Nach einem lauten „Achtung, fertig, los“ nahmen die Kinder des Ingersheimer Kinderhaues „Wurzelwerk“ den neuen Spielplatz „In den Beeten II“ in Beschlag. Mit dem neuen Spielplatz wurde ein weiterer Abschnitt der Erschließungsarbeiten im gleichnamigen Neubaugebiet abgeschlossen. Gleichzeitig mit der Spielfläche entstanden auch Grünanlagen sowie eine Fußwegeverbindung, die das neue Wohngebiet an das bestehende Gebiet „In den Beeten“ anschließt.
Ingersheim Soziale Vernetzung fördern
Die Baumaßnahmen Spielplatz „In den Beeten II“ und Forststraße und sind abgeschlossen.
Rund 70 neu gepflanzte Bäume, zahlreiche Strauch- und Heckenpflanzungen sowie Wieseneinsaaten sorgen nicht nur für ein grünes Wohnumfeld, sondern leisten auch einen Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Areals. Im Mittelpunkt stand die naturnah gestaltete Spielfläche, die mit vielfältigen Spielmöglichkeiten und barrierefreien Aufenthaltsbereichen für alle Altersgruppen konzipiert wurde, so Amtsleiter Georg Zimmer, der in Vertretung der erkrankten Bürgermeisterin Simone Lehnert und im Beisein von Ratsmitgliedern die Eröffnung vornahm.
Kosten: 310.000 Euro
Die Ausstattung umfasst unter anderem eine Kletter-Rutsch-Kombination, ein Spielhaus in einer Sandspielfläche, eine Nestschaukel, ein Wackelkalb sowie verschiedene Balancierelemente. Zwei Rufsäulen ermöglichen eine barrierefreie Kommunikation. Die Bauausführung übernahm die Firma Garcke Garten- und Landschaftsbau, die nach gewonnener Ausschreibung mit dem Gesamtauftrag für die Grünanlagen, den Spielplatz und die Fußwege beauftragt wurde. Die Investitionssumme für das Projekt lag bei rund 310.000 Euro. Mit der Realisierung dieser Maßnahme wurde ein weiterer Baustein im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts umgesetzt. So soll die neue Infrastruktur nicht nur die Aufenthaltsqualität im neuen Wohngebiet verbessern, sondern auch die soziale Vernetzung der Nachbarschaften fördern.
Die Tiefbaumaßnahme in der naheliegenden Forststraße in Ingersheim wurde ebenfalls abgeschlossen – zwei Wochen vor dem geplanten Bauende. Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Ingenieurbüro Westram und den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen, der Tiefbaufirma Scheuermann sowie der aktiven Mitwirkung der Anwohnerinnen und Anwohner bei den privaten Hausanschlüssen, so Zimmer.
Projekt wurde erweitert
Ursprünglich war im Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2023 lediglich der Straßenbau vorgesehen. Doch im Laufe der Planungen stellte sich heraus, dass auch umfangreiche Tiefbaumaßnahmen erforderlich waren und das Projekt erweitert wurde. Daraus ergaben sich drei Teilbereiche: Kanalarbeiten, Wasserleitungsbau und der eigentliche Straßenbau. So wurden insgesamt 28 Stellflächen auf beiden Seiten der Forststraße verteilt. Damit soll eine Verkehrsreduzierung und -beruhigung erzielt werden, erklärte Zimmer. Entsprechend finden sich die finanziellen Mittel für das Projekt an mehreren Stellen im Haushalt sowie im Wirtschaftsplan Wasserversorgung wieder.
Insgesamt wurden 275.000 Euro veranschlagt, die sich wie folgt aufteilen: 85.000 Euro für den Straßenbau, 130.000 Euro für Kanalarbeiten, 15.000 Euro für den Fremdwasserkanal und 45.000 Euro für die Wasserversorgung. Die Ausschreibung ergab einen Gesamtbetrag von 271.206 Euro brutto für alle Straßen- und Tiefbauarbeiten, welcher vom Gemeinderat beschlossen und beauftragt wurde. Die endgültigen Baukosten stehen allerdings noch nicht abschließend fest. Die Schlussrechnung befindet sich derzeit in Arbeit, so Georg Zimmer. Sobald diese vorliegt, wird dem Gemeinderat eine offizielle Kostenfeststellung vorgelegt.
