Ingersheim Führungswechsel: Bernhard Burk folgt Andreas Fritz

Von Jörg Palitzsch
Der alte und der neue Kommandant der Ingersheimer Feuerwehr mit der Bürgermeisterin (von links): Andreas Fritz, Bernhard Burk und Simone Lehnert. Foto: /Oliver Bürkle

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr stand die Neuwahl eines neuen Kommandanten im Mittelpunkt. 2025 gab es 26 Einsätze.

Mit 48 Ja-Stimmen von 49 abgegebenen Stimmen sowie einer Enthaltung wurde am Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Ingersheim der 51-jährige Bernhard Burk als Nachfolger des langjährigen Kommandanten Andreas Fritz (54) gewählt. Der Wechsel war bereits vor einiger Zeit angekündigt worden und auch die Nachfolge war kein Geheimnis mehr. So rief Fritz bereits bei der Hauptübung im September 2025 Burk als seinen Nachfolger aus.

Nach seiner Wahl dankte Burk für den Vertrauensbeweis, er freue sich auf die Zusammenarbeit. Offiziell im Amt ist er ab dem 27. Januar, wenn der Gemeinderat seine Wahl bestätigt hat.

490 Einsätze als Einsatzleiter

Kommandant Fritz, seit 39 Jahren bei der Wehr, davon zehn Jahre Stellvertreter von Kommandant Martin Bäßler und zuletzt 15 Jahre selbst an der Spitze, wurde zum Abschied größten Respekt gezollt. Kreisbrandmeister Andy Dorroch nannte Fritz einen Vorzeigekommandanten, Bürgermeisterin Simone Lehnert einen engagierten Menschen, dem viel Dank gebühre. Die Feuerwehr sei eine tragende Säule in der Gemeinde, engagiert und mit einem hohen Leistungswillen, was Fritz zu verdanken sei, der 490 Einsätze als Einsatzleiter zählen konnte.

Bei der Versammlung dabei waren auch das fast vollständige Gemeinderatsgremium, der frühere Ingersheimer Kämmerer und heutige Asperger Bürgermeister Christian Eiberger, Kommandanten, darunter Frank Wallesch aus Bietigheim-Bissingen, und eine zwölfköpfige Delegation aus der elsässischen Partnergemeinde, angeführt von Bürgermeisterin Denise Stoeckle.

Bei der Versammlung wurde auch Bernd Spielmann einstimmig als Leiter der Alterswehr gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des verstorbenen Wolfgang Veigel an.

Neben der Neuwahl wurde die Tagesordnung in der fast dreistündigen Hauptversammlung mit Berichten, Ernennungen, Beförderungen und Auszeichnungen abgearbeitet. So berichtete Kommandant Fritz über den aktuellen Personalstand zum 31. Dezember 2025. Die Einsatzabteilung besteht aus fünf Feuerwehrfrauen und 56 Feuerwehrmännern. In der Alterswehr sind 30 Kameraden aktiv, während die Jugendfeuerwehr elf Kameraden zählt.

Ein eher ruhiges Jahr

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 26 Einsätze mit insgesamt 545 Stunden verzeichnet, womit es sich um ein eher ruhiges Einsatzjahr handle, so Fritz in seinem Bericht. Besonders in Erinnerung blieb ein Einsatz im Juni, als in der Seestraße ein Brand durch einen Molotow-Cocktail entstand.

Nach den Berichten wurden im Rahmen der Versammlung die Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre verliehen. Diese besondere Auszeichnung erhielten Fred Bulling, Martin Bulling, Reiner Bulling und Jens Schaaf. Die Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre gingen an Jens Fritz, Patrick Fritz, Luca Kofink, Hendryk Urban, Steffen Koch und Pascal Kofink.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Holger Aymar, Justin Klaiber und Julian Männer befördert, zu Hauptfeuerwehrmännern Patrick Fritz, Luca Kofink und Hendryk Urban. Zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau wurden Jette Nägele, Nicolas Oppel, Connor Schubert und Lukas Wegst ernannt.

Stehende Ovationen

Mit einem Diavortrag, den Benedict Scheller zusammengestellt hatte, ließ man die Amtszeit von Andreas Fritz nochmals Revue passieren. In seinem Schlusswort richtete Fritz einen Appell an die Feuerwehr. Man solle zusammenhalten und den Herausforderungen Paroli bieten. Die Gäste dankten ihm mit Standing Ovations. Als Geschenk wurde ihm unter anderem von Bürgermeisterin Simone Lehnert ein Gutschein überreicht. Den kann er nun für eine Kreuzfahrt oder zum Golfspielen verwenden.

 
 
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