Karin Geske vom TV Sersheim hält Kontakt aufrecht Sportlich durch die Corona-Zeit

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Karin Geske turnt zu Hause vor dem Bildschirm mit ihren Sportgruppen. ⇥ Foto: Geske

Karin Geske vom TV Sersheim hält mit viel Kreativität den Kontakt zu ihren Turnschützlingen aufrecht.

Die zurückliegenden Wochen und Monate waren keine einfache Zeit für Karin Geske, die getreu dem Motto lebt: „Sport ist gut für Körper, Seele und Psyche“. Normalerweise betreut die Trainerin und Übungsleiterin beim TV Sersheim fünf Gruppen im Bereich der Gymnastik und sechs Gruppen im Bereich des Gesundheitssports vom Baby- bis ins Rentenalter über 80. Doch auch das aktive Vereinsleben des TVS kam in der Pandemie weitgehend zum Erliegen.

Für Karin Geske war dies kein Grund, die Füße hochzulegen. Die sportbegeisterte Sersheimerin hat allerlei Ideen entwickelt, um den Kontakt zu ihren Gruppen nicht abreißen zu lassen. „Ich habe zunächst einzelne Sportübungen zu Bildercollagen zusammengestellt und diese per Handy oder Internet an die Mitglieder der Gruppen geschickt. Zudem habe ich immer wieder kleine Videosequenzen übermittelt, in denen ich Übungen konkret vorgeführt und zum Mitmachen animiert habe“, erläutert Geske.

Auch Online-Angebote vom Eltern-Baby-Turnen bis zu „Fit bis ins hohe Alter“ gab es. Dafür hat Geske im Dachgeschoss ihres Hauses einen Raum zum Turnzimmer umfunktioniert. „Zunächst war es auch für mich ungewohnt, allein in einem Raum zu turnen, aber andererseits war es auch schön, sich gegenseitig wieder zu sehen und sei es nur per Bildschirm. Manchmal sind wir auch noch nach der Turnstunde zusammengeblieben und haben zum Beispiel zum Geburtstag einen kleinen Umtrunk gemacht“, beschreibt Geske.

Sie glaubt aber: „Nach der Pandemie wird das Vereinsleben sicherlich ein anderes sein. Mitgliederschwund wird es geben, aber ich bin stolz darauf, dass sogar in der Lockdown-Phase einige Mitglieder neu in den Verein und in meine Gruppen eingetreten sind und bei den Online-Übungen mit Begeisterung mitgemacht haben.“

Besondere Motivation

Um ihre Turnzöglinge besonders zu motivieren, hat Geske auch ungewöhnliche Wege gewählt. So hat sie in der Vorweihnachtszeit einen Adventskalender mit Achtsamkeitsübungen, Gedichten und Geschichten erstellt. Zudem hat sie rund um Sersheim zwölf Sitzbänke fotografiert, die ihre Sportler auf ihren Bewegungsrunden suchen und sich dabei im Bild festhalten sollten. In der Faschingszeit hat sie online mit ihren Turnkindern gespielt, gebacken und sich verkleidet. An Ostern wiederum hatte Geske rund um die Gymnastikhalle Stationen mit Übungen für Ausdauer, Gedächtnis, Koordination, Kraft und Schnelligkeit aufgebaut.

Jetzt freut sie sich darauf, wenn ab Mitte Juni ihre Gruppen wieder stufenweise zu gemeinsamen Sportstunden auf dem Sportplatz draußen an der frischen Luft zusammenkommen können. „Diese ersten Schritte müssen vereinsintern noch umfassend vorbereitet werden, denn die Rahmenbedingungen werden ständig aktualisiert. Aber erste Mitglieder haben sich dafür bereits angemeldet. Dies zeigt, dass der Bedarf danach, sich endlich wieder gemeinsam bewegen zu können, sehr groß ist“, schildert Geske, die sich selbst als Übungsleiterin mit viel Herzblut bezeichnet. Dies hat sich auch unter erschwerten Bedingungen der Pandemie eindeutig unter Beweis gestellt.

 
 
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