Ingersheim Neuer Treffpunkt offiziell eröffnet

Von Jörg Palitzsch
Zur Einweihung des sanierten „Alten Schulhauses“ überreichte der frühere Vorstand der Raiffeisenbank Peter Bareiß ein Aquarell seiner Schule an Bürgermeisterin Simone Lehnert. Foto: /Martin Kalb

Am Tag der Städtebauförderung wird ehemaliges Schulhaus als Ort der Begegnung eröffnet.

Mit einem kleinen Fest im Rahmen des bundesweiten Tages der Städtebauförderung hat die Gemeinde Ingersheim am Samstag den neuen „Treffpunkt Altes Schulhaus“ in der Hessigheimer Straße 2 offiziell eröffnet. Mit dabei waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Vereinen und aus der Verwaltung. Für Peter Bareiß war es eine Begegnung mit einem bekannten Gebäude. Bareiß wurde schon 1949 im ehemaligen Schulhaus unterrichtet. Später übernahm das Schulgebäude die damalige Raiffeisenbank, ab 1966 war Bareiß in Kleiningersheim dann im 2-Mann-Betrieb tätig.

Bürgermeisterin Simone Lehnert erzählte die Geschichte des Schulhauses weiter. Nach der Bankenfusion zur VR-Bank Ludwigsburg konnte die Gemeinde das leer stehende Gebäude kaufen, wobei Lehnert kritisierte, dass es in Kleiningersheim nach dem Abzug der Bank nicht mal mehr einen Geldautomaten gibt.

Für Vereine und Gruppen

Die Bürgermeisterin betonte die Bedeutung des Projekts für das gesellschaftliche Leben in Kleiningersheim. Mit der Umgestaltung des ehemaligen VR-Bank-Gebäudes sei ein Ort entstanden, der künftig Vereinen, Gruppen und der Bürgerschaft vielfältige Möglichkeiten als zentraler Treffpunkt biete. „Hier sollen Begegnungen und Austausch stattfinden“, so das Ziel. Und erste Interessenten gibt es schon. Edgar Jehle vom Schachclub kündigte an, im neuen Treff werde jeden Freitag der Spielabend stattfinden, auch weil es einen überraschenden Zulauf an jungen Spielen gibt. Weiter Interesse an den Räumen hat auch das Jugendcafé angemeldet. Lehnert würde es gerne sehen, wenn sich etwa junge Mütter im alten Schulhaus treffen oder ein Strickcafé eingerichtet wird.

Georg Zimmer, Ingersheimer Amtsleiter für Liegenschaften, Bau und Technik, sagte, man habe mit wenig Aufwand das Gebäude für die öffentliche Nutzung herrichtet und dabei einiges von der Bank übernehmen können. Etwa Teile der Beleuchtung oder auch die Einbauschränke in einem zweiten Raum, die viel Platz bieten. In einem weiteren Raum war der Tresor eingebaut, dort hat es jetzt Platz für Möbel, hinzu kommt eine Toilette, ein kleiner Herd mit Kühlschrank. Insgesamt gibt es zehn Tische und 40 Stühle, so Heike Klein vom Fachbereich Bauordnung und Bauleitplanung, die die Sanierung federführend in den Händen hatte. Der Raum selbst ist hell, es gibt zehn große Fenster, und eine Klimaanlage.

Teil des Sanierungsgebiets

Möglich wurde das Projekt durch die Aufnahme des Sanierungsgebiets „Ortsmitte Kleiningersheim“ in das Landessanierungsprogramm, so Bürgermeisterin Lehnert. Neben der offiziellen Eröffnung hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich über die Städtebauförderung und die Sanierung des Schulhauses zu informieren. Der Sanierungsbetreuer Reschl Stadtentwicklung stand für Beratungen zu privaten Modernisierungsvorhaben innerhalb des Sanierungsgebiets „Ortsmitte Kleiningersheim“ zur Verfügung. Und Bürgermeisterin Simone Lehnert hat schon das nächste Projekt im Blick – die Sanierung des Vereinsheims Schönblick.

Der Tag der Städtebauförderung bietet seit 2015 bundesweit Städten und Gemeinden die Möglichkeit, Projekte der Stadtentwicklung vorzustellen und Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden. Die Beteiligung der Bevölkerung gilt mittlerweile als zentrale Voraussetzung für die Förderung entsprechender Maßnahmen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort lebenswerte Quartiere zu gestalten und weiterzuentwickeln. 

Jörg Palitzsch

 
 
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