Im Lothar-Späth-Carré geht’s voran Neubebauung nimmt Gestalt an

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Das Lothar-Späth-Carreé mit der B 27 aus der Luft. Die Neubebauung schreitet voran. Foto: Werner Kuhnle

Im Lothar-Späth-Carré erstellen die Bietigheimer Wohnbau und die Firma Strenger Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen. In der nächsten Phase folgt der Mietwohnungsbau.

Im Herbst 2019 war mit der Erschließung des Lothar-Späth-Carrés in Bietigheim-Bissingen begonnen worden, in diesem Jahr werden die ersten Wohnungen fertig. Sowohl das Ludwigsburger Immobilienunternehmen Strenger als auch die Bietigheimer Wohnbau erstellen dort derzeit Eigentumswohnungen im gehobenen Segment. Wie der Verkaufsstart zeigt, ist die Nachfrage gut.

Strenger Bauen und Wohnen baut in der Gartenstraße zwei Mehrfamilienhäuser mit 36 hochwertigen Eigentumswohnungen. Bei Wohnungsgrößen zwischen 36 und 101 Quadratmetern Wohnfläche werden Preise zwischen 211 000 und 674 000 Euro verlangt. Der Rohbau ist mittlerweile fertiggestellt, nun geht der Innenausbau los. Die Fertigstellung ist für Sommer 2021 geplant. Sorgen, dass er seine Wohnungen nicht gleich los werden könnte, muss sich der Bauträger offenkundig keine machen. „Rund 80 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft“, berichtet Kristina Stelzig, Kommunikationsmanagerin bei Strenger.

Auch Carsten Schüler, der Geschäftsführer der Bietigheimer Wohnbau, ist mit der Entwicklung des Bauprojekts des städtischen Tochterunternehmens in dem Neubaugebiet zufrieden. Westlich der Strenger-Gebäude, in der Luise-Kämpf-Straße, erstellt die Wohnbau zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils elf Eigentumswohnungen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant, bisher bewege sich alles im Zeitplan, so Schüler. Diese Wohnungen liegen ebenfalls im oberen Segment. Bei Größen von 53 bis 103 Quadratmetern betragen die Preise zwischen 324 000 und 649 000 Euro. Auch die Wohnbau hat bereits mit dem Verkauf begonnen, mit dem Ergebnis, dass schon zwölf der Wohnungen einen Eigentümer gefunden haben, berichtet Schüler.

Geförderter Mietwohnungsbau

Über diese Bauvorhaben hinaus haben sowohl die Wohnbau als auch Strenger bereits die nächsten Projekte auf dem Späth-Carré im Blick, bei denen auch die Schaffung von Miet-Wohnraum zum  Tragen kommt. Die Strenger-Gruppe will laut Kristina Stelzig über ihre Tochterfirma Wohnstolz Anfang 2021 mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses mit 21 Mietwohnungen und insgesamt 1231 Quadratmeter Wohnfläche sowie von zwölf Reihenhäusern (zum Vermieten) im KfW 55-Standard beginnen. In dem Mehrfamilienhaus wird es auch vergünstigte Mietwohnungen geben: Zwölf der dortigen Wohnungen sind durch Mittel gefördert, für die Miet- und Belegungsbindung gelten, das heißt, diese Wohnungen werden für die nächsten 30 Jahre Menschen zur Verfügung gestellt, die einen Wohnberechtigungsschein haben. „Dabei sind die Mieten um 33 Prozent pro Quadratmeter gesenkt gegenüber der ortsüblichen Miete“, so Stelzig.

Die Wohnbau will laut ihrem Geschäftsführer ebenfalls noch Anfang dieses Jahres  mit der Bebauung der Flächen zur B 27 hin starten. Dort sollen 98 Wohnungen gebaut werden, die Hälfte davon im Mietwohnungsbau. Von den Mietwohnungen werde wiederum die Hälfte in die freie Vermietung gehen, die andere Hälfte ist gefördert. Das heißt auch hier, die Miete wird sich um 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete bewegen. Schüler geht von einer Fertigstellung dieser Wohnungen im dritten Quartal 2022 aus.

 
 
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