die Konstanz. Das wollen wir unbedingt verbessern.“

20 Mannschaften, darunter als Gast der HC Motor Zaporizhzhia aus der Ukraine, absolvieren bis zum 7. Juni nächsten Jahres 38 Spieltage. Es wird zwei Tabellen geben – mit und ohne die Spiele des ukrainischen Teams, dessen Ergebnisse beim Auf- und Abstieg keine Rolle spielen.

Absteiger in der Favoritenrolle

Neu dabei: Aus der Ersten Bundesliga kamen die Absteiger HBW Balingen-Weilstetten und TuS N-Lübbecke dazu, aus den Dritten Ligen die Aufsteiger 1. VfL Potsdam und HSG Konstanz sowie als Gast Zaporizhzhia. Als Favoriten werden neben den Absteigern Balingen und N-Lübbecke der ThSV Eisenach und HC Elbflorenz Dresden oft genannt. „Es gibt acht bis zehn Mannschaften, die am Schluss oben stehen können“, so die Prognose von Romero. „Zu diesen Teams wollen und können auch wir gehören. Dafür trainieren wir täglich intensiv.“  bzh

 
 
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