Innere Medizin II im Klinikum Bietigheim-Vaihingen Neustrukturierung ist seine Spezialität

Von Heidi Vogelhuber
Dr. Martin Maunz ist Chefarzt in der RKH-Klinik Bietigheim-Vaihingen. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

Dr. Martin Maunz leitet die Innere Medizin II. Er erklärt, was seine medizinische Klinik auszeichnet.

Die Neustrukturierung der Inneren Medizin im RKH-Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen konnte mit Amtseintritt des neuen Chefarztes Dr. Martin Maunz im Oktober 2021 komplettiert werden. Maunz ist der Ärztliche Direktor der Klinik für Innere Medizin, die sich auf die Kardiologie sowie die Internistische Intensivmedizin spezialisiert hat. Statt zuvor aus zwei medizinischen Kliniken besteht die Innere Medizin nun aus drei medizinischen Kliniken (die BZ berichtete).

In Ludwigsburg aufgewachsen

Zwar ist Maunz neu am Klinikum Bietigheim-Vaihingen, im Landkreis ist er aber heimisch, ist er doch in Ludwigsburg aufgewachsen. „Ich wollte eigentlich Maschinenbau studieren“, berichtet er im Gespräch mit der BZ. Durch kirchliche Jugendarbeit, in der er sich als junger Mann engagierte, stellte er für sich fest, dass er gut mit Menschen umgehen könne. „Ich kam bei der Medizin raus“, sagt er und lacht. Nach einigen beruflichen Stationen war Maunz bei einer Kardiologie-Neugründung in Kirchheim unter Teck dabei. Anschließend war er Chefarzt in Rottweil, wo er die Klinik auch von Grund auf neu strukturiert hat. Angst vor Neuem? Sicher nicht, daher freue sich Maunz auch auf die Neustrukturierung im Klinikum Bietigheim-Vaihingen. „Ich bin der Mann, um es zusammenzubauen“, beschreibt er sich selbst.

Er freue sich, die eigenständige Kardiologie in Bietigheim zu etablieren, aber auch auf die Zusammenarbeit mit Professor Dr. Christian Wolpert und dessen kardiologischem Team aus dem Ludwigsburger Krankenhaus. Die beiden Ärzte kannten sich bereits, „er gehört schon lange zu meinem Netzwerk, er hat eine hohe Expertise“, sagt Maunz. Oft sei er auch zum Operieren in der Barockstadt. Die Zusammenarbeit der beiden Häuser unter einem Träger sei ein absoluter Vorteil – für Patienten und Mitarbeiter. Als Arzt sei ihm persönlich wichtig, dass die Patienten einen Nutzen aus seiner Arbeit ziehen könnten. Ebenso liege ihm am Herzen, dass sich seine Mitarbeiter beruflich weiterentwickeln können. Gerne schule er und gebe sein Wissen weiter.

Die medizinische Klinik von Maunz hat 19 Mitarbeiter und 60 Betten. Das Team ist unter anderem für Herz- und Kreislauferkrankungen zuständig. „Herzschwäche ist die häufigste Krankenhauseinweisungsdiagnose“, erklärt Maunz. Weitere häufige Erkrankungen, die in seiner medizinischen Klinik behandelt werden, sind Herzinfarkte, Herzklappenerkrankungen sowie Herzrhythmusstörungen und das damit einhergehende Einsetzen von Schrittmachern.

Martin Maunz plant Anfang dieses Jahres eine Telemetrie-Station zur Rhythmus-Überwachung in Betrieb zu nehmen. Herzpatienten könnten dort mit mobilen Geräten lückenlos überwacht werden, was schnelleres Reagieren ermögliche und damit die Sicherheit erhöhe.

Kardiologie und Intensivstation

Neben dem Themenschwerpunkt Kardiologie gehört aber auch die Internistische Intensivmedizin zur medizinischen Klinik von Maunz. Zwölf Betten hat die Intensivstation, die derzeit vor allem mit Corona-Patienten belegt ist. Das Thema Corona verfolgt Maunz, behandelte er doch in seinem früheren Job in Rottweil den ersten Corona-Patienten Baden-Württembergs.

Die Internistische Intensivmedizin im Bietigheimer Krankenhaus sei „tipptopp aufgestellt und besser als alles, was ich bisher in meinem Berufsleben vorgefunden habe“, lobt Maunz. Wenn die Patienten nicht mehr auf der Intensivstation betreut werden müssen, werden sie in die Pneumologie (Lungenabteilung) unter dem Ärztlichen Direktor Dr. Marc Müller (die BZ berichtete) verlegt. So arbeiten auch die Bereiche der Inneren Medizin Hand in Hand zusammen. ⇥

Info In loser Abfolge führt die BZ Gespräche mit den drei Ärztlichen Direktoren der Inneren Medizin, um die neue Struktur vorzustellen.

 
 
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