In Erligheim entsteht ein innerörtliches Wohnquartier mit 46 Wohnungen Ein Quartier verändert sich

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Symbolischer Startschuss für das 18-Millionen-Wohnbauprojekt in Erligheim (von links): Stefan Layher und sein Sohn Philipp, Bürgermeister Rainer Schäuffele sowie ProjektleiterThomas Hertner.⇥ Foto: Martin Kalb

Wegen Corona gab es keinen Spatenstich, dafür jetzt einen symbolischen Startschuss für das mit 46 Wohnungen größte Wohnbauprojekt in der Gemeinde.

Eine mächtige Baugrube erstreckt sich auf dem innerörtlichen Areal zwischen Südstraße und Ringstraße in Erligheim. Das Gebiet, auf dem ehemalige, nicht mehr genutzte landwirtschaftlichen Anwesen abgerissen wurden, wird sich in diesem Jahr komplett verändern: Es entstehen 46 Wohnungen in vier Mehrfamilienhäusern, die komplett auf einer Tiefgarage stehen.

Verkaufsbeginn am Wochenende

Normalerweise ist es üblich, ein solches Bauvorhaben mit einem symbolischen Spatenstich mit Bürgermeister, Gemeinderäten und Projektbeteiligten zu beginnen, doch in diesem Frühjahr machten die geltenden Coronaregelungen dem Besigheimer Unternehmen Layher-Wohnbau einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist wieder etwas mehr gesellschaftliches Leben möglich, und so hatten Geschäftsführer Philipp Layer und Bürgermeister Rainer Schäuffele am Mittwochabend zum „symbolischen Projektstart“ an dem schon weitgehend entstandenen Fundament der vier Häusern eingeladen, „rechtzeitig vor Verkaufsbeginn am kommenden Wochenende“, wie Layher gegenüber der BZ anmerkte.

„Ein besonders erfreulicher Tag“, sagte der Erligheimer Bürgermeister, denn mit einem so großen Bauprojekt in seiner Gemeinde hätte er vor paar Jahren noch nicht gerechnet. „Es ist keine kleine Baustelle, es ist das größte Wohnbauprojekt in Erligheim“, so hatte zuvor Philipp Layher das Bauvorhaben mit dem Namen „Four Future“ bezeichnet. Derzeit, darauf legte er wert, liege die Investitionssumme von rund 18 Millionen Euro, da bekanntlich der Rohstoffmarkt zurzeit in Schieflage geraten ist. „Bis Ende des Jahres ist das Material gesichert“, betonte Layher. Läuft alles nach Plan, dann soll der Rohbau bis Ende dieses Jahres fertig werden, „Mitte 2022 könnten dann die ersten Bewohner einziehen“.

Aufs Tempo gedrückt

Insgesamt ist dieses Wohnbauprojekt in Erligheim eines, bei dem aufs Tempo gedrückt wurde. Auf Anregung von KSK-Regionaldirektor Markus Zimmermann, als gebürtiger Erligheimer ein Kenner der örtlichen Gegebenheiten, konnte zunächst mit den Eigentümern und der Gemeinde die Idee einer Gesamtbebauung abgestimmt werden, ein städtebauliches Konzept wurde von der Gemeinde in Auftrag gegeben und nach nur eineinhalb Jahren ein Bebauungsplan entwickelt und beschlossen. Ende Februar wurde die Baugenehmigung erteilt. „Wegen Kleinigkeiten musste das Baugesuch drei Runden drehen“, merkte Schäuffele an, doch „wenn man offen miteinander umgeht, dann findet man die entscheidenden Schnittstellen“.

Die konstruktive Zusammenarbeit mit Verwaltung und Gemeinderat würdigte auch Philipp Layher, man habe kurzfristig, an einem Nachmittag, alle Probleme aus dem Weg räumen können für „ein Vorzeigeprojekt im Landkreis Ludwigsburg“.

 
 
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