Jubiläumsspiel Trotz 14 Gegentoren keine Enttäuschung beim GSV

Von Claus Pfitzer
Mutig gingen die Pleidelsheimer in das Jubiläumsspiel, doch war Regionalligist SGV Heilbronn-Freiberg (blaue Trikots) am Ende klar überlegen. Foto: /Andreas Essig

Im Jubiläumsspiel beim GSV Pleidelsheim gewinnt der Regionalligist SGV Heilbronn-Freiberg mit 14:1 (8:1) – Neuzugang vom TSV 1860 München zeigt seine Qualitäten.

Wir haben einiges gut gemacht, was wir in den letzten Spielen verpasst haben. Die Vorgabe war hinten zu Null, aber es war ein schönes Tor“, meinte Trainer Kushtrim Lushtaku vom SGV Heilbronn-Freiberg nach dem 14:1-Sieg im Jubiläumsspiel beim Bezirksligisten GSV Pleidelsheim. Die Fußball-Abteilung des GSV feiert heuer ihr 80-jähriges Bestehen und das Urgestein Werner Lillich, der die Abteilung 43 Jahre lang leitete, hatte mit SGV-Präsident Emir Cerkez die Partie vereinbart.

Nach vier Testspielen gegen Erst-, Zweit- und Drittligisten feierte der SGV seinen ersten Sieg während der Vorbereitung, und der fiel vor rund 250 Zuschauern heftig aus für die Gastgeber, die erst vor zehn Tagen das Training aufgenommen haben und am Wochenende am Bodensee ein Trainingslager absolviert hatten. Der Regionalligist präsentierte sich spielfreudig und torhungrig, ließ aber noch einige gute Chancen aus.

Bezirksligist agiert mutig

Das lag auch an GSV-Schlussmann Magnus Schüler, der mehrfach stark parierte. Die Pleidelsheimer begannen mutig, spielten nach vorne und griffen früh an. Der Lohn war der Treffer zum zwischenzeitlich 1:4 durch Robin Bender, der den Ball mit links aus 18 Metern ins lange Toreck hämmerte (30.). Zuvor hatte das Lushtaku-Team den GSV zweimal über die linke Seite geknackt und war durch Abstaubertore von Meghan Valpoort (2.) und Gwang-in Lee (11.) 2:0 in Führung gegangen und hatte dann nach feinen Pässen über die Mitte durch Valpoort (16.) und James Okijehkai (20.) auf 4:0 erhöht. Valpoort nach einem Solo (33.), zweimal Lee, zuerst von Tim Latteier und dann von Julian Kudala glänzend freigespielt (38./40.), sowie Joel Malungo (45.) schraubten mit ihren Treffern das Ergebnis auf 8:1.

Während Neuzugang Scott Kennedy (siehe Extrabericht auf dieser Seite) noch nicht zum Einsatz kam, feierte mit Justin Steinkötter in der zweiten Halbzeit ein weiterer Neuer sein Debüt im SGV-Trikot. Der 26-Jährige spielte in der Vorsaison beim Drittligisten TSV 1860 München, in der Spielzeit 2024/25 war er mit 20 Treffern für den TSV Steinbach Haiger zweitbester Torschütze der Regionalliga Südwest. Noch am Nachmittag klärte der SGV letzte Formalitäten mit den in die Regionalliga Bayern zwangsversetzten Münchner Löwen, sodass Steinkötter auflaufen konnte. Mit zwei Treffern und zwei Torvorlagen bewies der bei Borussia Mönchengladbach ausgebildete Stürmer seine Qualitäten. Bis auf zwei Spieler hatte SGV-Coach Lushtaku durchgewechselt, später kam auch noch Marius Köhl aufs Feld, der mächtig Gas gab.

Der GSV stellte sich auch nach der Torflut aus der ersten Halbzeit nicht nur hinten rein, sondern versuchte weiter mitzuspielen. Leon Petö (50.), Melvin Cerkez (52.), Steinkötter (65./82.), Köhl (72.) und Michael Martin (86.) sorgten mit schön herausgespielten Treffern für den 14:1-Endstand.

Wenninger: „Kein Beinbruch“

„Natürlich verliert kein Trainer gerne zweistellig, aber es ist kein  Beinbruch. Es war das erwartete Spiel. Der Gegner wollte spielen und hatte Spaß. Wir wollten mutig sein, waren aber zu lieb und zu brav. Meiner Mannschaft habe ich aber nichts vorzuwerfen. Es war eine gute Einheit, wir werden unsere Lehren daraus ziehen, auch taktisch“, meinte GSV-Trainer Marcus Wenninger.

 
 
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