Zu den angenehmeren Aufgaben des Erligheimer Bauhofteams gehören sicherlich die Vorbereitungen auf die Adventszeit. Insgesamt zehn Weihnachtsbäume braucht die Gemeinde, einige wurden von Privatleuten zur Verfügung gestellt und ebenso von den Bauhofmitarbeitern abgeholt, wie die zusätzlichen, die von einer Nachbarkommune gekauft wurden. Rund zehn Meter hoch ist die Tanne vor dem Erligheimer Rathaus, weitere Christbäume wurden im Kinderhaus, in der Schule und in der Kirche rechtzeitig vor dem ersten Advent aufgestellt.
Jahresserie Bauhof Erligheim Christbäume, Laub und Rattenköder
Arbeitsreichsreiche Wochen: Naturgemäß sind Oktober und November von Laubarbeiten geprägt, diverse Weihnachtsbaume wurden aufgestellt und in der Kanalisation wurden Ratten bekämpft.
Hinzu kamen verstärkt Hausmeisterdienste in der August-Holder-Halle, da es viele Veranstaltungen an den Wochenenden zu betreuen galt. In den Schlechtwetterphasen steht die Gebäudeinstandhaltung mit notwendigen Reparaturen in den gemeindeeigenen Wohnungen auf dem Bauhof-Arbeitsplan.
40 Kubikmeter Laub im Jahr
Wesentlich aufwendiger sind die herbstlichen Laubarbeiten in Oktober und November. Mit Laubbläsern, aber auch mit dem Laubrechen werden die auf den Straßen, Gehwegen, Plätzen und auf dem Friedhof liegenden Blätter entfernt. Das Laub wird zunächst in einer Stahlmulde gelagert und dann meist kurz vor Weihnachten von einer Kompostierungsfirma kostenpflichtig abgeholt. „Wir haben normalerweise rund 40 Kubikmeter Laub im Jahr“, weiß Bauhofleiter Christian Grill.
Auf den Winterdienst vorbereitet
In den letzten Wochen wurden die Winterdienstgeräte für ihren Einsatz vorbereitet und das notwendige Streusalz im Bauhof und an der Schuppenanlage eingelagert. Grill: „Wir kaufen immer einen Lkw voll, das sind etwa 24 Tonnen.“ Um für den Winterdienst vorbereitet zu sein, werden entsprechenden Schichtpläne erstellt. Bei Glatteis sind vier Bauhofmitarbeiter im Einsatz, bei Schneefall fünf, weil bei Schnee mehr Handarbeit an den Treppen und Gehwegen nötig ist. Nachdem für Sonntag, 23. November, Eisregen vorhergesagt worden war, haben ab 16.30 Uhr vier vom Bauhofteam präventiv vor dem Regen die Straßen gestreut.
Notwendige Rattenbekämpfung
„Rattenbekämpfung machen wir jetzt gerade aktuell“, sagt Bauhofleiter Grill, denn es gebe eine zu große Population, wenn man nicht eingreife. Insgesamt 70 bis 80 Stunden sind damit zwei bis drei Bauhofmitarbeiter beschäftigt. Dabei werden Giftköder punktuell über die Schächte in die Kanalisation eingebracht, sodass sie knapp über dem Wasserspiegel hängen, die Ratten sie aber noch erreichen. Diese Köder werden dann nach einer Woche darauf kontrolliert, wie der Abfraß aussieht. Eventuell werden erneut oder auch mehr Köder in dem Bereich ausgelegt.
„Wenn kein Abfraß mehr da ist, dann sind auch keine Ratten mehr da, dann muss man den Köder wieder entfernen“, erklärt Grill. Die Rattenbekämpfung sei eine übliche Aufgabe im Jahr. Es gebe immer Brennpunkte, wo Ratten vorkommen, etwa im Bereich vom Friedhof und entlang des Baches, eben dort, „wo Ratten viel Nahrung und Wärme haben“.
Dass die Tiere recht schlau sind, kann der Erligheimer Bauhofleiter bestätigen: „Nur die Königsratte – der Chef der Familie – frisst zunächst den Köder und die anderen nicht. Die anderen warten dann normalerweise bis zu 36 Stunden, bis sie auch an dem Köder nagen. Deswegen wirkt der Giftstoff erst nach 48 Stunden.“
Die Tiere leben üblicherweise in Erdlöchern, oft auch unter Pflanzen mit Bodendeckern. „Sie ziehen sich eigentlich nur bei Kälte zurück in den Kanal oder zum Fressen“, sagt Grill. Am Ende dieser Woche hat der Bauhof unter anderem mit der Bereitstellung der elektrischen Anschlüsse für den Erligheimer Weihnachtsbasar die federführende NABU-Ortsgruppe unterstützt. Der adventliche Markt lädt am Sonntag von 12 bis 18 Uhr zum Besuch rund um das Bürgerhaus ein.
Erligheimer Weihnachtsbasar am zweiten Advent
Der traditionelle Adventsbasar der Gemeinde Erligheim findet am kommenden Sonntag, dem zweiten Advent, beim Bürgerhaus statt. Die Mitwirkenden haben sich wieder viel Mühe gemacht, um einen adventlichen Basar zu gestalten. Von 12 bis 18 Uhr ist er geöffnet und es wird einiges angeboten: So wird es wieder Käse aus dem Allgäu geben, Socken und Gsälz vom Hausfrauenverein, Honig vom Erligheimer Bienenzüchter, das Weingut Bähr wird verschiedene Weine kredenzen. Der Runde Tisch Asyl bietet Kulinarisches aus den Heimatländern, die Kindertageseinrichtungen haben Selbstgebasteltes und Weihnachtsplätzchen dabei, der Förderverein Grundschule Erligheim/Hofen backt Waffeln, der CVJM Erligheim Crêpes.
Selbstgefertigte Holzwaren finden die Besucher bei der Familie Strobl und bei der Familie Mayer/Weiß, Bärbel Adelhelm stellt ihr neues Erligheimer Backbuch vor.
Die NABU-Ortsgruppe Erligheim organisiert nicht nur seit Jahren den adventlichen Markt, sie bietet auch wieder ihre selbstgebastelten Futterhäuschen, Insektenhotels und Nistkästen an. Bewirtet wird mit Kaffee und Kuchen, Glühwein und roten Würsten. Im Obergeschoss des Bürgerhauses Erligheim ist eine Tombola aufgebaut und für die Kinder ist eine Malecke eingerichtet.
Der Nikolaus wird um 14 Uhr seine Aufwartung auf dem Markt machen. Einen besonderen Höhepunkt wird es um 15 Uhr geben, wenn schottische Duddelsackmusik erklingt. knz
