„Seit über 50 Jahren engagieren Sie sich im Deutschen Roten Kreuz ehrenamtlich für das Wohl Ihrer Mitmenschen – unermüdlich und mit großem persönlichem Einsatz“, sagte die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Barbara Bosch, bei der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande an Walter Adler (84) in Stuttgart.
Ingersheim Ein Leben im Zeichen des Roten Kreuzes
Staatsrätin Barbara Bosch überreichte Walter Adler aus Ingersheim das Bundesverdienstkreuz.
Der Ingersheimer habe nicht nur aktiv als Rotkreuzler gewirkt, sondern auch Strukturen aufgebaut und Verantwortung übernommen, heißt es in einer Mitteilung des Staatsministeriums: als Gründer und später langjähriger Vorsitzender im DRK-Ortsverein Ingersheim, als Vorstandsmitglied im DRK-Kreisverband Ludwigsburg, erst als Kreisbereitschaftsleiter, dann als stellvertretender und später dessen Vorsitzender beziehungsweise Präsident. Im DRK-Landesverband Baden-Württemberg diente er zuletzt auch als stellvertretender Landesbereitschaftsleiter.
„Das zeugt davon, dass Ihnen die Belange des Roten Kreuzes und des Bevölkerungsschutzes wirklich am Herzen liegen“, sagte Staatsrätin Bosch, die auch Präsidentin des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg ist, über den heutigen Ehrenvorsitzenden des Kreisverbands Ludwigsburg. Mit seinem Engagement setze Adler Maßstäbe und inspiriere andere.
Gründung von Ortsvereinen
„Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass 1967 in Großingersheim ein eigener Ortsverein gegründet wurde und konnten auch die Gemeinde Kleiningersheim überzeugen, einen eigenen Ortsverein zu gründen“, sagte Bosch im Zusammenhang mit dem seit 1972 zusammengeschlossenen DRK-Ortsverein Ingersheim. Sie betonte weiterhin, dass die Gründung eines Altenclubs und die Einrichtung einer mobilen Sanitätswache nur einige Beispiele für seine beeindruckende und breit aufgestellte Arbeit seien.
„Zahlreichen Menschen haben Sie direkt und indirekt geholfen, sei es durch Ihre Mitarbeit an Blutspendenaktionen, durch Sanitätsdienste bei Veranstaltungen oder Ihre Ausbildungsarbeit in Erster Hilfe“, würdigte Bosch Adlers Engagement in ihrer Laudatio. Auch während der Corona-Zeit habe er mit den ehrenamtlichen Helfern Außerordentliches geleistet, um die Gemeinde zu unterstützen. „Bis heute sind Sie sehr aktiv in das Vereinsgeschehen eingebunden und arbeiten umfassend im Ortsverein Ingersheim mit.“ Zudem würde sein Einsatz für den Katastrophenschutz im Landkreis Ludwigsburg sein großes Verantwortungsbewusstsein unterstreichen. In seiner Rolle als stellvertretender Rotkreuzbeauftragter für den Katastrophenschutz und als Verbindungsorgan zwischen dem ehrenamtlichen Bereich des DRK-Kreisverbands und dem Landratsamt war Adler laut Staatsrätin Bosch „von größter Bedeutung und prägt damit bis heute den Kreis.“
Initiative für Notfallseelsorge
Auf Adlers Initiative hin wurden im Jahr 1999 eine Rettungshundestaffel sowie die Notfallseelsorge in Zusammenarbeit mit den Kirchen in Ludwigsburg gegründet. „Dank Ihrer Fähigkeit, Menschen und Institutionen zu vernetzen und zu koordinieren, ist der Katastrophenschutz im Landkreis Ludwigsburg auf einem hohen Niveau“, so die Staatsrätin.
Bosch würdigte die Bescheidenheit, Integrität und den umfangreichen Erfahrungsschatz Adlers. Nicht zuletzt habe dank seiner Führungsqualitäten auch der DRK-Kreisverband Ludwigsburg in einer wirtschaftlich sehr schwierigen und existenzbedrohenden Zeit saniert werden können. bz
