Jenny Behrend von der SG BBM Bietigheim freut sich auf VfL Oldenburg Vorfreude auf alte Bekannte und Halloween-Party

Von bzh
SG-Neuzugang Jenny Behrend trifft auf ihren Ex-Verein VfL Oldenburg. ⇥ Foto: Marco Wolf

Für Jenny Behrend ist das Gastspiel der SG BBM Bietigheim beim VfL Oldenburg eine emotionale Angelegenheit.

Im vorgezogenen Spiel gewann Borussia Dortmund am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen 30:24 und übernahm mit 14:0 Punkten die Tabellenführung in der Frauenhandball-Bundesliga. Die SG BBM Bietigheim (12:0) will den Titelverteidiger am Sonntag (16.30 Uhr/live auf Sportdeutschland TV) mit einem Sieg beim VfL Oldenburg (4:8) wieder von der Spitze verdrängen.

Für Jenny Behrend ist es eine besondere Begegnung. Die Rechtsaußen spielte vor ihrem Wechsel zur SG von 2014 bis 2021 sieben Jahre lang für den VfL. „Es ist keine leichte Entscheidung, als Nordlicht in den Süden zu gehen“, sagte sie damals. Heute ergänzt die 25-Jährige: „Auf jeden Fall war es die richtige Entscheidung. Ich kann in Bietigheim extrem viel lernen und mich im Training auf höchstem Niveau weiterentwickeln.“

Mit Spielerinnen aus Oldenburg hat man an der Enz schon oft gute Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel mit Tess Wester und Laura van der Heijden. Aus dem aktuellen Kader haben gleich vier SG-Ladies eine VfL-Vergangenheit. Neben Behrend sind das Kelly Dulfer, Inger Smits und Veronika Malá. „In der Saison 2016/17 haben wir alle beim VfL zusammengespielt“, erinnert sich Behrend, „es gab ein großes Hallo als wir uns in Bietigheim wieder getroffen haben.“

In Oldenburg hat die Linkshänderin eine Büromanagement-Ausbildung abgeschlossen und auch in diesem Beruf gearbeitet. „In Bietigheim bin ich zum ersten Mal Vollprofi und kann mich komplett auf den Sport konzentrieren. Angesichts der vielen Termine wäre das auch kaum anders möglich.“

Oldenburg war mit vier Niederlagen in die Saison gestartet, gewann zuletzt aber zweimal. Dem überraschenden 28:24-Sieg in Blomberg folgte am Mittwoch ein 24:22-Erfolg im Nordderby gegen Buxtehude. Behrend verfolgt die Spiele ihres ehemaligen Teams aufmerksam. Und ist beeindruckt. „Der VfL hat nach dem schweren Start mit mehreren Verletzten in die Saison gefunden. Die Sicherheit und das Selbstvertrauen sind wieder da.“

An Bietigheims Favoritenstellung ändert das nichts. Auch von bösen Geistern will sich die SG nicht erschrecken lassen. „Oldenburg plant ein Halloween-Event mit Vergünstigungen“, hat Behrend erfahren. „Ich bin gespannt, wer kostümiert in die Halle kommt.“ Möglicherweise sind Freunde und Bekannte darunter, von denen sich viele zum Wiedersehen angesagt haben. „Das kribbelt natürlich schon besonders, mit Bietigheim zurückzukommen.“

Ein Comeback will die gebürtige Rendsburgerin auch im Nationalteam feiern. Sie zählt zwar zum Kader, wurde aber bei den beiden letzten Länderspielen in der EM-Qualifikation nicht eingesetzt. Das soll sich beim Duell mit Russland am 7. November ändern. Behrend wurde wie ihre SG-Kolleginnen Xenia Smits, Luisa Schulze, Antje Lauenroth und Julia Maidhof zum vorherigen Lehrgang eingeladen. „Ich freue mich über diese Chance und werde alles geben, um für die Nationalmannschaft nominiert zu werden. Die Teilnahme an der WM in Spanien im Dezember ist mein Traum.“

 
 
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