Ingersheim Grundstücksverhandlungen abgeschlossen

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Das geplante Neubaugebiet zieht sich an der Besigheimer Straße entlang. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

An der Besigheimer Straße in Ingersheim soll mit dem Gebiet „In den Beeten II“ der Bedarf nach weiteren Bauplätzen befriedigt werden.

Nach dem Aufstellungsbeschluss, der bereits im Januar 2017 erfolgte, wurde in der Ratssitzung am Dienstag für das rund sechs Hektar große Ingersheimer Neubaugebiet „In den Beeten II“, von Uwe Müller, Büro KMB, ein  genaueres Erschließungskonzept vorgestellt. Dazwischen lag eine lange Zeit der Grundstücksverhandlungen, bei denen die Gemeinde fachlich von Markus Klein von der Bietigheimer Wohnbau begleitet wurde. Über diesen langwierigen Prozess gab Bürgermeister Volker Godel Auskunft.

Mit 90 Prozent der Eigentümer sei man innerhalb eines Jahres einig, bei fünf Prozent dauere es zwei Jahre und bei den restlichen fünf Prozent drei Jahre. Mit dem Abschluss der Verhandlungen hat Godel dann auch seine letzte große Aufgabe vor seinem offiziellen Eintritt in den Ruhestand am 2. Mai abgearbeitet.

Uwe Müller sagte in der Sitzung, dass auf dem Areal westlich der Besigheimer Straße allgemeine Wohnbauflächen ausgewiesen werden sollen. Der Geschosswohnungsbau orientiert sich zur bestehenden Bebauung „In den Beeten“ hin, in der Mitte der Fläche und an den anderen Randbereichen gibt es Doppel- und Einfamilienhäuser. Insgesamt über 30 Plätze, wobei man auch etwas für den sozialen Wohnungsbau tun könne, so Godel. Dazu gibt es eine Fläche für den sogenannten „Gemeinbedarf“, wo man den Bau einer Gemeindehalle mit Spiel-, Sport- und Freiflächen einplanen könne.

Ein markanter Punkt wird die Verkehrsführung werden. Von Besigheim kommend ist an der Einmündung zur Forststraße ein Kreisverkehr geplant, von dem aus ein Straßenarm weiter auf die Besigheimer Straße und in das neue Baugebiet führt. Ursprünglich war der Kreisel, der, so Müller, zur Verkehrsberuhigung  dient, mit einem Durchmesser von 32 Metern geplant, neu nun mit 36 Metern Durchmesser.

Mit der Bebauung gibt es auch einen „geringfügigen Eingriff“ in ein angrenzendes Landschaftsschutzgebiet, wie es im Sachstandsbericht heißt. So ist der Feldbrüter in Richtung Forst heimisch und es gibt Streuobstbestände. Deshalb wird es in Abstimmung mit dem Landratsamt Ausgleichsmaßnahmen geben.

Bürgermeister Volker Godel wies darauf hin, dass die Fläche für den  „Gemeinbedarf“ auch zur Wohnbebauung umgewidmet werden könne, wenn der Gemeinderat dies wolle. Immerhin eine Fläche von rund einem Hektar brutto. Darüber sind noch Diskussionen zu erwarten. Nach dem Entwurfsbeschluss für „In den Beeten II“ findet die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und den Trägern öffentlicher Belange statt.

 
 
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