Haushalt Erligheim „Die Investitionen kommen allen zugute“

Von Jennifer Stahl
Das Erligheimer Rathaus soll 2024 saniert werden. Der Einbau von neuen Fenstern zusammen mit der Sanierung der Glasfassade und dem Einbau eines Aufzugs für Barrierefreiheit wird im Rahmen des Landessanierungsprogramms „Ortskern III“ stattfinden. Foto: /Oliver Bürkle

Die Gemeinde Erligheim beschloss den Haushaltsplan für das Jahr 2024. Der Finanzhaushalt hat sich seit der Einbringung verbessert, von einem schlechteren Wirtschaftswachstum muss ausgegangen werden.

Das Vorhaben der Gemeinde sei in diesem Jahr recht überschaubar, das sagte Bürgermeister Rainer Schäuffele bei der Gemeinderatsitzung am Donnerstag, in der der Haushaltsplan für das Jahr 2024 beschlossen wurde. Kämmerer Markus Klein hat den Haushalt bereits in der letzten Gemeinderatsitzung im Dezember eingebracht (die BZ berichtete). „Das Risiko, dass sich aufgrund der Wirtschaft etwas ändert, ist immer da. Deswegen bin ich sehr erfreut, dass der Erligheimer Haushalt schon im Januar fertig ist“, meinte Schäuffele.

Rathaussanierung gebündelt

Gegenüber des Entwurfs aus dem Dezember wurden Ansätze verändert, insbesondere die Sanierung des Rathauses spielt dabei eine Rolle. Die Aufwendungen dafür wurden im Haushaltsplan um 30 000 Euro reduziert. Der Einbau von neuen Fenstern werde nunmehr im investiven Bereich dargestellt, da diese mit der Sanierung der Glasfassade und dem Einbau eines Aufzugs gebündelt im Rahmen des Landessanierungsprogramm „Ortskern III“ zur Förderung angemeldet wurden. „So erhalten wir noch einen Landeszuschuss von 60 Prozent“, sagte Klein. Die zusammengefassten Investitionsmaßnahmen wurden mit 535 000 Euro veranschlagt, der Zuschuss vom Land wurde mit 320 000 Euro angesetzt. Für die Gemeinde bleibt also noch ein Rest von 215 000 Euro.

Zudem waren die archäologischen Grabungen im Bereich „Grüner Baum/Große Scheune“ im Dezember noch nicht ganz abgeschlossen, führte Klein weiter aus. Hier wurde der Ansatz bei den sonstigen Aufwendungen um rund 40 000 Euro erhöht. Für das Jahr 2024 ergibt sich dadurch ein negativer Ergebnishaushalt von 490 000 Euro statt der veranschlagten 481 000 Euro.

Die ordentlichen Erträge liegen mit nun 8,827 Millionen Euro unter den ordentlichen Aufwendungen (9,317 Millionen Euro). Der Höchstbetrag der Kredite wird auf 1,4 Millionen Euro festgesetzt.

„Der Finanzhaushalt hat sich insgesamt etwas verbessert“, sagte Klein, dies sei das Resultat aus den höher, beziehungsweise neu veranschlagten Zuschüssen. Somit ergeben sich beim veranschlagten Finanzierungsmittelüberschuss aus der Investitionstätigkeit 579 200 Euro, im Entwurf waren es 490 200 Euro.

Wiederum nicht klar sei die Veränderung des nominalen Bruttoinlandprodukts. „Die Steuerschätzung und Entwicklung wurde für dieses Jahr sehr positiv dargestellt, das Wirtschaftswachstum wurde auf vier Prozent geschätzt“, sagte Klein. Man müsse hier allerdings mit einem deutlich schlechteren Ergebnis rechnen.

Von Änderungen ist auszugehen

Weiterhin geht er davon aus, dass sich der Einkommensteuerteil für die Gemeinde nach der Steuerschätzung im Mai ändern wird. „Die Wirtschaft schwächelt. Wir müssen abwarten und sehen, was sich diesbezüglich im ersten halben Jahr tut“, meinte der Kämmerer.

Joachim Obert (Freie Erligheimer Wählergemeinschaft) sagte, dass die Barrierefreiheit des Rathauses längst überfällig sei, ebenso die Erweiterung des Krippenhauses und der Schule. „Wir müssen da einfach in den sauren Apfel beißen und ein Darlehen aufnehmen, schließlich kommen die Investitionen allen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“

 
 
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