Haushalt Freudental Neuschulden werden vermieden

Von Jonathan Lung
Drei Bauplätze im Gebiet Alleenfeld gehören der Gemeinde noch, diese sollen verkauft werden, um sie zu investieren. Foto: /Martin Kalb

Die Gemeinde reduziert ihr Investitionsprogramm auf das Notwendigste und will zur Finanzierung ihre letzten Bauplätze im Alleenfeld verkaufen.

Die Freudentaler Verwaltung stellte ihren Entwurf des Investitionsprogramms für 2026 vor und gab ihn dem Gemeinderat zur Vorberatung. Aufgrund der aktuell schwierigen Finanzlage könnten in den nächsten Jahren nur die wichtigsten Projekte, vor allem die Pflichtaufgaben, angegangen werden. Zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen im Gebiet „Ortskern II“ stehen noch die Umgestaltung der Hauptstraße und Schlossstraße an. Im Haushalt sind hierfür 170.000 Euro eingestellt, es wird zusätzlich mit einem Zuschuss aus dem Sanierungsprogramm mit 100.000 Euro gerechnet.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Für die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF10 für die Feuerwehr war schon 2025 ein erster Teilbetrag in Höhe von 235.000 Euro eingestellt, der nicht abgerufen wurde. Im Jahr 2026 stehen deshalb nochmals die gesamten Mittel bereit, 610.000 Euro. Zur Finanzierung des rund 610.000 Euro teuren Fahrzeugs gibt es einen bewilligten Zuschuss aus der Feuerwehrförderung mit 96.000 Euro, zudem wurde aus dem Ausgleichstock ein Zuschuss von 300.000 Euro bewilligt. Weiter soll im Jahr 2026 die Planung für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses angegangen werden. Die angenommenen Kosten von 750.000 Euro werden je zur Hälfte auf die Jahre 2026 und 2027 verteilt. Es gibt zugesagte Zuschüsse in Höhe von 390.000 Euro. Der „Digital Funk“ wird 2026 auch bei der Feuerwehr Freudental eingeführt. Hierfür sind Mittel in Höhe von 11.000 Euro eingeplant und es wird mit einem Zuschuss von 3600 Euro gerechnet. Für Sonnenschutz und die Erneuerung von Böden sind für die Kita Rosenweg 35.000 Euro vorhanden. In der Kita Taubenstraße sollen Böden und die WCs erneuert sowie ebenfalls Sonnenschutz umgesetzt werden, insgesamt sind 50.000 Euro vorgesehen.

Am Bauhofgebäude soll 2026 ein weiteres Tor erneuert werden, die Verwaltung sieht dafür 20.000 Euro vor. Nachdem 2025 in die Kanalsanierung investiert wurde, soll im Jahr 2026 entsprechend des Investitionsplans die Mittel in die Kläranlage fließen. Es stehen 110.000 Euro zur Verfügung.

Die Kosten für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung „Schaltstation Bühlstraße“ werden mit 20.000 Euro berechnet. Ein Zebrastreifen in der Pforzheimer Straße wird 30.000 Euro kosten. Die Beleuchtung in den beiden Hallen Freudentals sollte dringend für 45.000 Euro erneuert werden. Die Abrechnung für die Erschließungsgemeinschaft „Alleenfeld“ steht im Jahr 2026 an und nach der vorläufigen Berechnung ist von der Gemeinde noch ein Betrag von rund 90.000 Euro zu bezahlen.

Verkauf von Bauplätzen

Zur Finanzierung einiger dieser Ausgaben sollen im Jahr 2026 drei Bauplätze im Neubaugebiet „Alleenfeld“ veräußert werden. Es wird mit Einnahmen von rund 508.000 Euro gerechnet. Eine Kreditaufnahme ist dann für 2026 nicht geplant. Zudem könne überlegt werden, ob und wie die Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes verwendet werden – für Freudental stehen in den nächsten zwölf Jahren rund 1,75 Millionen Euro zur Verfügung.

Gegen den Verkauf der Bauplätze im „Alleenfeld“ regte sich Widerstand: Es handele sich um strategische Plätze für die kommunale Entwicklung, so die Fraktion Freudentaler Mitte, man solle sie nicht verkaufen. Bürgermeister Fleig nahm den entsprechenden Punkt zum Verkauf der Grundstücke aus dem Beschlussvorschlag der Vorberatung. Die Zustimmung zum Investitionsprogramm und dessen Übernahme in den Haushaltsplan wurde daraufhin mit der Enthaltung von Thomas Gellhaus (Freudentaler Mitte) beschlossen.

 
 
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