Katholiken Besigheim Keine Hoffnung auf katholischen Kindergarten

Von Gabriele Szczegulski
Seit Ende 2025 gibt es keinen katholischen Kindergarten mehr in Besigheim. Das Martinshaus, in dem die Kita untergebracht war, wurde verkauft. Foto: /Oliver Bürkle

 Alexander König, Dekan des katholischen Dekanats Ludwigsburg sieht derzeit keine religiöse Alternative zum städtischen Einrichtungen.

Alexander König, Dekan des katholischen Dekanats Ludwigsburg, macht den Eltern keine Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit in Besigheim einen katholischen Kindergarten geben wird. Das Martinshaus, Gemeindehaus der katholischen Gemeinde und Sitz des Kindergartens, so sagt er, sei leider nicht wie von den katholischen Entscheidungsträgern gewünscht, 2025 von der Stadt gekauft worden, sondern von der Firma Layher.

Derzeit keine Alternativen

Damit mussten die drei Kindergartengruppen aus dem Haus ausziehen, die Kinder mussten anderweitig untergebracht werden, die Erzieherinnen wurden entlassen. „Wir dachten, das Beste wäre gewesen, wenn die Stadt die Kindergartengruppen auf sechs erhöht hätte, Platz hätte es im Martinshaus, und die katholische Kirche hätte in der Trägerschaft kooperiert“, so König. Die zweite Alternative sei für ihn eine Unterbringung des katholischen Kindergartens im noch neu zu bauenden Gemeindehaus der Kirchengemeinde gewesen. „Aber die Gemeinde hat gerechnet und gerechnet, es ist kein Platz vorhanden in den zwei neuen Gebäuden Pfarr- und Gemeindehaus“, sagt König.

Nachdem auch gescheitert war, dass die Gemeinde reservierte Plätze für katholische Kinder im geplanten Kindergarten auf dem E-Center bekommt, sondern die Stadt sich die Trägerschaft nicht teilen will, ist es nun in Besigheim, so König, „nicht in Sicht, dass es einen Kindergarten in katholischer Trägerschaft in Besigheim geben wird, was wir sehr bedauern und was nicht in unserem Sinne und dem der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist“.

Er wolle aber auch nicht ausschließen, dass es langfristig einen katholischen Kindergarten an einem anderen Standpunkt geben werde, im Moment sehe er das aber nicht.

Unter Bühler gab es Hoffnungen

Auch Gespräche zwischen der Dekanatsleitung und der Stadtverwaltung hätten daran nichts geändert, obwohl die Stadt noch unter dem ehemaligen Bürgermeister Steffen Bühler dahingehend gesprächsbereit war und „uns Hoffnungen machte auf Plätze im E-Center-Kindergarten“, so König. Auch wenn das Dekanat in den nächsten Jahren anders strukturiert wird, sollen alle bestehenden katholischen Kindergärten in anderen Gemeinden weiter betrieben werden.

 
 
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