Kindergartenbedarfsplanung Löchgau Momentan ist der Bedarf abgedeckt

Von Gabriele Szczegulski
Die Nachfrage für Plätze im Löchgauer Kindergarten Lilienweg ist sehr hoch, bei hohem Bedarf kann noch eine U3-Gruppe geschaffen werden. Foto: /Oliver Bürkle

Silke Ziegler stellt im Löchgauer Gemeinderat die Situation in den fünf Kindertageseinrichtungen vor.

Silke Ziegler, die Gesamtkindergartenleiterin in Löchgau, stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Kindergartenbedarfsplanung für 2026 und 2027 vor. In den fünf Kindergärten und 16 Gruppen der Gemeinde kann derzeit und in absehbarer Zukunft, so Ziegler, der Bedarf abgedeckt werden. Es würden 50 Krippenplätze U3 und 265 Kindergartenplätze Ü3 vorgehalten. „Aber es ist eine herausfordernde Aufgabe“, sagte Ziegler. Denn es könnten oft nicht die Wünsche der Eltern nach einem Platz im Wunschkindergarten erfüllt werden. „Aber wir tun alles, damit die Kinder einen Platz in der Nähe des Wohnorts bekommen“, sagte Ziegler. Die Auslastung läge dennoch bei 102 Prozent.

Nachfrage für Kindergarten Lilienweg ist sehr hoch

Immer noch seien die Nachfragen für den Kindergarten Lilienweg durch das Baugebiet im Einzugsbereich sehr hoch. Nicht alle Kinder aus dem Einzugsbereich können eine Zusage für den Kindergarten Lilienweg erhalten. Dies betreffe sowohl die Krippe als auch den Kindergartenbereich. In der Regel erhielten alle Löchgauer Kinder jedoch einen Kindergartenplatz ohne Warteliste in der Gemeinde.

Selbst wenn die Zahl der Kinder steigen sollte, könnten im Kindergarten Schulstraße zwei weitere Gruppen geschaffen werden und im Lilienweg eine Kleinkindgruppe. Aber, so Ziegler: Die Angebotsstruktur werde in den nächsten Jahren weiterhin von der Personalgewinnung und Personalbindung abhängig sein. Bisher konnte ausreichend Personal gewonnen und gehalten werden, was in Zukunft sei, wisse sie nicht.

Bei den Einrichtungsleitungen fand, so Ziegler, aufgrund von Elternzeiten im vergangenen Jahr ein kompletter Wechsel statt. Die bisherige Leitungserfahrung müsse sich dementsprechend erst wieder entwickeln. Derzeit seien Erzieher und Erzieherinnen, Kinderpfleger und Kinderpflegerinnen, pädagogische Fachkräfte, Auszubildende in allen Formen der Ausbildungswege, Zusatzkräfte und Eingliederungshilfen in den Einrichtungen tätig. Es werde in multiprofessionellen Teams mit Logopädinnen, Ergotherapeutinnen, Kinderkrankenschwestern, Sozialpädagoginnen, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen und einer Erziehungswissenschaftlerin gearbeitet.

„Durch frühzeitige Vertrags- und Übernahmeangebote konnten in den letzten Jahren nahezu 100 Prozent unserer Auszubildenden übernommen werden“, sagte Ziegler. Durch den Einstieg von Zusatzkräfte in die Ausbildung konnten zudem neue Fachkräfte gewonnen werden. Für das laufende Jahr werden voraussichtlich drei neue Fachkräfte den Abschluss im August erreichen und anschließend in den Einrichtungen tätig sein. Die Erarbeitung von Personalbindungskonzepten und die Einbindung neuer Formate wie die Kindersozialarbeit oder der Kooperationsfachkraft, seien hierbei vorteilhaft.

Sorgen bereite allerdings der nach wie vor steigende Abmangel, der eine enorme Belastung für den kommunalen Haushalt darstelle, sagte Ziegler. Dennoch ließe die Bedarfsplanung positiv in die Zukunft schauen. Bei sinkenden Kinderzahlen müssten in der Gemeinde nicht mehr alle Einrichtungen bis an die Kapazitätsgrenzen belegt werden.

Die Zahl der Wickelkinder im Alter bis fünf Jahren steigt

Zuletzt sprach Ziegler auch noch über die wachsenden Ansprüche der Eltern. Bei steigender Kinderzahl steige beispielsweise auch die Anzahl der Wickelkinder. So gebe es im Kindergarten Birkenweg elf Wickelkinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren, was eine hohe Zahl sei. Die Regel, dass Kinder erst in die Betreuung könnten, wenn sie sauber sind, gelte nicht mehr, so Ziegler. Da ältere Kinder schwerer seien, habe man sogar Wickeltische mit Treppen angeschafft, sodass die Kinder selbst auf den Wickeltisch steigen können. „Das Wickeln erfordert natürlich einen zusätzlichen und intensiveren Personalaufwand“, so Ziegler.

 
 
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