Ingersheim Gesellige Weintage beim Schönblick

Von Jörg Palitzsch
In geselliger Runde genossen die Besucher des Schönen Weinblicks das namensgebende Getränk. Foto: /Oliver Bürkle

Wengerter und Landfrauen bewirteten drei Tage lang an einem der schönsten Aussichtspunkte im Landkreis.

Drei Tage lang hieß es in Kleiningersheim wieder: ein gutes Glas Wein genießen, nette Leute treffen und dabei den Blick über die Landschaft schweifen lassen. Die Ingersheimer Wengerter hatten zum Weinfest „Schöner Weinblick“ eingeladen und verwandelten den Parkplatz und Festplatz beim Vereinsheim Schönblick von Freitag an in einen geselligen Treffpunkt.

Die Kulisse hätte dafür kaum besser sein können. Vom Schönblick aus reicht die Aussicht weit über die Weinberge und einen großen Teil des Landkreises. Dazu gab es lokale Weine, Musik, Kaffee und Kuchen – und vor allem jede Menge Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele Gäste nutzten das Fest für einen entspannten Abstecher und blieben bei dem einen oder anderen Viertele gerne etwas länger sitzen.

Unwetter in aller Munde

Der „Schöne Weinblick“ ist dabei längst nicht die einzige Veranstaltung, mit der die Ingersheimer Wengerter ihre Weine präsentieren und gleichzeitig Menschen zusammenbringen. Über das Jahr verteilt gibt es mehrere Termine rund um den Festplatz Schönblick. Dazu gehört die 3B-Weinwanderung, Anfang Oktober folgt der Weinausschank und Ende November steht mit dem Adventsopening bereits der nächste gesellige Termin an.

Ganz unbeschwert waren die Weintage in diesem Jahr allerdings nicht. Denn an vielen Tischen wurde auch über das heftige Unwetter gesprochen, das am frühen 28. August in den Ingersheimer Weinbergen schwere Schäden angerichtet hatte. Hagel und peitschender Regen trafen die Reben zwischen Klein- und Großingersheim hart. Ein großer Teil der Ernte fiel dem Sturm zum Opfer, nach dem Unwetter musste sogar eine „Notlese“ organisiert werden. Besonders stark betroffen sei der Trollinger gewesen, berichtete Rainer Fink vom gleichnamigen Weinbaubetrieb. Für die Wengerter ist das ein herber Rückschlag – zumal ihnen das Jahr ohnehin schon einiges abverlangt hatte. Hohe Temperaturen und große Trockenheit hatten den Weinbau bereits zuvor vor Herausforderungen gestellt. Umso mehr war beim Fest zu spüren, dass die Wengerter trotz der schwierigen Situation den Blick nach vorne richten.

Los ging es am Freitag mit einem entspannten After-Work-Abend. Bei Wein und Drinks ließen die Besucher die Arbeitswoche ausklingen und starteten in geselliger Runde ins Wochenende. Am Samstag wurde es dann musikalisch: Die „Acousticmen“ sorgten mit handgemachter Musik für Stimmung. Ihr abwechslungsreiches Programm reichte von Rock, Folk, Jazz und Blues über Country und Schlager bis hin zu schwäbischen Liedern.

Am Sonntag wurde es beim Schönblick-Café der Landfrauen Kleiningersheim noch einmal besonders gemütlich. Zum Kaffee gab es eine Auswahl an selbstgemachten Kuchen – ein Angebot, das bei den Festbesuchern gut ankam und bestens zu einem entspannten Sonntagnachmittag passte.

Wein und Prickelndes

Natürlich stand an allen drei Tagen der Wein im Mittelpunkt. Ausgeschenkt wurde eine breite Auswahl an Weinen der lokalen Weingüter Fink, Csicsai und Velte. Wer lieber etwas Prickelndes oder einen anderen Drink im Glas haben wollte, konnte zwischen Sekt, Secco und Cocktails wählen. So war für unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei.

Für zusätzlichen Besuch im Ort sorgte am Sonntag außerdem die Wiedereröffnung der Linde. Die Gaststätte war seit Ende vergangenen Jahres geschlossen gewesen. Zur Eröffnungsparty legte ein DJ auf, und die neuen Gastgeber Darko Milek und Alexander Schmelzer starteten zunächst mit einer kleinen Speisekarte. Angeboten wurden unter anderem Rostbraten, Cevapcici und Currywurst – und die Gäste ließen sich nicht lange bitten. 

Jörg Palitzsch

 
 
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